nicola_padinatos Geschrieben May 20, 2023 Melden Share Geschrieben May 20, 2023 Hallo zusammen, Meine Frau und ich planen bald mit unserem Hausbau zu beginnen. Wir haben uns mit meinen Eltern über die Kosten für das Bauland geeinigt. Um Steuern zu vermeiden, haben sich meine Eltern für eine Schenkung entschieden. Dies gefällt allerdings meinen vier Schwestern nicht. Zur Lage des Baulandes: Das Bauland hat eine Gesamtfläche von 2600m2. Der erste Teil enthält 1500m2, einschliesslich einem ehemaligen Bauernhaus mit Scheune, 2 Tennen, Stahl und Heuraum. Der zweite Teil umfasst 1100m2. Jetzt wird Teil 1 geteilt und 900m2 bleiben bei meinen Eltern, 600m2 gehen an uns. Wie viel sollten wir nun pro m2 zahlen? Laut einem Schätzer in unserer Region ist das ein frei wählbarer Betrag. Die 600m2 liegen an einer Hauptstrasse und seitlich an einer Nebenquartierstrasse. Wir müssen einen Teil der Scheune (2. Tene und Heuraum) abreissen und den Rest des Gebäudes gegen den Wind schützen. Es sind Anpassungsarbeiten zwischen Alt und Neu zu erwarten. Für die angrenzenden Garagen, die auf den 900m2 des Eltern-Teils stehen werden, gibt es eine Überfahrtstrasse und einen Vorplatz, ca. 100-120m2, die nicht nur von uns benutzbar sind. Welche Überlegungen sollen in Kauf genommen werden? Und welchen Betrag gilt es pro m2 zu zahlen? Wir haben von Anfang an eine Lösung angestrebt, welche für alle gerecht sein soll. Sobald wir einige Antworten haben, werden wir die Meinung des Schätzers und der Amtsschreiberei einholen. Freue mich auf eure Hilfe. Viele Grüsse, Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 20, 2023 Melden Share Geschrieben May 20, 2023 Beim Kauf von Bauland müssen neben dem Kaufpreis auch die Erschliessungskosten berücksichtigt werden. Diese Kosten umfassen den Anschluss an das öffentliche Strassennetz, das Kanalnetz sowie die Leitungen für Strom, Wasser und Gas. Um die Tragweite der Erschliessungskosten zu verdeutlichen, möchte ich an dieser Stelle ein Beispiel anführen. Angenommen, ein Grundstück kostet 50.000 CHF. Doch um es nutzen zu können, müssen noch 20.000 CHF für die Erschliessungskosten investiert werden. In diesem Fall wäre der tatsächliche Kaufpreis des Grundstücks nicht 50.000 CHF, sondern 70.000 CHF. Es ist also wichtig, diese Kosten im Vorfeld genau abzuklären, um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Die Erschliessungskosten variieren von Region zu Region und hängen auch davon ab, in welchem Umfang Infrastrukturmassnahmen seitens der Gemeinde bereits vorhanden sind. So kann es beispielsweise sein, dass in einem Neubaugebiet bereits Gas- und Wasserleitungen verlegt sind, während in einem älteren Wohngebiet nur Strom- und Kanalleitungen vorhanden sind. In diesem Fall können die Erschliessungskosten in einem Neubaugebiet niedriger ausfallen als in einem älteren Wohngebiet. Um die Erschliessungskosten eines Grundstücks zu ermitteln, sollten verschiedene Faktoren beachtet werden. Dazu gehören unter anderem die Lage des Grundstücks, die Art der Bebauung sowie die Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz. Auch besondere Anforderungen, wie beispielsweise der Anschluss an ein Abwasserpumpwerk, können zu höheren Erschliessungskosten führen. Es ist ratsam, sich im Vorfeld gründlich über die Erschliessungskosten zu informieren und diese in die Gesamtkosten eines Bauprojekts mit einzubeziehen. So kann man realistische Preise festlegen und später unangenehme Überraschungen vermeiden. In meinem eigenen Fall hatte ich etwas Glück, denn die Erschliessungskosten waren bereits im Kaufpreis des Grundstücks enthalten. Dennoch war es wichtig, sich im Vorfeld darüber zu informieren und keine Annahmen zu treffen, um später nicht enttäuscht zu werden. Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beispiel verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Erschliessungskosten beim Kauf von Bauland im Blick zu behalten. Viele Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 20, 2023 Melden Share Geschrieben May 20, 2023 Ich habe kürzlich ein Haus mit einer ähnlichen Wohnfläche von 600m2 in demselben Gebiet gekauft und würde auf jeden Fall nicht mehr als CHF 200 pro m2 ausgeben. Das ist meiner Meinung nach ein fairer Preis. Aber wenn deine vier Schwestern mit der Schenkung der Eltern nicht einverstanden sind, sollten sie eine Alternative vorschlagen, anstatt dich unter Druck zu setzen. Schliesslich hat deine Familie die Forderungen der Schwestern berücksichtigt, damit ihr das Grundstück gemeinsam nutzen könnt. Grüsse, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 20, 2023 Melden Share Geschrieben May 20, 2023 Wenn Sie das Grundstück mit Ihren Eltern gemeinsam besitzen möchten, wäre es wohl am besten, eine Grundstücksgemeinschaft zu gründen. Hierbei werden die Kosten und die Nutzung des Grundstücks für alle gleichberechtigte Mitglieder festgelegt. Eine Grundstücksgemeinschaft ist eine gute Option, um den gemeinsamen Besitz aufzuteilen und Besitzstreitigkeiten in Zukunft zu vermeiden. Ich hoffe, dass dieser Vorschlag für euch von Nutzen ist. Beste Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...