Gebäude & Energie
Solar panels

Stromertrag von Photovoltaik-Modulen

20 Mai 2015

Wenn man über eine Investition in eine Photovoltaikanlage nachdenkt, gehört die Frage nach dem Stromertrag der Anlage oft zu den wichtigsten. Pauschale Antworten auf diese Frage sind natürlich nicht möglich. Allerdings gibt es diverse Kriterien, die bei der Einschätzung des Stromertrages der individuellen Anlage helfen.

Nennleistung und Wirkungsgrad

Die Nennleistung eines Photovoltaikmoduls ist der Stromertrag unter festgelegten Standardbedingungen, die eine Vergleichbarkeit der verschiedenen Module gewährleisten. Einheiten, in der die Nennleistung angegeben wird, sind kWp oder Watt peak (Wp). Die Standardbedingungen sind gekennzeichnet durch folgende Faktoren: 1.000 Watt Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter, 25 Grad Celsius Zelltemperatur, 90 Grad Einstrahlungswinkel und ein Lichtspektrum von 1,5 AM.

Abhängig ist die Nennleistung vom Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad beschreibt den Anteil der auf ein Photovoltaik-Modul auftreffenden Sonnenenergie, der tatsächlich in elektrische Energie umgewandelt wird. Theoretisch kann er zwischen 0 und 100% liegen. Ein realistischer Wert ist beispielsweise 20%. Photovoltaik-Module mit höheren Wirkungsgraden besitzen auch eine höhere Nennleistung, weil sie die unter Standardbedingungen aufs Modul auftreffende Sonnenenergie besser nutzen.

Aber Achtung: Eine weitere wichtige Größe beim Photovoltaikmodul ist der in Prozent angegebene Toleranzbereich (auch: Fertigungstoleranz). Liegt er beispielsweise bei 3%, kann die tatsächliche Nennleistung eines Photovoltaikmoduls um bis zu 3% von der angegebenen Nennleistung abweichen.

Nennleistung und tatsächlicher Ertrag

Die Nennleistung eines Photovoltaikmoduls sagt erst einmal nichts darüber aus, wie viel Strom das Photovoltaikmodul tatsächlich produziert. Das hängt von diversen Faktoren ab, etwa vom Standort des Hauses, von der Ausrichtung des Daches und von der Dachneigung.

Allerdings gilt: Photovoltaik-Module mit einer höheren Nennleistung bringen unter denselben (Nicht-Standard-) Bedingungen einen höheren Stromertrag als Module mit geringerer Nennleistung. Photovoltaik-Onlinerechner bieten hier Orientierungswerte für den jeweils tatsächlich erzielbaren Stromertrag.

Beispielberechnung
Der Onlinerechner auf Solar-Toolbox.ch errechnet für ein von fünf Personen bewohntes Haus mit 20m² Modulfläche (Kristallines Modul 19%) auf einem nach Süden ausgerichteten Dach mit einer Neigung von 35 Grad in Wetzikon (Kanton Zürich) eine jährliche Stromproduktion von 3.584 Kilowattstunden/Jahr. Das deckt laut Onlinerechner 70,1% des von den Bewohnern benötigten Stroms.

Geht man nun einmal von einem Strompreis bei den Stadtwerken Wetzikon von 9,234 Rappen pro Kilowattstunde aus (Einfachtarif: 2014), ergibt sich eine Ersparnis von etwa 330,95 Franken pro Jahr. Die hier vorgestellten Beispielrechnungen kann allerdings – wie alle anderen möglichen Berechnungen – nur Orientierungswerte bieten. Die tatsächlich erzeugte Strommenge und die daraus resultierenden Einsparungen weichen häufig etwas davon ab.

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