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Tipps für ein schadstofffreies Zuhause nach der Renovierung

Wer renovieren oder sanieren will, sollte einige Überlegungen den Schadstoffen zukommen lassen. Sie befinden sich mehr oder weniger konzentriert in allen Wohnungen und können bei empfindlichen Menschen zu Gesundheitsschäden führen. Saubere Raumluft und natürliche Materialien, die verbaut wurden, wünschen sich viele Menschen; Sie können selbst etwas dafür tun.

10 Februar 2015

Material kaufen

Wer selbst in der Wohnung Hand anlegt, hat es in der Hand. Das Wortspiel zeigt: wer selbst renoviert, kann sich beim Kauf der Materialien selbst ein Bild machen, was im Handel verfügbar ist und was er kauft. Häufig sind die natürlichen und unbedenklichen Materialien etwas teurer, doch da man diese nicht unbedingt zum täglichen Bedarf rechnen kann, sollte eine schadstoffarme Wohnung den finanziellen Mehraufwand wert sein.

Kauft man elastische Stoffe, wie zum Beispiel Montageschaum oder Silikon, sollte man auf unbedenkliches Material achten. Denn die Weichmacher, die enthalten sind, können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Haben Sie viel Holz in der Wohnung, sollten Sie messen lassen, wie hoch die Konzentration bestimmter Stoffe ist. Denn Holzschutzmittel und teerhaltige Parkettkleber aus der Zeit bis in die 70er gelten inzwischen als krebserregend.

Kork ist ein natürlicher Stoff, zu dem viele aus den genannten Gründen greifen. Doch Vorsicht: er kann mit lösungsmittelhaltigem Lack behandelt sein. Schauen Sie auf die Verpackung. Es gibt ein spezielles Kork-Logo.

Verschiedenste Lacke und Farben sind im Angebot. Beim Verarbeiten sollte man darauf achten, entweder im Freien oder gut belüfteten Zimmern zu streichen. Es gibt unbedenkliche Lacke, die nur 10 %  Lösungsmittel enthalten. Sie tragen das Europäische Umweltzeichen, das TÜV-Umweltsiegel oder andere Unbedenklichkeitsbescheinigungen.

PVC, als Bodenbelag bekannt, enthält Weichmacher, damit der Belag nicht brüchig wird. Er steht jedoch inzwischen unter dem Verdacht, krebsauslösend zu sein. Deshalb sollte man diesen lieber entsorgen. Dafür gibt es spezielle Annahmestellen.

Auch Spanplatten sind nicht einfach nur aus Holz. Zwar ist der Grundstoff Holz, denn die Reste und Späne werden auf diese Weise gut verarbeitet. Doch damit sie zu Platten und Co werden, müssen diese mit Klebern und Bindemitteln vermengt werden. Manche davon riechen so stechend, dass man Kopfschmerzen bekommt. Aufpassen beim Kauf: nur solche sind für Innenausbauten erlaubt, die höchstens 0,1 ppm abgeben. Sie sind in Emissionsklasse E1 gruppiert.

Auch bei Tapeten sollten Sie vorsichtig sein: ein hoher Kunststoffanteil kann Schimmelpilze begünstigen. Kaufen Sie lieber Tapeten aus Papier und Raufaser. Beim Kleister auf solchen achten, der auf Zellulose und Stärke basiert.

Bei Wandfarben sollten Sie auf die Inhaltsstoffe achten. Konservierungsmittelfreie Innenfarben auf Dispersionsbasis sind vor allem für Allergiker geeignet.

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