Boden

Parkett selbst legen

Parkett und Holz im Allgemeinen ist für einen Fußboden ein ideales Material. Es wirkt gemütlich, warm und weich, und ein Fertigparkett beispielsweise ist schnell selbst verlegt.

24 März 2015

Das Fertigparkett

Dieses ist in der Größe und dem Umgang mit Laminat zu vergleichen. Es ist allerdings aus echtem Holz gefertigt und bereits versiegelt. Normalerweise kann es zwei-bis dreimal abgeschliffen und neu versiegelt werden, je nachdem, wie dick die Nutzschicht ist. Die Panele sind mit Nut und Feder versehen wie Laminat und können so einfach und präzise verlegt werden. Beim Schneiden sollte man die Bretter mit der Unterseite nach oben legen, wegen der besseren Schnittkantenqualität.

Vorbereiten

24 Stunden soll das Fertigparkett mindestens im Warmen liegen. Der Untergrund muss eben und trocken sein. Unebenheiten können zuvor mit Fließspachtel ausgeglichen werden. Hierfür müssen Sie allerdings Trockenzeiten einrechnen.

Dann geht es los …

Die erste Reihe wird verlegt und der Abstand zur Wand mit Holzkeilen fixiert. Der Rest des letzten Panels in der Reihe wird zum Beginn der nächsten benutzt. So versetzen sich die zusammengesetzten Kanten und der Verschnitt ist gering. Damit die Panele gut ineinander halten, werden sie vor dem Zusammenstecken mit Leim bestrichen und dann zusammengeschoben. Dabei sollten Sie ein Zieheisen und einen Hammer benutzen.

Das Ende

So arbeiten Sie sich durch das ganze Zimmer. Der Abstand zur Wand wird jeweils durch eine Abschlussleiste abgedeckt, die am Ende an die Wände angebracht wird. Das so verlegte Parkett sieht sehr gut aus, die Holzart –und Farbe kann gewählt haben und es hält lange. Wesentlich länger als Laminat, das nur die Oberfläche als „lackiertes Foto“ hat. Allerdings ist das fertige Parkett auch teurer beim Kauf.

Ideal für Treppen

Sehr gut geeignet ist das Fertigparkett für Treppen. Soll die alte Treppe erhalten bleiben, können Sie die Holzstufen zunächst reparieren und schlechte Stellen ausbessern. Dann werden die Stufen ausgeglichen und dabei ebenfalls mit Spachtel geebnet. Anschließend kommt das Fertigparkett darauf, das auf einer Treppenstufe allerdings fest verlegt werden muss. Das geht am Besten mit einem vollflächig verklebten Leim. Auf die Trittkanten können Metallschienen oder solche aus Hartholz angebracht werden. Eine solche Treppensanierung kostet ein Bruchteil einer vom Fachmann und hält ebenfalls mehrere Jahrzehnte. Wegen der äußerst belastenden Beanspruchung einer Treppe ist hier Fertigparkett gegenüber dem Laminat die bessere Wahl. Doch auch beim Laminat gibt es Sorten, die für besondere Beanspruchung ausgelegt sind. Darauf muss beim Kauf geachtet werden. Die Panele sind dann dicker und die Laufschicht ist anders versiegelt.

Foto: Katharina Wieland Müller  / pixelio.de

 

TEILEN:

Kommentar verfassen