FWinkler Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Grüezi miteinand! Ich bin gerade dabei, das Heizungskonzept meines neuen freistehenden EFHs zu planen. Ursprünglich hatte ich eine Luft/Wasser WP im Auge, bis mir mein PV-Bauer eine innovative Idee vorgeschlagen hat. Anstatt eine LWWP zu installieren, würde ich die gesamte Dachfläche mit einer Photovoltaik-Anlage bestücken und in meinem Keller einen 300-Liter-Boiler mit integrierter LWWP aufstellen. Das System würde auch einen zweiten, grösseren Speicher im Keller umfassen, der durch die Energieerzeugung des Solarmoduls aufgeladen würde. Ich frage, ob das Konzept realisierbar ist und wie es im Winter funktionieren würde, insbesondere wenn es tagelang keine Sonne gibt. Was denkt ihr darüber? Ich finde das ein interessantes Konzept. Wie wäre es mit der Wartung eines solchen Systems? Mit welchen Kosten müsste man rechnen? Würde es ausreichen, eine alternative Heizungsquelle zu haben, falls die Sonne tagelang nicht scheint? Ich würde gerne mehr darüber erfahren. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Ich habe in einem Kommentar die Vor- und Nachteile von Photovoltaik- und LWWP-Systemen für die Energieeffizienz eines Hauses angesprochen. Eine PV-Anlage hat normalerweise eine Lebensdauer von etwa 25 bis 30 Jahren und benötigt im Vergleich zu einer LWWP weniger Wartung. Eine LWWP hingegen muss regelmässig gewartet werden, um sicherzustellen, dass sie effizient arbeitet. In ihrem Kommentar schlägt Nicola vor, dass es hilfreich sein kann, mit Experten zu sprechen, um herauszufinden, welche Option für dein Haus am besten geeignet ist. Es gibt viele Faktoren zu berücksichtigen, einschliesslich der Grösse des Hauses, der Lage und der Klimabedingungen. Eine weitere Möglichkeit, die Leistung eines neuen Systems zu bewerten, besteht darin, eine Simulation durchzuführen. Ein Energieberatungsunternehmen kann ein solches „Szenario“ erstellen, das Heizkosten und Kohlenstoffemissionen unter Verwendung von einer LWWP und einem Photovoltaik-Boiler vergleicht. Eine Simulation kann auch helfen, die Heizleistung des neuen Systems zu berechnen. Das heisst, wie gut das System in der Lage ist, das Haus während der Wintermonate warm zu halten. Die Grösse und Leistungsfähigkeit des Systems sind entscheidend für ein optimales Heizergebnis. Durch eine Simulation kann man herausfinden, welche Grösse des Systems erforderlich ist, um ein Haus effizient zu heizen. Ein weiterer Faktor bei der Wahl zwischen einer LWWP und einer PV-Anlage ist die Verfügbarkeit von Sonnenenergie vor Ort. Wenn es an deinem Standort wenig Sonnenlicht gibt, könnte eine LWWP eine bessere Wahl sein, da sie weniger von der Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen abhängt. Letztendlich hängt die richtige Wahl des Systems von einer Vielzahl von Faktoren ab, einschliesslich des Budgets, der Verfügbarkeit von Ressourcen und lokalen Codes und Vorschriften. Ein Energieberater kann helfen, diese Faktoren zu berücksichtigen und die beste Option für dein Zuhause zu finden. Deine Entscheidung für ein bestimmtes System kann sich langfristig auf deine Heizkosten und dein Kohlenstoff-Fussabdruck auswirken, so dass es wichtig ist, die richtige Wahl zu treffen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Ich stimme Nicola Padinatos zu, dass eine Simulation durchgeführt werden sollte, um sicherzustellen, dass das neue System die Wärmeanforderungen deines Hauses erfüllen kann. Eine weitere Überlegung könnte sein, ob es sinnvoll ist, ein Solarmodul für alleinige Heizzwecke zu verwenden. Wenn du mehrere Solarmodule installierst, könnte dies deinen gesamten Energiebedarf decken, einschliesslich Heizung, Kühlung und Beleuchtung. Zusätzlich könnte es sinnvoll sein, kaltwasserbetriebene Heizungen in Betracht zu ziehen. Eine beispielsweise sehr effiziente Lösung wäre, dass du überschüssige Sonnenenergie nutzt, um Wasser in einem Tank zu erhitzen, welches dann durch das Heiz- und Kühlsystem deines Hauses zirkuliert. Das gleiche System könnte im Sommer auch als Kühlanlage genutzt werden, wobei kühles Wasser durch die Anlage fliesst, um Überhitzung zu verhindern. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Zusätzlich zu der Frage, welche Option optimal für den Wärmebedarf von FWinklers Haus ist, würde ich mich fragen, welche Art von Batteriespeicher für die Photovoltaik-Anlage benötigt wird. Du hast erwähnt, dass der Stromverkauf wenig rentabel ist, also wäre es sinnvoll, überschüssigen Strom für die spätere Verwendung zu speichern. In meinem Haus in den Bergen verwende ich eine Lithium-Ionen-Batterie, die mit meinem Photovoltaik-System arbeitet. Es ist eine grossartige Lösung, da ich den nicht benötigten Strom direkt in Batterien speichern und später verwenden kann. Allerdings würde die Technologie von der Grösse deines Hauses und vom Stromverbrauch abhängen, denn du brauchst genügend Kapazität, um den Energiebedarf zu decken. Auch wenn es eine Investition ist, sehe ich das als einen wichtigen Schritt, um die volle Kontrolle über meine Energiebedürfnisse zu haben. Ein weiterer Vorteil ist die Elektrizitätsversorgung während eines Stromausfalls. Zwar kann es schwierig sein, die Gesamtkosten der Investition abzuschätzen, aber ich denke, es wäre lohnenswert, diese Option in Betracht zu ziehen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...