Nessio Geschrieben April 24, 2023 Melden Share Geschrieben April 24, 2023 Hallo zusammen, Auf unserer Baustelle sind wir auf Blaulehm gestossen, der eine Split-Geröllader eingeschlossen hat, wo auch etwas Wasser austritt. Es ist ausgerechnet an der Stelle, wo das Haus später stehen wird. Wir haben eine sehr kleine Hanglage, und momentan kommt nicht viel Wasser aus dem Loch, aber es hat auch lange nicht mehr geregnet. (Ich habe ein Foto von dem Aushub hinzugefügt.) Der Architekt hat uns nun 2 Möglichkeiten aufgezeigt: Die Kellerwand ist aus 25cm wasserdichtem Beton mit Schwarzanstrich und Noppenfolie. Alle Anschlüsse in der Kellerwand werden mit speziellen wasserdichten Muffen ausgeführt. Lichtschächte werden mit Überlaufschutz ausgeführt. Der Architekt meinte, es sei die kostengünstigste Variante, da es ohnehin so geplant und offeriert wurde, aber es besteht immer ein kleines Risiko im Bereich der Bodenplatte und Kellerwand. Sickerleitung um das Haus herum bis zum Auffangschacht. Im Schacht ist eine Überlaufpumpe, die das Wasser hoch zum Sickerschacht pumpen soll. Es ist eine Anforderung der Gemeinde, aber es gibt auch einen Meteorwasserschacht auf der Parzelle, der das Dachwasser auffängt und bis zum nächsten Bach wegleitet. Ich bin mir nicht sicher, wie das zusammenpasst: ein Sickerschacht braucht man doch normalerweise, um das Wasser auf der Parzelle versickern zu lassen, während eine Sickerleitung dazu dient, das Wasser nicht versickern zu lassen, oder? Was haltet Ihr von der Variante 1? Selbst wenn alles dicht sein sollte, bleibt immer das Risiko, dass in 5-15 Jahren Feuchtigkeit im Keller auftritt. Ich muss auch beachten, dass wir eine Untergrabung für ein Zimmer im Keller haben, damit mehr Licht hereinkommt. Was muss man da beachten? Strömt das aufstauende Wasser nicht irgendwann durch das Fenster? Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben April 24, 2023 Melden Share Geschrieben April 24, 2023 Hallo Nessio, Ich verstehe, dass du besorgt bist, wie du dein Haus vor Hochwasser schützen kannst. Ich hatte auch ähnliche Sorgen, als ich mein Haus baute. Nachdem ich einige Forschung betrieben und einige Fachleute konsultiert hatte, entschied ich mich für Variante 1. Meine Kellerwand besteht aus einer 20 cm dicken wasserundurchlässigen Schicht sowie einer Noppenfolie. Dadurch wird das Wasser aufgehalten und weicht nicht durch die Wand. Ich habe auch dafür gesorgt, dass meine Lichtschächte mit Überlaufschutz gebaut wurden, um sicherzustellen, dass das Wasser nicht in den Keller gelangen kann. Wenn es darum geht, genug Licht in den Keller zu bekommen, habe ich mich entschieden, die Fenster sehr hoch anzubringen. Dadurch kann ich Tageslicht erhalten, ohne dass das Risiko eines Wassereintritts besteht. Eine weitere Sicherheitsmassnahme, die ich ergriffen habe, war der Bau einer Drainage um mein Haus herum. Hierfür habe ich mit Hilfe von Experten eine Entwässerungsanlage gebaut, um das Wasser von der Fundamentplatte, der Bodenplatte und dem Keller wegzuleiten. Dadurch wird auch das Wasser, das durch Regen in den Boden einsickert, kontrolliert abgeleitet. Beim Bau der Drainage achtete ich darauf, dass sie optimal ausgerichtet ist. So konnte ich sicherstellen, dass das Wasser von meinem Haus und von meinem Grundstück wegfliessen kann. Das verhindert Schäden an meiner Immobilie, an meinem Rasen und an meinen Pflanzen. Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinen Erfahrungen weiterhelfen. Wenn Du weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung. FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben April 24, 2023 Melden Share Geschrieben April 24, 2023 Hallo Nessio, Ich würde Variante 1 bevorzugen, gerade weil es während des Baus immer zu unvorhergesehenen Problemen kommen kann, auf die wir nicht vorbereitet sind. Dadurch, dass der Beton wasserdicht ist und die Kellerwand gut abgedichtet ist, solltest du in Zukunft keine Probleme haben. Wir haben auf unserem Grundstück auch eine ähnliche Situation. Wir haben uns entschieden, einen Sickerschacht bauen zu lassen, um das Wasser kontrolliert zu entsorgen und es nicht direkt in den Boden einsickern zu lassen. Das ist wichtig, um eine mögliche Überflutung zu verhindern, die das Fundament schwächen könnten. Hoffentlich hilft das weiter! nicola_padinatos Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben April 24, 2023 Melden Share Geschrieben April 24, 2023 Hallo Nessio, Ich kann verstehen, warum du dich über die Sickerschacht-Sickerleitungs-Problematik wunderst. Ich denke, das Hauptproblem ist, dass es schwierig ist, die Feuchtigkeit vom Regenwasser und die Feuchtigkeit vom Sickerwasser zu trennen. In deiner Situation würde ich mich mit der Gemeinde in Verbindung setzen, um ihre Beweggründe und Anforderungen sowohl für den Sickerschacht als auch für den Meteorwasserschacht zu verstehen. Wenn sie beide verlangen, dass das Wasser auf die gleiche Weise abfliesst, kann es durchaus sinnvoll sein, dass du eine Sickerleitung um das Haus herum installierst, die bei Bedarf das Wasser zum Sickerschacht befördert. Was denkst du? Wäre es eine gute Idee, mit den Ämtern in Kontakt zu treten? Swiss.Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...