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Swiss.Stephan

Optimierung von Erdsonden für Wärmepumpen

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Hallo zusammen,

Ich lese mich momentan in das Thema Erdwärmepumpen ein, da wir unsere alte Elektrospeicherheizung durch eine Sole/Wasser-Wärmepumpe ersetzen möchten. Dabei bin ich auf die Seite erdsondenoptimierung.ch gestossen und habe dort etwas Interessantes zum Thema Sondenfluid, Hinterfüllmaterial und Bohrtiefe gefunden.

Laut der Seite ist es möglich, den Wirkungsgrad der Wärmepumpe zu erhöhen, indem man reines Wasser als Sondenfluid verwendet und dafür 

  • 30% tiefer als die Auslegung bohrt
  • thermisch verbessertes Hinterfüllmaterial wählt.

Ich würde gerne wissen, ob Jemand von euch Erfahrung damit hat oder gar diesen Weg für die Optimierung eigener Erdsonden gewählt hat? Die Wärmepumpen-Anbieter raten oft davon ab, vermutlich, um kein Risiko einzugehen. Allerdings würde es mich interessieren, wieviel Wirkungsgrad man dadurch gewinnen kann und was man dafür bezahlt.

Eine Heizungsbauer hat mir das Frostschutzmittel ANTITOX GEO empfohlen. Kennt es jemand von euch und, noch wichtiger, ist es zu empfehlen?

Liebe Grüsse,

Swiss.Stephan

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Sehr geehrter Swiss.Stephan,

seit einiger Zeit beschäftigt sich mein Bruder mit dem Gedanken, eine Wärmepumpe mit reinem Wasser als Sondenfluid zu betreiben. Allerdings hat er sich dagegen entschieden, da der Vorteil von etwas mehr Wirkungsgrad nicht alle Nachteile aufwiegt. Wenn im Winter ein grosser Wärmebedarf besteht und die Temperatur im Erdreich zu stark abgesenkt wird, kann es unter Umständen zu Problemen kommen.

Es gibt allerdings auch andere Möglichkeiten, wie beispielsweise das Mischen von Wasser mit Glykol. Dieses Frostschutzmittel wird regelmässig von Heizungsbauern empfohlen, da es bei einem Frostschutzpunkt von ca. -20°C durch das Leitungssystem zirkulieren kann, ohne eine Blockade zu verursachen.

Doch welche Nachteile hat das Sondenfluid mit Glykol? Zunächst einmal kann es sein, dass die Wärmeübertragung etwas schlechter ist als bei der Verwendung von reinem Wasser. Ausserdem ist Glykol nicht gerade umweltfreundlich, da es zumindest in kleineren Mengen giftig ist und nicht unbedingt in das Grundwasser gelangen sollte.

Daher wäre es möglicherweise sinnvoll, über eine andere Möglichkeit nachzudenken. Wie wäre es zum Beispiel mit der Verwendung von Kohlenstoffdioxid (CO2) als Sondenfluid? Dieses Gas hat den Vorteil, dass es sowohl umweltfreundlich als auch sehr gut verfügbar ist. Während die Installation etwas aufwendiger sein kann als bei einer Glykol-Lösung, lohnt sich der Einsatz von CO2 langfristig auf jeden Fall.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es kein pauschales Urteil darüber gibt, welches Sondenfluid das beste ist. Es hängt immer von den individuellen Bedingungen ab, wie zum Beispiel der Wärmebedarf, die Bodenbeschaffenheit und die Umweltverträglichkeit. Daher empfehle ich Ihnen, gemeinsam mit Ihrem Heizungsbauer alle Möglichkeiten sorgfältig zu prüfen und dann die beste Entscheidung zu treffen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen damit weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen alles Gute bei der Installation Ihrer Wärmepumpe.

Beste Grüsse,

Nessio

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Hallo Stephan,

ich habe meine Erdsonden auch mit Wassergemisch befüllen lassen und bin sehr zufrieden damit. Ich kann zwar nicht direkt einen Vergleich zum alten Gemisch ziehen, aber ich hatte bei der bisherigen Heizung unter der Erde noch nie einen Temperaturabfall festgestellt. Wie weit man allerdings hier tiefer bohren muss, kann ich dir leider nicht sagen.

Zum Frostschutzmittel ANTITOX GEO kann ich dir leider nichts sagen.

Grüsse,

Nicola Padinatos

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Hallo Swiss.Stephan,

Ich wollte einen Kommentar zu einem additiven Frostschutzmittel wie ANTITOX GEO abgeben. Solche Mittel scheinen sehr ungebräuchlich in der Schweiz zu sein, wenn nicht sogar illegal, da ein solches Mittel die Umweltgegebenheiten des Bodens negativ beeinflussen kann. 

Es ist auch erwähnenswert, dass solche Mittel den Vorteil von Wärmepumpen reduzieren und es in jedem Fall bessere Lösungen gibt, um den Boden oder das Sondenfluid in der Wärmepumpe vor Frost zu schützen. Beispielsweise könnten Sie über Elektrowiderstandsheizungen in der Wärmepumpe oder eine Überdimensionierung der Wärmepumpe nachdenken. 

Viele Grüsse,FWinkler

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