nicola_padinatos Geschrieben May 31, 2023 Melden Share Geschrieben May 31, 2023 Guten Tag zusammen, Ich beschäftige mich derzeit mit dem Kauf einer Immobile und habe Fragen zur Finanzierung. Ich habe gehört, dass man mindestens 20% Eigenkapital (EK) benötigt, um eine Immobilie zu erwerben. Was passiert, wenn ich weniger als 20% EK habe oder diesen Betrag nicht aufbringen kann? Die Bank verlangt Sicherheiten und hat das Recht, die Immobilie als Pfand zu nehmen, wenn ich die Schulden nicht zurückzahlen kann. Aber ist das nur bei Eigenheimkäufen der Fall, oder gilt das auch für den Kauf einer vermieteten Wohnung? Ich freue mich über eure Antworten. Freundliche Grüsse, Nicola Padinatos Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 31, 2023 Melden Share Geschrieben May 31, 2023 Salut Nicola Padinatos, Es ist allgemein bekannt, dass eine gewisse Eigenkapitalquote bei Banken gängige Praxis ist. Diese liegt oft bei 20%. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, bei denen eine niedrigere EK-Quote akzeptiert wird. Ich selbst habe schon Immobilienkäufe mit nur 15% EK oder sogar weniger realisiert Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine niedrigere EK-Quote mit höheren Zinsen und ungünstigeren Kreditbedingungen einhergeht. In der Regel gilt: Je höher die EK-Quote, desto besser die Bedingungen. Trotzdem ist es keine zwingende Voraussetzung, 20% EK aufzubringen. In einigen Fällen kann es auch mit weniger klappen. Ein Beispiel: Eine Wohnung kostet 650.000 CHF. Wenn du lediglich 15% EK finanzierst, bedeutet das eine Summe von 97.500 CHF. Es gibt Banken, die Immobilienkäufe mit nur 10% EK finanzieren, allerdings nur unter bestimmten Umständen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die monatlichen Raten höher ausfallen, aufgrund der höheren Zinsen. Ein weiteres Beispiel wäre, wenn du eine Wohnung für einen Preis von 400.000 CHF erwerben möchtest. Wenn du 20% EK aufbringst, wären das 80.000 CHF. Die restlichen 320.000 CHF würden aus einem Kredit finanziert werden. Bei einer Zinsrate von 1.5% und einer Laufzeit von 25 Jahren würden monatliche Raten von 1.274 CHF fällig. Wenn du jedoch nur 15% EK aufbringst, wären das 60.000 CHF und der Kreditbetrag würde sich auf 340.000 CHF erhöhen. Mit einer Zinsrate von 1.6% und einer Laufzeit von 25 Jahren würden die monatlichen Raten auf 1.354 CHF steigen. Natürlich sind dies nur Beispiele und es kann immer Ausnahmen geben. Jeder Fall sollte individuell betrachtet werden. Es ist empfehlenswert, sich von einem Experten beraten zu lassen und verschiedene Angebote sorgfältig zu prüfen, bevor man sich für eine Finanzierung entscheidet. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Freundliche Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 31, 2023 Melden Share Geschrieben May 31, 2023 Hallo Nicola, Der Prozentsatz des Eigenkapitals variiert je nach Bank und Art des Immobilienkaufs. Insgesamt gilt: Je mehr Eigenkapital, desto besser dein Finanzierungsspielraum. Wenn du ein Haus oder eine Wohnung kaufst und vermietest, geltest du bei Banken oft als risikofreudiger als beispielsweise bei Kauf eines Eigenheims. Einige Banken bevorzugen es, bei einer Anschlussfinanzierung ihren Kunden zunächst eine höhere Eigenkapitalrate abzuverlangen. Bist du jedoch seit einigen Jahren treuer Kunde, so kann es Passieren, dass du auch ohne entsprechende Quote einen lukrativen Zinssatz erhältst. Wenn du also weniger als 20% Eigenkapital hast, solltest du nicht direkt abschrecken oder den Kauf aufgeben, sondern verschiedene Angebote einholen und Zinsen vergleichen. Und natürlich solltest du dir bewusst sein, dass bei geringerem Eigenkapitalbetrag die Abzahlungsraten und der Zinssatz höher ausfallen können. Liebe Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 31, 2023 Melden Share Geschrieben May 31, 2023 Hallo zusammen, Eine weitere mögliche Option für den Kauf einer Immobilie besteht darin, einen Privatkredit aufzunehmen, bei dem das Haus oder die Wohnung als Sicherheit dient. Diese Art des Kredits trägt etwas höhere Zinsen als traditionelle Bankkredite, hat aber den Vorteil, dass es keine Mindesteigenkapitalquoten gibt. Allerdings solltest du auch dabei bedenken, dass es Risiken birgt, kein EK zu haben oder zu sparen, da man sich immer finanziell übernimmt. Freundliche Grüsse, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...