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FWinkler

Hypothekenbeschaffung bei Hausbau: Einschätzungen und Optionen

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Gemeinsam mit meinem Partner wollte ich ursprünglich 2011 ein Haus bauen, doch dann ergab sich die Chance, in unserer gewünschten Region ein Grundstück zu kaufen. Jetzt überlegen wir, ob wir unser Bauprojekt ein Jahr vorziehen sollten.

Zu unserer finanziellen Situation: Wir sind ein unverheiratetes Paar Mitte 20 und haben ein Gesamteinkommen von ca. 200.000 CHF. Das Eigenkapital beläuft sich auf ca. 250.000 CHF, inklusive Vorbezug der 2. Säule. Wir würden gerne ein Einfamilienhaus bauen, das mit dem Grundstück etwa 1,3 bis 1,4 Mio. CHF kosten würde. 20 % Eigenkapital könnten wir aufbringen, allerdings wäre die Tragbarkeit für das benötigte Fremdkapital (< 30 %) nicht gegeben.

Ich frage mich, ob folgende Faktoren bei der Hypothekenbeschaffung eine Rolle spielen:

  • zusätzlich eingeplantes Sparpotential bis zum Einzug von etwa 80.000 CHF
  • eine zugesicherte Lohnerhöhung für meinen Partner, voraussichtlich um 10.000 CHF jährlich
  • Elternübernahme von 1500 CHF/Monat an Hypothekarkosten

Wäre eine Fremdfinanzierung, mit oben genannten Eckpunkten, denn realistisch? Mit einer Festhypothek über 10 Jahre (zu ca. 3 %) könnte man es zumindest 10 Jahre aushalten, und ich könnte auch den Kredit alleine tilgen, sollte ich allein für das Haus aufkommen müssen. So hätte ich auch Zeit, weiterhin Geld anzusparen und die Hypothek zu verkleinern. Und bis in 10 Jahren wird sich die Einkommenssituation voraussichtlich noch einmal verbessern.

Spielen derartige Überlegungen für die Bank bei der Hypothekenvergabe eine Rolle?

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Hi FWinkler,

Da ihr ein Gesamteinkommen von 200.000 CHF habt, denke ich, dass ihr sicherlich eine gute Chance habt, für euer Bauprojekt eine Finanzierung zu erhalten. Natürlich sind dabei auch eure Rücklagen und euer Vorhaben, noch Geld zu sparen, massgeblich.

Wenn ihr euer Eigenkapital erhöht, minimiert ihr damit auch die Zinskosten. Als Beispiel nehmen wir an, dass ihr eine Wohnung für 1 Mio. CHF kaufen möchtet und 20 % Eigenkapital aufbringen könnt. In diesem Fall wären das 200.000 CHF. Der Zinssatz für eine Festhypothek liegt im Moment bei etwa 1,6 %. Wenn ihr 20 % Eigenkapital habt, sodass ihr nur noch 800.000 CHF finanzieren müsst, betragen die monatlichen Zinskosten etwa 4000 CHF.

Es gibt jedoch noch andere Faktoren, die bei der Auswahl des Kredits berücksichtigt werden sollten. Zum Beispiel gibt es verschiedene Arten von Krediten wie die Festhypothek, die Libor-Hypothek, die variable Hypothek und die Kombi-Hypothek. Jede Art von Kredit hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Bei der Festhypothek ist der Zinssatz während der gesamten Laufzeit des Kredits fest. Die Libor-Hypothek hat hingegen einen variablen Zinssatz, der sich an den Libor-Satz bindet. Die variable Hypothek hat die niedrigsten Zinsen, ist jedoch auch am risikoreichsten. Die Kombi-Hypothek kombiniert unterschiedliche Kreditarten und bietet zudem die Möglichkeit zur Steuerersparnis.

Eine weitere wichtige Überlegung ist die Wahl des Hypothekargebers. Es gibt viele Banken und andere Finanzinstitute, die Hypothekendarlehen anbieten. Es ist wichtig, die Angebote sorgfältig zu vergleichen und auch die Bedingungen der Kreditgeber zu studieren, um sicherzustellen, dass ihr das beste Angebot bekommt. Stellt sicher, dass ihr alle von ihnen verlangten Dokumente und Unterlagen sorgfältig durchlest und bereitstellt, um den Kreditprozess zu beschleunigen.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass ihr sicherlich eine gute Chance habt, eine Finanzierung für euer Bauprojekt zu erhalten, aber es ist wichtig, die verschiedenen Optionen sorgfältig zu prüfen, um das beste Angebot zu erhalten. Ausserdem ist es ratsam, weiterhin Geld zu sparen und euer Eigenkapital zu erhöhen, um die Zinskosten zu minimieren und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Finanzierung zu erhöhen.

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Grüsse an die Runde,

Ich stimme Nessio zu, dass ihr euch verschiedene Angebote ansehen solltet, um zu vergleichen und zu sehen, welches für euch am besten geeignet ist. Wenn ihr euer Eigenkapital aufstockt, dann verringert ihr wohl die Zinskosten für die Hypothek. Aber auch wenn ihr das Eigenkapital nicht erhöhen könnt, denke ich, dass es eine gute Möglichkeit ist, eine höhere Hypothek aufzunehmen, indem ihr eine längere Laufzeit wählt und sie möglichst frühzeitig zurückzahlt. Ausserdem würde ich prüfen, ob das St. Galler KB-Jugendprogramm euch eine Option bietet. Ein Ehepaar, das bis 35 Jahre alt ist, kann bis zu CHF 600.000 gegen eine Mehrzinsgebühr finanzieren. Wenn keine Kinder vorhanden sind, kann auch bis 40 Jahren teilgenommen werden. Das ist eine Möglichkeit für einen höheren Kredit bei geringeren Zinskosten und ihr könntet auch mehr Geld sparen.

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Hallo an alle,

Ich bin auf eine Sache in deinem Post gestossen, FWinkler, die mir Sorgen bereitet - eine Hypothekenverpflichtung mit vielleicht nur einem Gehalt zu bedienen. Ihr erwähnt, dass Sie - falls es zu Nachwuchs kommen würde - in zehn Jahren freiwillig beschliessen könnten, nur auf einem Gehalt zu arbeiten, damit Sie die Hypothekenkonformität aufrechterhalten könnten. Es ist gut zu planen, aber ich denke, es ist auch gut, sich dessen bewusst zu sein, dass die Herausforderungen und Unwägbarkeiten, insbesondere mit Kindern, manchmal schwierig zu managen sind. Aber zumindest habt ihr euch gut auf die finanzielle Seite vorbereitet.

In unserem Fall haben wir eine lange Laufzeit (25 Jahre) für unsere Hypothek gewählt, um sicherzustellen, dass wir uns auch in schwierigen Zeiten keine Sorgen um die Finanzen machen müssen. Wir haben auch eine ‚notfallkonforme Lebenshaltungskostenreserve‘, eine Sicherheitsmassnahme, um unerwartete Ausgaben zu decken. Ich hoffe, das hilft und ich wünsche alles Gute für den Hausbau!

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