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nicola_padinatos

Finanzierung eines gemeinsamen Bauvorhabens

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Grüezi Zusammen,

Ich werde das Land meiner Eltern nutzen, um gemeinsam mit meinem Partner ein Haus darauf zu bauen. Da mein aktuelles Gehalt alleine jedoch nicht ausreicht, um die Baufinanzierung zu stemmen, benötige ich auch seine Unterschrift. Ich übernehme das Land als Eigenkapital, er beteiligt sich zur Hälfte an der Hypothekarzinszahlung.

Ich frage mich, wie eine mögliche Trennung das Bauvorhaben beeinflusst. Mein Partner argumentiert damit, dass er durch seine Finanzierung einen Teil des Landes zurückerwarten würde. Meine Überlegung ist jedoch, dass die Hypothekarzinszahlung letztendlich lediglich wie eine Miete angesehen werden kann, die er mir entrichtet. Schliesslich hat er bei der Bank lediglich für den Kredit unterschrieben. Wir denken auch darüber nach, dass er einen Anteil des Kaufpreises des Landes bezahlt und halten das schriftlich fest. Somit wäre es klar geregelt, dass ich ihn bei einer Trennung ausbezahle, wenn er einen bestimmten Betrag in das Projekt investiert hat.

Wie ist das Thema gesetzlich geregelt und wie geht ihr damit um?

Liebe Grüsse,

Nicola

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Hallo nicola_padinatos,

Ich verstehe deine Situation sehr gut und kann dir einige Empfehlungen geben, wie du in dieser Situation vorgehen kannst. Als ich in einer ähnlichen Situation war, machten meine Freundin und ich einige Vereinbarungen und haben alles schriftlich festgehalten. Unsere Vorgehensweise möchte ich dir gerne näherbringen:

  • Wir haben einen gemeinsamen Kaufvertrag aufgesetzt, um das Grundstück zu erwerben und die Eigentumsverhältnisse klar zu regeln. In diesem Vertrag wurde festgesetzt, dass wir beide Eigentümer des Grundstücks sind.
  • Wir haben unseren Anteil am Kaufpreis ebenfalls schriftlich festgelegt. Meine Freundin hat 60 % und ich 40 % des Kaufpreises bezahlt. Auf diese Weise ist klar, wer welchen Anteil am Grundstück besitzt und wer welchen Anteil des Kaufpreises bezahlt hat.
  • Da wir planten, auf dem Grundstück ein Haus zu bauen, haben wir dafür eine Finanzierung benötigt. Hierzu haben wir ebenfalls einen Vertrag aufgesetzt, in dem die Finanzierung des Baus geregelt wurde. Wir haben uns auf einen bestimmten Betrag als Gesamtkosten geeinigt und festgelegt, wie wir die Finanzierung aufteilen. Zum Beispiel haben wir uns darauf verständigt, dass jeder von uns die Hälfte der kosten trägt oder auch, dass ich 60% und meine Freundin 40% trägt, je nachdem, wie unsere finanziellen Möglichkeiten lagen.
  • Wir haben auch einen Vertrag aufgesetzt, in dem die Aufteilung des Grundstücks und des Hauses für den Fall einer Trennung geregelt wurde. Bei einer Trennung sollte das Haus verkauft werden und wir sollten unser Geld entsprechend unserer Beteiligung zurückerhalten. Hierbei war es uns wichtig, schon im Vorfeld eine klare Regelung zu treffen, damit im Falle einer Trennung keine unvorhersehbaren Überraschungen auf uns zukommen.
  • Zusätzlich haben wir uns auch auf Vertragsstrafen geeinigt, wenn einer von uns die Vereinbarungen nicht einhält. Beispielsweise haben wir eine Vertragsstrafe vereinbart, wenn einer von uns in Verzug gerät oder die Finanzierung nicht wie abgesprochen einhält.
  • Um auch bei Bedarf rechtlich abgesichert zu sein, haben wir uns auch an einen Anwalt gewandt, um die Verträge prüfen zu lassen und uns gegebenenfalls auch weitere Empfehlungen geben zu lassen. Denn im Zweifelsfall ist es auch immer sinnvoll, sich rechtlich beraten zu lassen.
  • Zudem haben wir uns darauf geeinigt, dass wir alle wichtigen Entscheidungen bezüglich des Grundstücks und Hauses gemeinsam treffen müssen, um Konflikte zu vermeiden und immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Ich hoffe, dass meine Erfahrungen und Empfehlungen dir weiterhelfen können, alles schriftlich festzuhalten und somit unsere Vereinbarungen in klare und geregelte Bahnen zu lenken. Somit wurde bei uns eine faire und transparente Regelung getroffen und im Falle einer Trennung gibt es keine unvorhersehbaren Überraschungen. Wenn du noch Fragen hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung.

Liebe Grüsse, Nessio

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Hi Nicola,

Ihr solltet euch vorab auch darüber im Klaren sein, wie ihr mit anfallenden Betriebskosten umgeht. Sind diese auch geteilt oder sollte einer von euch beiden dafür aufkommen? Wer sollte sich um Instandhaltungsarbeiten kümmern? Solche Fragen sind in einem schriftlichen Vertrag auch wichtig zu klären, um mögliche Schwierigkeiten später zu vermeiden.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurem Bauvorhaben!

Swiss.Stephan

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Hallo Zusammen,

Ich möchte nur kurz auf eine Frage eingehen, auf die bisher nicht eingegangen wurde: Wie wird das Land auf den Kredit angerechnet? Denn gemäss den neuen Bankenregeln ist nicht mehr einzig und allein das Einkommen oder Vermögen ausschlaggebend, sondern auch die Eigenleistung. Je höher diese ist, desto leichter wird der Kredit bewilligt.

Ich empfehle daher, dass ihr die Eigenleistung auf jeden Fall nachweist. Die schriftlichen Vereinbarungen müssen dann beim Notar hinterlegt und auch in das Grundbuch eingetragen werden. Dann sollte es bei einer Trennung später keine Probleme geben.

Viele Grüsse, FWinkler

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