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Nessio

Kamininstallation in Minergie- oder Passivhäusern

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Hoi zäme,

ich habe ein Minergiehaus und möchte gerne einen Schwedenofen installieren. Da ich nicht möchte, dass Wärme verloren geht, möchte ich möglichst wissen, wie man einen Schwedenofen richtig anschliesst. Ich weiss, dass man im Passivhaus keinen Schornstein installieren sollte. Jedoch gibt es einige Anbieter, die extra Schornsteine für Passivhäuser entwickelt haben. Doch ist dieses Angebot wirklich überzeugend?

Hat jemand Erfahrung mit einem Edelstahlkamin ("zweischalig mit 43mm Isolation") ausserhalb des Gebäudes? Wäre das eine bessere Option?

Hat jemand eine Idee, wie die Kamininstallation in einem Minergie- oder Passivhaus technisch richtig gelöst werden kann?

Danke im Voraus!

Liebe Grüsse,

Nessio

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Hey Nessio,

Grundsätzlich muss bei der Installation eines Kamins die Art des Hauses berücksichtigt werden. Für moderne Minergie- oder Passivhäuser gilt in der Regel, dass eine Dämmung notwendig ist, um einen optimalen Wärmeschutz zu gewährleisten. Die Wahl des passenden Kamins hängt also massgeblich vom Typ des Hauses ab.

Wenn du planst, einen wasserführenden Kaminofen in deinem Passivhaus zu installieren, ist es wichtig, dass du einen qualifizierten Ofenbauer beauftragst. Der Ofenbauer sollte nicht nur Erfahrung im Kaminbau haben, sondern auch zertifiziert sein, um sicherzustellen, dass die Installation den geltenden Vorschriften und Standards entspricht.

In unserem Passivhaus haben wir vor kurzem einen wasserführenden Kaminofen installieren lassen. Die Installation wurde von einem zertifizierten Ofenbauer durchgeführt, der Erfahrung mit Passivhäusern hatte. Der Kamin wurde mit einem doppelwandigen Edelstahlrohr versehen, welches durch das Dach gezogen wurde. Der Schornstein wurde am Ende des Rohres im Freien angebracht, wie es beim Kaminbau üblich ist.

Unser Kaminofen stammt von dem Hersteller Klöpperboden Edelstahl Design. Das Unternehmen bietet eine technische Beratung sowie eine Vorort-Begehung durch ihren zertifizierten Händler vor Installation des Ofens an und übernimmt Garantiehaftungen von 10 Jahren. Sehr zu empfehlen!

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Installation eines Kamins in einem Passivhaus ein komplexes Unterfangen ist und immer von einem zertifizierten Experten durchgeführt werden sollte. Wenn du dich für einen wasserführenden Kaminofen entscheidest, ist Klöpperboden Edelstahl Design eine gute Wahl.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Liebe Grüsse,

Nicola Padinatos

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Hallo Nessio,

ich denke, die Frage ist berechtigt. Das Lösungskonzept in der Planungsphase eines Passivhauses ist schematisch in der Vermeidung von Kühllasten zu finden.

Jedoch sollte es grundsätzlich möglich sein, einen Schwedenofen in dein Minergiehaus zu integrieren. Ein Edelstahlkamin ist tatsächlich eine Option, die du in Betracht ziehen solltest.

Grundsätzlich empfehle ich dir aber, die Entscheidung nicht nur anhand des Preis- oder Komfort-Kriteriums zu treffen, sondern auch anhand des Umweltfaktors. Überlege dir eventuell den Kauf eines Pelletofens. Ein Pelletofen ist ein Holzofen, der speziell für die Verbrennung von Pellets ausgelegt ist. Pellets sind Presslinge aus Stroh oder Holzabfällen, die wiederum aus einem nachwachsenden Rohstoff gewonnen werden. Also ist das eine klimafreundliche Lösung. Zudem sind die Pellets in der Schweiz mit rund 350 CHF pro Tonne sehr preiswert. Ein Pelletofen verursacht pro Jahr Emissionswerte von lediglich 0,1 Gramm pro Kilowattstunde. Zudem wird bei der Verbrennung nur soviel CO2 freigesetzt, wie der Baum im Wachstum aufgenommen hat.

Ich hoffe, dass ich dir zur Entscheidungsfindung beitragen konnte.

Beste Grüsse,

FWinkler

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Lieber Nessio,

Ich finde es toll, dass du so umweltbewusst denkst und dabei bleibst. Beim Thema Kamininstallation in Minergie- oder Passivhäusern kann ich dir ein paar Vorteile eines wasserführenden Kamins nennen. Ein wasserführender Kaminofen kann nämlich nicht nur heizen, sondern auch das Brauchwasser aufheizen und sogar in das Heizsystem integriert werden.

Damit kann dein Kaminofen einen Grossteil deines Hauses erwärmen. Somit sparst du nicht nur Geld in der laufenden Heizperiode, sondern nutzt auch den Holzverbrauch effektiver. Falls es bei euch im Haus eine Solaranlage gibt, kann deine Warmwasserbereitung durch den wasserführenden Ofen unterstützt werden.

Die restliche Wärme wird in den Wasserkreislauf abgeführt und kann im notwendigen Bedarf für gezielt erzeugte Heizung genutzt werden.

Zum Thema Kamininstallation kann jedoch nur ein Fachmann eine rechtskräftige Aussage treffen. Lass dich am besten von einem Passivhaus-Kaminofen-Zertifizierten Fachhändler beraten, wie bereits von nicola_padinatos erwähnt wurde.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Kommentar helfen konnte.

Liebe Grüsse,

Stephan

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