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Nessio

Vorgehensweise beim Kauf von Bauland in der Schweiz

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Guten Tag zusammen,

Nächste Woche steht möglicherweise der Kauf von Bauland für mich an. Mir schwebt vor, das Land zuerst mit meinen eigenen Mitteln vollständig (rund CHF 200'000) zu bezahlen. Allerdings würde das bedeuten, dass meine Ersparnisse (Spar- und Kontokorrentkonten, Wohnsparplan) stark verringert wären.

Meine Überlegung ist, das Bauland zu kaufen, bevor es ein anderer tut, und dann in aller Ruhe Architekten und Fertighausanbieter zu kontaktieren und Angebote einzuholen.

Meine Bank hat mir mitgeteilt, dass ich meine 3. Säule-Guthaben nicht zur Finanzierung von Bauland verwenden darf, wenn ich nicht gleichzeitig ein Haus darauf baue. Ich finde das ein bisschen unflexibel von der Bank. Sie versucht mir jetzt eine kleine Hypothek anzudrehen. Allerdings möchte ich unabhängig von Banken bleiben und das Land vollständig bezahlen. Bezüglich des Wohnsparplans meinten sie, dass ich innerhalb eines Jahres bauen müsste, um steuerliche Nachteile zu vermeiden.

Was meint ihr zu meinem Plan, das Land zuerst komplett zu bezahlen? Die Steuern sollten sich ja nicht beeinflussen lassen, weil das Geld einfach in Bauland umgewandelt wird. Ich wäre sehr dankbar für eure Einschätzungen und Feedbacks.

Liebe Grüsse,

Nessio

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Hallo Nessio,

ich möchte gerne ausführlicher auf deine Anfrage eingehen. Deine Idee, das Bauland vollständig mit den vorhandenen Mitteln zu bezahlen, bevor du mit den Behörden und Handwerkern in Verhandlung trittst, halte ich für sehr sinnvoll. Dadurch hast du am Ende eine bessere Kalkulation und kannst genau planen, wie viel Budget dir noch für dein neues Haus zur Verfügung steht. Dadurch überziehst du nicht dein Limit und kannst unerwartete Kosten besser einplanen. Bezüglich der steuerlichen Behandlung gibt es ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit, um Geld zu sparen.

Du kannst den Mehrwertsteuereintrag in Wertpapieren beantragen. Dadurch wir die Steuerlast verringert und du kannst eine Menge Geld sparen. Diese Methode ist auch bei einem späteren Hausbau anwendbar. Du musst einfach eine Bank kontaktieren, die in Wertpapiere investiert und sie um Beratung bitten.

Hier ein Beispiel: Angenommen dein Budget für dein neues Haus beträgt 500.000 CHF. Davon möchtest du 100.000 CHF in Wertpapieren investieren. Dadurch kannst du eine Rendite von 5% erwarten. Mit dieser Methode kannst du 5000 CHF jährlich verdienen. Wenn du nun die Mehrwertsteuer auf diese Einnahmen von 100.000 CHF beantragst, sparst du 19% Steuern. Das entspricht 950 CHF im Jahr. Auf 20 Jahre gesehen entspricht das einer Ersparnis von 19.000 CHF.

Als weiteren Tipp empfehle ich dir, bei der Planung deines neuen Hauses die Energieeffizienz im Auge zu behalten. Eine gute Energieeffizienz spart langfristig Kosten für Heizung und Strom und ist zudem umweltfreundlich. Überlegungen hierfür können zum Beispiel die Wahl eines geeigneten Dämmmaterials oder einer energieeffizienten Heizungsanlage sein.

Ich hoffe, diese Tipps helfen dir bei deinen Überlegungen weiter. Wenn du Rückfragen oder weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.

Schöne Grüsse,

Nicola

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Hi Nessio

Ich würde wahrscheinlich keine Hypothek aufnehmen, wenn ich das Geld hätte, um das Land vollständig zu bezahlen. Die Zinsen für eine Hypothek können auf lange Sicht betrachtet sehr teuer sein. Eine andere Möglichkeit könnte sein, mit den Verkäufern des Landes in Verbindung zu treten und zu sehen, ob sie eine Teilzahlung akzeptieren. Vielleicht könnt ihr eine Ratenzahlung vereinbaren, die du dann mit deinem Budget bezahlen kannst. Das würde dir eine mögliche Belastung durch Hypothekenzinsen ersparen und dir mehr Spielraum bei der Planung des Hausbaus geben.

Beste Grüsse,

FWinkler

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Hallo Nessio

Ich stimme dir zu, dass es nicht sehr flexibel von der Bank ist, dass sie sich weigert, deine 3. Säule-Guthaben zu verwenden, um das Bauland zu finanzieren, ohne dass du gleichzeitig darauf baust. Aber andererseits ist die Bank auch Vertragspartnerin, und sie hat das Recht, die Konditionen festzulegen. Wenn du das Land sofort bezahlst, sehe ich keine Probleme mit eventuellen steuerlichen Konsequenzen. Das müsstest du jedoch mit einem Steuerexperten klären, um auf der sicheren Seite zu sein. Eine andere Möglichkeit wäre, einen juristischen Experten zu konsultieren, um dich bezüglich der Frage zu beraten, ob eine Hypothek tatsächlich die beste Option für dich ist.

 

Viele Grüsse,

 

Stephan

 

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