Swiss.Stephan Geschrieben June 21, 2023 Melden Share Geschrieben June 21, 2023 Ich frage mich, ob ich den besten Temperaturbereich auf meinem Wärmepumpensystem eingestellt habe. Mein System beinhaltet eine L/W Wärmepumpe, die einen Speicher befüllt, der sowohl für Heizwasser als auch Brauchwasser verwendet wird. Die Wärmepumpe ist rücklaufgesteuert, während die FBH vorlaufgesteuert ist. Aktuell ist der Rücklaufbereich der Wärmepumpe auf -20°/32° und der Vorlaufbereich auf der FBH auf -20°/32° eingestellt. Das bedeutet, dass der Speicher etwa 3° wärmeres Wasser enthält, als es für den FBH-Vorlauf notwendig wäre. In einem anderen Thread habe ich eine Einstellung von -20°/42° als Speicher-Solltemperatur gesehen. Dadurch taktet die Wärmepumpe natürlich seltener, aber ich vermute, dass sie dabei mit einem schlechteren Wirkungsgrad läuft. Gibt es in diesem Zusammenhang bestimmte Best Practices? Liebe Freunde, habt ihr Empfehlungen oder Massnahmen, die ich in Erwägung ziehen sollte? Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe! Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben June 21, 2023 Melden Share Geschrieben June 21, 2023 Wärmepumpen sind eine energiesparende Heiztechnologie, die in vielen Haushalten in der Schweiz weit verbreitet ist. Eine Einstellung, die immer wieder von Experten empfohlen wird, ist die Temperatursteuerung. Die Temperatureinstellungen der Wärmepumpe sind sehr wichtig, um die Effizienz der Heizung zu optimieren. Es ist daher sinnvoll, dass man sich etwas intensiver mit diesem Thema befasst. Bei zu hoher Temperatur am Vorlauf kann es zu Luftblasen und damit verbundenem erhöhten Druckabfall in der Wärmepumpe kommen. Dies ist unerwünscht, da es den Wirkungsgrad der Wärmepumpe beeinflussen und früher oder später dazu führen kann, dass Reparaturen erforderlich werden. Zudem ist es auch ungünstig für den Nutzer, da Heizen mit zu hohen Temperaturen höhere Kosten bei der Wärmenutzung verursacht. Umgekehrt sind niedrigere Temperaturen effizienter, doch bedeutet dies auch, dass es länger dauert, bis das Haus warm ist. Die Heizungsumwälzpumpen laufen dafür länger, was auch niedrigere Betriebskosten bedeutet. Aber wie soll man nun die optimale Temperatur einstellen? Eine Massnahme wäre, den Speicher bei einer niedrigeren Temperatur (wie zum Beispiel -20°/40°) bereitzustellen, anstatt bei -20°/32°. Das könnte dazu beitragen, die Effizienz des Systems zu erhöhen. Ein weiterer Vorschlag wäre die Kalibrierung der Raumtemperatur und der Vorlauftemperatur, um die Effizienz des Systems weiter zu verbessern. Um dies besser zu verstehen, kann man ein Beispiel nehmen: Jemand lebt in einem Einfamilienhaus mit ca. 140 m² Wohnfläche, in dem eine Wärmepumpe zur Beheizung verwendet wird. Im Winter werden die Heizkörper auf eine Raumtemperatur von 21°C eingestellt. Um seine Energiekosten zu senken, passt der Bewohner die Temperatur des Warmwasserspeichers bei der Wärmepumpe an und senkt sie von 35°C auf 30°C. Dadurch wird der Wirkungsgrad der Wärmepumpe verbessert und die Betriebskosten von 1500 CHF auf 1400 CHF reduziert. Insgesamt lässt sich festhalten, dass Temperatureinstellungen eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, die Effizienz der Wärmepumpe zu optimieren. Brandschutz-Experten empfehlen daher, sich mit diesem Thema zu befassen, um die Heizkosten zu reduzieren und die Lebensdauer der Wärmepumpe zu erhöhen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben June 21, 2023 Melden Share Geschrieben June 21, 2023 Swiss.Stephan, um die Effizienz deines Heizungssystem zu steigern, empfehle ich dir, die Einstellungen an deine konkrete Wohnumgebung anzupassen. Insbesondere ist es wichtig, die Wärmeverteilung von Boden, Decke und Wänden effektiv zu koordinieren. Bei meiner Anlage rutsche ich mit der Einstellung auf -20°/32° in den roten Bereich des Leistungsdiagramms meiner Wärmepumpe. Ich musste also vorsichtig sein, dies nicht zu überschreiten, indem ich den Vorlauf auf höchstens 27°C eingestellt habe. Die Wärmespreizung wäre 24°C bei einer Temperatur von 7°C und 31°C bei einer Temperatur von 0°C. Mit diesen Einstellungen spare ich etwa 1000 CHF jährlich an Betriebskosten und die Wärmepumpe entspricht immer noch den Effizienz-Anforderungen von EPEE. Probiere es aus! Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben June 21, 2023 Melden Share Geschrieben June 21, 2023 Hi Stephan, ich kann dir sagen, dass bei der Auswahl eines Effizienzheizsystems die Grösse der Wärmepumpe ein entscheidender Faktor ist. Meine Erfahrung ist, dass ein grösserer Wärmetauscher wesentlich effizienter arbeitet als ein kleinerer. Hierdurch wird die Betriebszeit der Heizung verkürzt. Weiterhin sind die Temperaturen der Wärmepumpe in einigen Fällen gestört, um eine optimale Effizienz zu erzielen. Das beste Wärmepumpensystem ist nicht das mit dem grössten Wärmetauscher, sondern das, das so konzipiert ist, dass es für dein Zuhause optimal funktioniert. Jedes Haus hat seine Eigenheiten und deshalb gibt es auch nicht die eine perfekte Temperatur, die für alle gilt. Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass auch die Feuchtigkeit in der Wohnumgebung sehr wohl eine Rolle spielt. Bei zu hohen Einstellungen könnte es eine Feuchtigkeitsansammlung im Raum geben und das ist nicht nur unangenehm, sondern auch eine potenzielle Gefahr für deine Gesundheit. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...