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Swiss.Stephan

Minergie-zertifizierte Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses aus dem Jahr 1873

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Hallo zusammen,

nachdem ich hier schon eine Weile mitgelesen und auch schon die ein oder andere spezifische Frage gestellt habe, möchte ich uns und unser Sanierungsprojekt vorstellen. Wir sind ein Paar in unseren Dreissigern und haben das grosse Glück, dass sich mir als Urenkelin vor 90 Jahren die Gelegenheit bot, das Haus meiner Urgrossmutter in unserer Stadt zu erwerben. Unser Haus ist denkmalgeschützt und hat bestimmt schon bessere Zeiten gesehen. In jedem Zimmer gibt es einen anderen Linoleumboden, die Küche stammt aus den 60ern, die Fenster sind aus den 80ern und das Badezimmer hat ein Schimmelproblem. Daher war von Anfang an klar, dass es ein grösseres Projekt wird, und wir uns keine halben Sachen erlauben können.

Unser Ziel war es von Anfang an, unser Haus energetisch auf den neuesten Stand zu bringen und den Wohnraum um einen Anbau und einen Windfang zu erweitern. Da das Haus und der Garten denkmalgeschützt sind, haben wir uns mit der Denkmalschutzbehörde abstimmen müssen, was dank geltender Schutzverordnungen etwas einfacher war als erwartet. Wir sind nun stolze Besitzer einer provisorischen Minergie-Zertifizierung und sind auf dem besten Weg, das Haus auf den höchsten Minergie-Standard zu bringen, der für uns möglich ist.

Die Fenstergewände werden mit XPS gedämmt, das Haus mit Steinwolle und Aerogel isoliert, und wir werden eine Wärmepumpe einbauen, die durch thermische Sonnenkollektoren gespeist wird. Zur Wärme- und Luftverteilung setzen wir eine Mischung aus Decken- und Fussbodenheizung ein und nutzen Climeo-Systeme für die Belüftung. Für meinen Partner war bei der Planung des Innenausbaus wichtig, dass wir trotz Schallschutz und Heizverteilsystem so viel Raumhöhe wie möglich behalten. Daher haben wir uns entschieden, einige Räume bis auf die Balkenlage rückzubauen. Auch im Hinblick auf die Gestaltung der Wände gibt es noch einige Entscheidungen zu treffen, und wir suchen immer noch nach einer kosteneffizienten Möglichkeit, um eine Wandgestaltung zu erreichen, die uns gefällt und gleichzeitig die Wände gegen Verschleiss schützt.

Wir haben mit der Planung im August 2019 und mit dem Rückbau im Mai 2020 begonnen und hoffen, im März 2022 einzuziehen.

Liebe Grüsse,

Stephan

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Lieber Stephan,

ich bin wirklich beeindruckt von eurem Bauprojekt. Es ist nicht einfach, ein Haus von Grund auf zu sanieren und gleichzeitig alle Anforderungen und Einsparungen zu erfüllen, die man sich als Hausbesitzer wünscht. Wir haben unser eigenes Haus vor zwei Jahren saniert und ich weiss, dass es eine grosse Herausforderung ist, alles zu koordinieren und abzustimmen. Ich finde es grossartig, dass ihr auch viel Wert auf Energieeffizienz legt.

Es ist wichtig, dass wir alle unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten und ein energieeffizientes Zuhause kann eine Menge positive Auswirkungen haben. Zum einen spart ihr auf lange Sicht damit eine Menge Geld, da ihr weniger Heizenergie verbraucht. Zum anderen tragt ihr aber auch dazu bei, den CO2-Ausstoss zu reduzieren.

Da ihr euch gerade mit der Wandgestaltung beschäftigt, möchte ich euch einen Tipp geben. Kalkputz ist eine tolle Alternative zu Abrieb oder anderen Wandbeschichtungen. Er ist kostengünstiger als Abrieb im Vergleich zum Grundputz, sieht gut aus und ist langlebig. Wir haben uns für Tadelakt entschieden, was eine ähnliche Alternative ist. Es ist zwar teurer, aber das Ergebnis ist atemberaubend und wir sind sehr zufrieden damit.

Also nochmal herzlichen Glückwunsch zu eurem Bauprojekt und weiterhin viel Erfolg.

Herzliche Grüsse,

Nicola

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Hey Stephan,

Ich finde euer Sanierungsprojekt super spannend – ich habe selber vielleicht in ein paar Jahren vor, ein altes Haus zu sanieren, und bin daher sehr an eurem Vorgehen und euren Entscheidungsfindungen interessiert.

Ich kaufe derzeit meinen Go-toer Geschirrspülmittel in Kartons, die ohne Plastik auskommen. Das ist zwar nicht direkt relevant für euer Bauvorhaben, aber ich habe mir irgendwie überlegt, dass bei so vielen Bauprojekten die Menge an Hausmüll schon enorm sein muss. Was für Massnahmen habt ihr getroffen, um Müll zu reduzieren? Vielleicht kann ich mir da ein paar Anregungen holen.

Beste Grüsse,

Nessio

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Hi Stephan,

ich bin kein Architekt und habe auch keinen Erfahrungsschatz in Sachen sanitärer Systeme, aber ich bin in ein paar Zeitschriften auf sogenannte "Grauwassernutzung" gestossen, was ich sehr interessant finde. Da eure Heizung ja mit Wasser arbeitet, habt ihr ja sowieso ein System, um Wasser zu verteilen. Vielleicht könntet ihr einen separaten Tank oder ein System einrichten, um das Grauwasser von Waschbecken oder Dusche aufzufangen und damit das Klo zu spülen? Evtl. wäre das ja eine weitere Massnahme, um Ressourcen zu sparen und euer Haus noch nachhaltiger zu machen.

Ganz liebe Grüsse,

FWinkler

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