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Wie definiert man die Wohnfläche einer Eigentumswohnung?

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Ich besitze eine 4,5 Zimmer Eigentumswohnung mit einem grossen Estrich, welcher direkt von der Wohnung aus zu begehen ist.

Der Estrich hat nur ein kleines Standard Dachfenster/Luke, das ich gegen ein grösseres Dachfenster ersetzen und gegebenenfalls ein weiteres einbauen möchte. Bei meinem Kauf hatte ich die Verwaltung darauf hingewiesen. Diese erklärte mir jedoch, dass dies nicht möglich sei, da mit einem Fenster der Estrich zu Wohnfläche mutieren würde.

Daraufhin stellt sich die Frage, was Nichtwohnfläche genau ist und welche Definition es dafür gibt. Wer bestimmt darüber, wie viel Wohnfläche ein Objekt haben darf?

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Die Verwaltung hat im Grunde genommen recht. Sobald ein Raum eine gewisse Anforderung an Stehhöhe und Quadratmeterzahl erfüllt, wird er in den meisten Fällen als Wohnfläche definiert.

Das bedeutet, dass wenn ein Estrich hohe Decken und genug Platz aufweist, um als Wohnraum genutzt zu werden, er als solcher angesehen wird - auch wenn er tatsächlich nur als Stauraum genutzt wird. Denn es sind nicht nur tatsächlich genutzte Räume, sondern auch potentiell nutzbare Räume, die zur Wohnfläche zählen.

Eine konkrete Anforderung ist dabei, dass Räume mindestens 2,30m hoch sind. Dazu zählt auch der Estrichraum, sofern er sich in einem bewohnbaren Zustand befindet und diese Anforderung erfüllt. Zusätzlich muss jeder Raum über ein Fenster, eine Tür oder eine andere Belüftungsmöglichkeit verfügen. Auch die Grösse des Raumes spielt eine Rolle, denn es muss genügend Platz vorhanden sein, um als Wohnraum genutzt werden zu können.

Beispiel: Eine Wohnung hat eine Wohnfläche von insgesamt 80m². Davon sind 60m² tatsächlich genutzte Fläche, die restlichen 20m² sind jedoch der Estrichraum. Dieser Raum erfüllt jedoch die Anforderungen an Stehhöhe und Grösse und wird deshalb als Wohnfläche gezählt. In diesem Fall würde die Wohnfläche der Wohnung insgesamt 80m² betragen.

Es kann jedoch auch vorkommen, dass die maximale Grösse der Wohnfläche bereits ausgeschöpft ist. Denn jede Baugenehmigung beinhaltet eine bestimmte Grenze an Wohnfläche, die nicht überschritten werden darf. In diesem Fall kann es passieren, dass ein Raum, der eigentlich genutzt werden könnte, nicht als Wohnfläche angesehen wird, da er die maximale Wohnfläche überschreiten würde.

Fazit: Die Definition von Wohnfläche ist sehr genau geregelt und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auch scheinbar ungenutzte Räume wie ein Estrich können zur Wohnfläche zählen, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Daher ist es wichtig, sich vor dem Ausbau eines solchen Raumes genau zu informieren, ob er als Wohnraum gezählt wird oder nicht.

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Ich möchte noch einen Aspekt ergänzen.

Ein weiterer Grund, warum die Verwaltung nicht begeistert ist, besteht darin, dass der Umbau des Estrichs zusätzliche Kosten und Aufwand mit sich bringt. Sie müssten alle Verteiler und Abflüsse im Haus neu anlegen, um die Ansprüche an die Wohnfläche zu erfüllen.

Das kann erheblichen finanziellen und logistischen Aufwand bedeuten. 

Stephan

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