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Baulandkauf und Hypothek: Wie sieht es mit dem Eigenkapital beim Hausbau aus?

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Hallo Leute, ich habe vor kurzem ein Bauland gekauft und beabsichtige, eigenes Haus zu bauen. Das Bauland konnte ich mit 50% Eigenkapital finanzieren, aber wie viel Eigenkapital ist eigentlich notwendig für den Hausbau? Müssen wir noch mehr Eigenkapital vorweisen oder reicht das bereits aus? Wie sieht es insbesondere in Bezug auf die 1. Hypothek aus? Hat das Baulandkauf und Hausbau in einem einzigen Schritt Vorteile?

Vielleicht habt ihr ja bereits Erfahrungen damit gemacht. Ich danke euch im voraus.

Viele Grüsse,

 

Nicola

 

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Hey Nicola,

ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass das Eigenkapital für den Hausbau normalerweise mehr als 50% betragen sollte. Das bedeutet: wenn ihr ein Haus für 800’000 CHF bauen wollt, dann solltet ihr mindestens 400’000 CHF als Eigenkapital vorweisen können. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, beispielsweise wenn ihr Top-Bonität und eine sehr gute Beziehung zu eurer Bank habt, aber im Allgemeinen gilt: mehr Eigenkapital ist besser.

Warum ist das so? Nun, wenn ihr mehr Eigenkapital habt, dann geht ihr für die Bank ein geringeres Risiko ein, da sie im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers eine höhere Chance hat, ihr Geld zurückzubekommen. Das bedeutet auch, dass ihr einen niedrigeren Zinssatz bekommen könnt, da ihr ein geringeres Risiko darstellt.

Aber ihr müsst auch bedenken, dass ihr nicht einfach all euer Geld als Eigenkapital verwenden solltet. Es gibt auch andere Kosten, die beim Hausbau anfallen, wie z.B. Anschlussgebühren, Baugenehmigungen, Architektenhonorare usw. Ihr solltet also sicherstellen, dass ihr genug Geld für all diese Kosten habt und nicht alles als Eigenkapital für die Hypothek verwendet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Finanzierung selbst. Wenn ihr eine Hypothek für den Hausbau aufnehmt, dann wird die Bank euch basierend auf dem Verhältnis von Hypothek und Eigenkapital finanzieren. Wenn ihr also mehr Eigenkapital habt, dann müsst ihr einen geringeren Prozentsatz finanzieren, was zu niedrigeren Kosten führt. Hier ist ein Beispiel:

Wenn ihr ein Haus für 800’000 CHF bauen wollt und 20% Eigenkapital habt, dann müsst ihr nur 640’000 CHF finanzieren. Wenn ihr jedoch nur 10% Eigenkapital habt, dann müsst ihr 720’000 CHF finanzieren, was zu höheren Kosten führt.

Also sollten ihr immer versuchen, so viel Eigenkapital wie möglich für den Hausbau aufzubringen. Wenn ihr in der glücklichen Lage seid, genug Eigenkapital zu haben, dann ist das grossartig, aber ihr solltet auch sicherstellen, dass ihr genug Geld für alle anderen Kosten habt.

Ich hoffe, dass ich euch helfen konnte.

Gruss,

FWinkler

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Hi Nicola, ich stimme FWinkler zu und möchte noch hinzufügen, dass der Hausbau in einem Schritt Vorteile bringen kann. Ein Vorteil ist z.B. dass die Finanzierung mit einem Mal organisiert wird und man dadurch die Wechselkursschwankungen oder die Erhöhung des Zinssatzes vermeiden kann.

Wenn der Bank alle Informationen präsentiert werden, um eure Fähigkeit zur Rückzahlung des Darlehens zu beurteilen, gibt es keinen Grund, den Bau nicht als Einheit zu finanzieren.

Aber natürlich hängt es alles auch von individuellen Umständen ab.

Liebe Grüsse,

 

Nessio

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Hallo zusammen,

bezüglich der Frage, ob es besser ist, Baulandkauf und Hausbau in einem Schritt zu erledigen oder nicht. Ich wollte nur anmerken, dass es eventuell eine günstige Alternative gibt - nämlich das Hausbau durch die Baulandkreditraufnahme finanzieren zu lassen.

Das Prinzip ist einfach: nach dem Kauf des Baulands beantragt man eine Baulandhypothek. Diese gibt dir die benötigte Finanzierung für den Kauf. Nach der Erstellung eines Bauprospekts, reichst du diesen bei deiner Bank ein und ihr bekommt eine weitere Hypothek für den Bau selbst. Der Hauptvorteil beim Baulandkredit besteht darin, den Käufer in Bezug auf die Phase der Bauplanung und Verwaltung zu entlasten.

Es kann auch Vorteile geben, wenn ihr bereit seid, ein gewisses Mass an Eigenarbeit im Rahmen des Bauprozesses zu erbringen. Für weitere Informationen könnt ihr euch an eure Bank oder den Immobilienentwickler wenden.

Grüsse,

 

Stephan

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