FWinkler Geschrieben June 2, 2023 Melden Share Geschrieben June 2, 2023 Hallo zusammen, Ich hätte mal eine Frage an alle, die im Bereich Eigenheimfinanzierung fit sind. Meine Zinsbindung für ein Darlehen in Höhe von CHF 150'000 endet am 30.1.2020. Derzeitige Restdarlehenshöhe beträgt CHF 140'000. Aufgrund der aktuellen Zinslage möchte ich gerne eine Anschlussfinanzierung beantragen. Momentan habe ich mir folgendes überlegt: Zinsbindung von 5 oder 10 Jahren ab dem 30.1.2020 Maximale monatliche Rate von CHF 900 Möglichst hohe Anfangstilgung 5% Sondertilgung pro Jahr Aufteilung des Darlehens in zwei Teile oder nicht? Ich frage mich nun: Würdet ihr eine Aufteilung empfehlen? Und wenn ja, wie sähe eine sinnvolle Gewichtung aus? Soll ich bei derselben Bank bleiben oder auf verschiedene Banken verteilen? Welche Bank könnt ihr empfehlen? Was passiert im Falle eines Todes, einer Scheidung oder eines Umzuges ins Ausland? Wie flexibel sollte die Finanzierung sein? Macht es Sinn, eine Forwarddarlehen abzuschliessen? Ich würde mich sehr über eure Tipps und Empfehlungen freuen. Herzlichen Dank im Voraus. Liebe Grüsse, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben June 2, 2023 Melden Share Geschrieben June 2, 2023 Hallo, FWinkler! Ich habe deine Überlegungen zur Anschlussfinanzierung sorgfältig durchdacht und möchte dir vorschlagen, den Betrag in zwei Teile aufzuteilen. Der erste Teil könnte zwischen CHF 100'000 und CHF 110'000 liegen und eine höhere Verzinsung haben, je nachdem, ob du dich für eine Laufzeit von 5 oder 10 Jahren entscheidest. Dies würde mit höheren monatlichen Raten einhergehen. Der zweite Teil könnte zwischen CHF 30'000 und CHF 40'000 liegen, und eine variable Verzinsung haben, um von möglichen Zinssenkungen profitieren zu können. Eine kürzere Zinsbindung würde auch bedeuten, dass du flexibler auf sich ändernde Zinssätze reagieren kannst. Warum diese Aufteilung sinnvoll ist, lässt sich anhand eines Beispiels veranschaulichen: Angenommen, du finanzierst insgesamt 140'000 CHF, mit einer hypothetischen Aufteilung von 100'000 CHF und 40'000 CHF auf zwei Kredite. Wenn du dich für eine lange Laufzeit mit hoher Verzinsung entscheidest, zahlst du höhere Zinsen, aber dein Kredit wird sich schneller zurückzahlen lassen. Auf der anderen Seite könntest du für den zweiten Teil eine variable Verzinsung wählen und von sinkenden Zinssätzen profitieren. Und wenn du dich für verschiedene Banken entscheidest, um beide Teile zu finanzieren, riskierst du weniger und erhältst möglicherweise bessere Verhandlungskonditionen. Beachte jedoch, dass sich die zusätzliche Arbeit mit verschiedenen Banken auf deine Bearbeitungsgebühren auswirken kann. Es könnte auch einige Zeit dauern, um alle Kreditverträge aufzusetzen, und du musst sicherstellen, dass du die monatlichen Raten für beide Zahlungen leisten kannst. Stelle sicher, dass du alles gründlich mit deinem Finanzberater diskutierst und den besten Finanzplan für deine Bedürfnisse und dein Budget findest. Ich hoffe, diese Informationen sind nützlich. Wenn du weitere Fragen hast, melde dich gerne. Liebe Grüsse, Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben June 2, 2023 Melden Share Geschrieben June 2, 2023 Hallo, FWinkler, Hinsichtlich der Wahl der Bank würde ich dir empfehlen zu vergleichen. Obwohl derzeit die beiden grössten Banken der Schweiz (Credit Suisse oder UBS) ihre Angebote drastisch gesenkt haben, kann es durchaus sinnvoll sein, auch Angebote von anderen Banken wie Raiffeisen oder Zürcher Kantonalbank einzuholen und auf dieser Basis zu verhandeln. Das halte ich für flexibler und sicherer. Bezüglich deiner Frage nach der Flexibilität der Finanzierung: Im Allgemeinen bieten die Banken hier recht entgegenkommende Regelungen an, zum Beispiel in Form von Stundungen, Tilgungsfreijahren oder Sondertilgungen. Hierbei gibt es allerdings oft Einschränkungen und unterschiedliche Konditionen auf dem Markt. Deshalb solltest du sorgfältig abwägen, welche Bedingungen dir am meisten entgegenkommen und auch darauf achten, dass die Gegenrechnung der Bank hinsichtlich der Verzinsung nicht negativ ausfällt. Beste Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben June 2, 2023 Melden Share Geschrieben June 2, 2023 Lieber FWinkler, Zu deiner Frage bezüglich Forwarddarlehen würde ich grundsätzlich sagen, dass diese Art der Finanzierung durchaus Sinn macht, wenn du in absehbarer Zeit eine höhere Zinsbelastung erwartest. Jedoch solltest du sorgfältig kalkulieren, ob das in deinem konkreten Fall auch tatsächlich zutrifft, denn für ein Forward-Darlehen zahlst du in der Regel einen höheren Aufschlag auf den Darlehenszins, um dich gegen einen zukünftigen Zinsanstieg abzusichern. Im Endeffekt muss sich das natürlich auch rechnen. Zu deiner Frage bezüglich der Flexibilität der Finanzierung kann ich sagen, dass es in der Tat eine wichtige Rolle spielt, welche Klauseln im Vertrag vereinbart sind. Nicht nur bei den Bedingungen und Konditionen sind klare Absprachen empfehlenswert, sondern auch bei deiner generellen Bonität. Wichtig ist hier auch, dass die Bank dir flexible Rückzahlungsmodalitäten in Krisenzeiten oder Arbeitslosigkeit zulässt und diese frühzeitig und ohne grosse Kosten vereinbart werden können. Ich persönlich würde mir die Angebote mehrerer Banken einholen und diese miteinander vergleichen, bevor ich mich dazu entscheide. Zudem solltest du auch unbedingt prüfen, was im Falle eines Verkaufs der Immobilie geschieht und welche Vertragsbedingungen dann noch gelten. Herzliche Grüsse, Swiss.Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...