Nessio Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo zusammen, Ich bin neu auf dieser Plattform und freue mich, hier zu sein! Ein grosses Dankeschön an alle Besucher, die hilfreiche Informationen auf dieser Seite teilen. Meine Frau und ich haben uns entschieden, unser Traumhaus zu bauen und befinden uns jetzt in der frühen Planungsphase. Wir haben einen Architekten mit einem kleinen Ideenwettbewerb ausgewählt und bereits die ersten Pläne und Budgets erhalten. Als nächstes werden wir den Architektenvertrag erstellen. Ich möchte sicherstellen, dass wir bei möglicherweise auftretender Kostenüberschreitung oder Verzögerungen geschützt sind. Ich möchte daher zum klassischen SIA-Vertrag eine zusätzliche Klausel aufnehmen, die den Architekten bei Verzögerungen oder Kostenüberschreitungen finanziell in die Verantwortung nimmt (ähnlich einer Penale). Mir ist bewusst, dass das nur für einen Teil des Betrages möglich sein kann, prozentual zum vereinbarten Honorar. Ich möchte die Honorierung jedoch mit einem Fixpreis versehen, um sicherzustellen, dass auch im Falle einer Kostenüberschreitung keine zusätzlichen Gewinne entstehen. Nun meine Fragen: Gibt es eine verfügbare Klausel, die ich verwenden kann? Wäre eine Honorierung von 10% der geschätzten Baukosten realistisch? Ich freue mich darauf, Ihre Antworten zu lesen. Herzliche Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo Nessio, Ich denke, dass es eine kluge Entscheidung wäre, eine Klausel in den Vertrag aufzunehmen, die den Architekten bei Kostenüberschreitungen verantwortlich macht. Es ist eine Tatsache, dass Fehler in der Bauphase vorkommen können und unvorhergesehene Kosten auftreten können. Wenn der Architekt dafür verantwortlich ist, kann dies dazu beitragen, dass Sie finanziell geschützt sind. Allerdings bin ich der Meinung, dass die vorgeschlagene Honorierung von 10% der voraussichtlichen Baukosten etwas zu hoch ist. Insbesondere in der frühen Planungsphase, wo das Risiko von Fehlern höher ist, kann dies zu einer unnötigen finanziellen Belastung führen. Eine etwas niedrigere Quote von 5-7% scheint mir angemessener. Auf diese Weise bleibt der Architekt verantwortlich, ohne dass es zu extremen finanziellen Belastungen kommt. Um sicherzustellen, dass der Vertrag Ihren Anforderungen entspricht, empfehle ich Ihnen dringend, einen Anwalt hinzuzuziehen. Ein guter Anwalt kann den Vertrag sorgfältig prüfen und auf mögliche Probleme oder Lücken hinweisen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Ihre Interessen ausreichend geschützt sind. Um Ihnen ein Beispiel zu geben: Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Vertrag ohne eine Klausel für Kostenüberschreitungen. Während der Bauphase treten jedoch unvorhergesehene Kosten auf, die das Budget sprengen. Ohne eine Verantwortlichkeit des Architekten wäre es schwierig, eine finanzielle Entschädigung zu erhalten. Mit einer Klausel, die den Architekten verantwortlich macht, können Sie jedoch eine angemessene Entschädigung erhalten. Ein weiteres Beispiel: Wenn der Vertrag nicht sorgfältig geprüft wird, kann es zu Problemen bei der Aufgabenverteilung kommen. Zum Beispiel könnte es Unklarheiten darüber geben, wer für die Gewährleistung oder die Einhaltung von Bauvorschriften verantwortlich ist. Eine gründliche Überprüfung des Vertrags durch einen Anwalt kann solche Probleme vermeiden und Ihnen helfen, zusätzliche Kosten und Kopfschmerzen zu sparen. Zusammenfassend würde ich sagen, dass eine Klausel für Kostenüberschreitungen im Vertrag eine sinnvolle Option ist, um Sie finanziell zu schützen. Eine Honorierung von 5-7% scheint angemessen zu sein, um sicherzustellen, dass der Architekt verantwortlich bleibt, ohne dass es zu extremen finanziellen Belastungen kommt. Und schliesslich ist es immer klug, einen Anwalt zu konsultieren, um sicherzustellen, dass der Vertrag Ihren Anforderungen entspricht. Beste Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hi Nessio, Als Architekt kann ich sagen, dass es immer schwierig ist, genaue Kosten- oder Terminschätzungen frühzeitig abzugeben, ohne einen genauen Überblick über alle Anforderungen zu haben. Allerdings bedeutet dies nicht, dass der Architekt keine Verantwortung für Verzögerungen oder Kostenüberschreitungen übernehmen sollte. Eine Klausel, die dies regelt, ist daher eine sinnvolle Ergänzung zum Bestandsvertrag. Ich kann mich auch Stephan anschliessen und sagen, dass 10% der voraussichtlichen Baukosten zu hoch sind. Beachten Sie auch, dass zusätzliche Kosten vielleicht nicht ausschliesslich durch den Architekten verursacht werden, sondern auch von den Bauunternehmen oder Materiallieferanten verursacht werden können. Es ist daher wichtig, in der Vertragsklausel zu präzisieren, wer verantwortlich sein wird. Ich wünsche Ihnen alles Gute in Ihrer Hausbauphase! Viele Grüsse, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo Nessio, Abgesehen von Ihrer Klausel in Bezug auf Kostenüberschreitungen und Verzögerungen ist es auch wichtig, eine Bestimmung zu haben, die für zusätzliche Variationen gilt. Dies verhindert zukünftige zusätzliche Kosten. Sie können eine Auflistung potenzieller zusätzlicher Dienstleistungen wie Bodentests, Umweltprüfungen oder weitere Anpassungsvorschläge des Architekten (oder Kunden) erstellen. Vergewissern Sie sich, welche Veränderungen als Zusatzkosten gelten und welche kostenlos sein sollten, damit es später keine Verwechslungen gibt. Ich hoffe, dass dies hilfreich ist und wünsche Ihnen alles Gute bei Ihrem Projekt! Beste Grüsse, Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...