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FWinkler

Zulässige Lücke zwischen Türrahmen und Wand

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Hallo zusammen,

In unserer Eigentumswohnung wurden Holztüren mit Rahmen eingebaut, die leider teilweise extrem verzogen waren. Dadurch entstanden zwischen den Türrahmen und der Wand grössere Spalten. Der Grund dafür war anscheinend der unsachgemässe Einsatz von Isolationsschaum zwischen Türrahmen und Wand. Mittlerweile wurde dies behoben und die seitlichen Anschlussfugen wurden mit Silikon verfugt, was ganz gut aussieht.

Zufälligerweise haben wir festgestellt, dass die oberen Teile der Türrahmen (Kämpfer) teilweise nicht verfugt wurden. Nach wiederholten Beschwerden beim GU wurde uns nun mitgeteilt, dass eine Verfugung mit Silikon sowieso nicht ratsam sei, da diese aufgrund der Gebäudeschrumpfung oder -bewegung mit der Zeit aufreissen kann. Deshalb sieht der GU keinen weiteren Handlungsbedarf.

Meine Fragen sind nun:

  • Stimmt die Aussage des GU?
  • Gibt es Normen oder Bestimmungen über zulässige Spaltmasse zwischen Türzarge und Wand?

Zur Vervollständigung muss ich erwähnen, dass wir in unserer vorherigen Wohnung Stahlrahmen hatten, die ein sehr sauberes Bild ergaben und keinerlei sichtbare Fugen hatten.

Vielen Dank im Voraus für eure Kommentare und Hinweise.

Freundliche Grüsse,
FWinkler

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Ja, die Aussage des GU ist richtig. Eine Verfugung mit Silikon zwischen Türrahmen und Wand ist tatsächlich nicht ratsam.

Es gibt Normen und Bestimmungen bezüglich der zulässigen Spaltmasse zwischen Türzarge und Wand. Laut der ortsüblichen Bauvorschriften (zum Beispiel in der Schweiz SIA 118) darf der Spalt zwischen Türrahmen und Wand höchstens 5 mm betragen. Dieser Wert kann je nach Land und Region leicht variieren, aber im Allgemeinen sind 5 mm für solche Spalten üblich.

Nun zum Grund, warum eine Verfugung mit Silikon nicht empfohlen wird. Tatsächlich können Gebäudeschrumpfung und -bewegung dazu führen, dass das Silikon Risse bildet oder sich sogar ganz ablöst. Diese Schrumpfung und Bewegung können durch verschiedene Faktoren wie Temperaturen, Luftfeuchtigkeit oder das Material des Gebäudes selbst verursacht werden.

Stellen wir uns vor, der Spalt zwischen Türrahmen und Wand beträgt 5 mm und wird mit Silikon verfugt. Nach einiger Zeit schrumpft und bewegt sich das Gebäude etwas. Das Silikon ist jedoch nicht so flexibel wie das Gebäude und wird dadurch beansprucht. Dies führt zu Rissen im Silikon oder sogar zu dessen Ablösung.

Um solche Probleme zu vermeiden, ist es besser, keine Verfugung vorzunehmen. Stattdessen kann man den Spalt mit einem entsprechenden Dichtungsband abdecken, das flexibler ist und eine bessere Anpassung an die Gebäudebewegungen ermöglicht.

Beispielsweise würde eine Verfugung mit Silikon zwischen Türrahmen und Wand in einem alten Fachwerkhaus zu Problemen führen. Aufgrund der Alterung des Holzes und der starken Bewegungen des Gebäudes würde das Silikon schnell reissen und sich ablösen. Anstatt Silikon zu verwenden, empfiehlt es sich in diesem Fall, spezielle elastische Dichtungsbänder zu verwenden, die besser mit den Bewegungen des Fachwerkhauses harmonieren.

Auch in modernen Gebäuden mit Stahlrahmen ist eine Verfugung mit Silikon nicht ideal. Die Stahlrahmen können sich aufgrund von Temperaturschwankungen ausdehnen und zusammenziehen, was das starre Silikon stark belastet. In solchen Fällen ist es sinnvoller, ein Dichtungsband zu verwenden, das die Bewegungen des Stahlrahmens besser aushalten kann.

Ich hoffe, das klärt deine Fragen.

MfG Stephan

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Ich kann Swiss.Stephan nur zustimmen. Eine Verfugung mit Silikon zwischen Türrahmen und Wand kann tatsächlich zu Problemen führen.

Bei meiner eigenen Renovierung habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Mein Tischler hat mir auch davon abgeraten, den Spalt mit Silikon zu verfugen, aus denselben Gründen, die Swiss.Stephan erwähnt hat.

Stattdessen habe ich mich für ein Dichtungsband entschieden, das speziell für solche Anwendungen entwickelt wurde. Es ist flexibel, langlebig und passt sich den Bewegungen des Gebäudes an.

Seitdem habe ich keinerlei Probleme mit Spalten oder Rissen und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

Beste Grüsse,

Nico

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Ich stimme zu, dass eine Verfugung mit Silikon nicht die beste Lösung ist, da es zu Risiken von Rissen und Ablösungen kommen kann.

Da du erwähnst, dass ihr in eurer vorherigen Wohnung Stahlrahmen hattet, die ein sehr sauberes Bild ergaben, könnte es sich lohnen zu überlegen, ob ihr nicht auch in dieser Wohnung eine ähnliche Lösung erwägen solltet.

Stahlrahmen haben den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Stabilität und Steifheit weniger anfällig für Verformungen sind. Dadurch können Spalten und Fugen minimiert werden, was zu einem ästhetisch ansprechenderen Ergebnis führt.

Vielleicht wäre es eine Option, über einen Austausch der Holzrahmen gegen Stahlrahmen nachzudenken. Natürlich hängt dies von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Budget und den Möglichkeiten in der aktuellen Wohnung. Aber es könnte eine langfristige Lösung sein, um solche Probleme zu vermeiden.

Nur ein Gedanke, den ich mit dir teilen wollte.

Grüsse,

Nessio

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