Jump to content
Nessio

Verdichtetes Bauen: Politik blockiert sich selbst

Recommended Posts

Hallo zusammen,

Ich habe in letzter Zeit immer wieder bemerkt, wie Politiker für verdichtetes Bauen plädieren und eine bessere Nutzung von Baulandreserven fordern, jedoch selbst Massnahmen ergreifen, um dies zu blockieren. Eine Forderung, die leicht auszusprechen, aber schwieriger umzusetzen scheint.

Ich finde es ein bisschen ironisch, dass keiner dieser Politiker bedenkt, dass anstelle eines Einfamilienhauses auf einem 6a-Gelände auch zwei grosszügige Doppelhaushälften gebaut werden können. Dies würde ein weiteres Haus in dicht besiedelten Gebieten ermöglichen und somit den Bedarf an Wohnraum decken. Natürlich gibt es Instrumente wie die Ausnützungsziffer, die von der Politik eingeführt wurden, aber diese scheinen eher selten genutzt zu werden. Ich denke, es geht hierbei nicht um Grenzabstände oder Maximalhöhen, sondern um die Einschränkungen tüchtiger Bauherren, die dafür sorgen, dass die limitierten Ressourcen des Nachbarn geschützt bleiben.

In der Politik wird viel geredet, aber wenig wird tatsächlich in die Tat umgesetzt. Einige scheinen lieber gegen Häuslebauer zu kämpfen, die scheinbar alles zupflastern, statt echte Veränderungen umzusetzen. Wenn jemand wirklich etwas bewegen möchte, könnte er sich stattdessen für die Abschaffung der Ausnützungsziffer auf Schweizer Ebene einsetzen. Das Blockieren von kleinen Wohnungen inmitten von Einfamilienhaus Quartieren kann auch anders verhindert werden, z.B. indem man in einigen Zonen nur maximal 3 oder 4 Wohnungseinheiten pro Parzelle zulässt.

Herzliche Grüsse,
Nessio

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich bin absolut einverstanden mit dir, Nessio. Ich habe ähnliche Probleme in meiner Umgebung beobachtet. Politiker fördern verdichtetes Bauen, aber gleichzeitig tragen sie dazu bei, den Prozess zu erschweren. Es ist frustrierend, dass sie keine Lösungen anbieten und das Problem nur verschärfen.

Eine weitere Situation, in der dieses Problem sichtbar wird, ist in meiner Region, wo wir viele leerstehende Gebäude haben, die in Wohnungen umgewandelt werden könnten. Doch die Eigentümer dieser Gebäude scheinen Schwierigkeiten zu haben, diese effektiv umzunutzen.

Ich denke, wir müssen uns um kreative Lösungen bemühen. Eine Möglichkeit wäre, Privatpersonen und Gemeinden zusammenzubringen, um diese leerstehenden Gebäude gemeinsam zu nutzen und umzubauen, um den Wohnraumbedarf zu decken. Und wenn wir das tun, könnten wir den Druck auf den knappen Grundstücksmarkt mildern und für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation schaffen.

Ein Beispiel für eine solche Kooperation ist das Projekt "Baugruppenmodell". Hier schliessen sich mehrere Familien zusammen, um gemeinsam ein Haus zu bauen und zu bewohnen. Dadurch können sie die Kosten senken, die Planung effektiver gestalten und den Wohnraumbedarf in ihrer Region decken.

Ein weiteres Beispiel ist das Projekt "Mietergenossenschaften". Hier mieten die Mitglieder einer Genossenschaft gemeinsam Gebäude und bestimmen selbst, wie sie genutzt werden sollen. Dadurch können sie Kosten sparen und den Wohnraumbedarf decken.

Diese Art von Kooperationen ist besonders wichtig für Städte und Gemeinden, die unter hoher Wohnraumnachfrage und steigenden Preisen leiden, wie zum Beispiel Wien. Hier gibt es bereits viele erfolgreiche Projekte wie "SchwarzLichtViertel" und "Seestadt Aspern". Diese zeigen, dass Zusammenarbeit und Kreativität der Schlüssel zu erfolgreicher städtischer Entwicklung sind.

Zusätzlich könnte die Regierung Anreize schaffen, um das Thema nachhaltiges Bauen zu fördern. Wenn wir den Fokus auf erneuerbare Energien und Ressourcenverschwendung richten, können wir nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch Kosten sparen und den Wohnraumbedarf decken.

Insgesamt müssen wir uns auf innovative und kooperative Lösungen konzentrieren, um den Wohnraumbedarf zu decken und die städtische Entwicklung nachhaltiger zu gestalten. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen ist jeder Einzelne gefragt.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Unverbindlich Handwerker Offerten einholen

Hallo Nessio, ich stimme deinem Post auch zu. In meinem vertrauten Umfeld hat sich die Stadt selbst zum Ziel gesetzt, neue Wohnungen zu bauen, aber es wurde bisher nicht viel erreicht. Es ist erfrischend zu hören, dass diese Diskussion auch auf nationaler Ebene geführt wird, auch wenn es leider keine konkreten Lösungen gibt. Erschwerend hinzu kommt, dass sich oftmals Bürgerinitiativen formieren, um innovative Bauprojekte zu verhindern, indem sie Argumente wie "zu hohe Dichte" oder "mangelnde Sonne" anführen.

Dabei bekommt man den Eindruck, dass viele der lokalen und nationalen Politiker eine Chance verpasst haben, die Überzeugungskraft dieser Bürgerinitiativen zu verdienstvollen Siedlungsprojekten zu nutzen. Das führt dazu, dass der Mehrwert solcher Projekte oft übersehen wird.
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Nessio,

Ich finde es sehr interessant, was du hier schreibst. Während ich in deiner Argumentation mit dir übereinstimme, denke ich, dass die Politiker auch die Augen vor einem anderen Problem verschliessen: Die Preisentwicklung im Immobiliensektor.

In letzter Zeit sind die Immobilienpreise massiv angestiegen, ein Trend, der sich voraussichtlich auch in der Zukunft fortsetzen wird. Dies öffnet internationalen Projektentwicklern Tür und Tor, die sich massiv an dem Schweizer Wohnungsmarkt bedienen. Das führt dazu, dass sich die Mieten verteuern und viele junge Menschen sich das Leben in Grossstädten nicht mehr leisten können. Aus diesem Grund denke ich, dass ein Schwerpunkt darauf liegen sollte, wie man den Zugang zu erschwinglichem Wohnraum für alle sicherstellt, ohne die gesamte Branche zu beeinträchtigen.
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Unverbindlich Handwerker Offerten einholen

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Lädt...


×
×
  • Neu erstellen...