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Baulandkauf: Finanzierung bei Versicherung und Bank?

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Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem Bauland, das ich kaufen möchte. Zur Finanzierung würde ich gern eine Hypothek bei meiner Versicherung abschliessen. Allerdings habe ich erfahren, dass Versicherungen keine Hypotheken für Bauland anbieten.

Meine Idee ist nun, das Bauland separat bei einer Bank zu finanzieren und für das Haus dann eine Hypothek bei meiner Versicherung aufzunehmen. Ist das eine schlechte Idee?

Ich würde mich über Eure Einschätzung und Erfahrungen dazu freuen.

Viele Grüsse,

Nicola

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Hallo Nicola,

Ich finde dein Vorhaben, ein Eigenheim zu bauen, sehr sinnvoll. Allerdings solltest du genau überlegen, wie du die Finanzierung aufstellen möchtest. Es gibt nämlich ein paar Dinge zu beachten.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du dich nicht zwischen verschiedenen Anbietern aufspaltest, sondern alles bei einer Bank regelst. Warum? Weil du dadurch viel Geld sparen kannst. Wenn du nämlich zwei verschiedene Hypotheken aufnimmst, zahlst du zweimal Vermittlungsgebühren, zweimal Abschlusskosten und zweimal Zinsen. Deshalb solltest du unbedingt alle Hypotheken bei einer Bank aufnehmen.

Ausserdem solltest du darauf achten, welche Art von Hypothek du aufnimmst. Es gibt nämlich verschiedene Arten von Hypotheken, z.B. Festhypotheken oder variable Hypotheken. Eine Festhypothek hat den klaren Vorteil, dass du über die gesamte Laufzeit hinweg denselben Zinssatz zahlst. Das ist bei variablen Hypotheken nicht der Fall. Hier ändert sich der Zinssatz regelmässig, was für unsichere Zeiten sorgen kann. Eine Festhypothek ist also oft die bessere Wahl.

Wenn du alle diese Punkte berücksichtigst und dich für eine Bank mit günstigen Konditionen entscheidest, kannst du viel Geld sparen. Wie viel genau, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier ein paar Beispiele:

  • Angenommen du möchtest eine Hypothek von CHF 500'000 aufnehmen.
  • Bei Bank A bekommst du eine Festhypothek auf zehn Jahre mit einem Zinssatz von 1.3%.
  • Bei Bank B bekommst du eine Festhypothek auf zehn Jahre mit einem Zinssatz von 1.5%.
  • Bei Bank A zahlst du über die gesamte Laufzeit hinweg CHF 57'000 an Zinsen.
  • Bei Bank B zahlst du über die gesamte Laufzeit hinweg CHF 67'500 an Zinsen.

Wie du siehst, macht ein Unterschied von 0.2% bei einem Darlehen in dieser Höhe schon CHF 10'500 Ersparnis aus.

In jedem Fall solltest du aber auch die Kosten für Beratungsgebühren, Planungskosten und Baumaterialien im Auge behalten. Hier können schnell hohe Summen zusammenkommen. Ein detailliertes Budget ist daher unbedingt ratsam, damit du während der Bauphase nicht unvorhergesehen in finanzielle Schwierigkeiten gerätst.

Ich selbst habe vor ein paar Jahren eine ähnliche Überlegung angestellt und mich für eine Hypothek bei der Credit Suisse entschieden. Mit einer Festhypothek von zehn Jahren konnte ich einen günstigen Zinssatz von 1.2% bekommen. Das hat mir und meiner Familie sehr geholfen und wir konnten ohne finanzielle Sorgen unser Eigenheim bauen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps weiterhelfen. Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.

Beste Grüsse,
FWinkler

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Hey Nicola,

ich stimme meinem Vorredner zu, dass es besser ist, das Bauland separat zu finanzieren und sich nicht für eine Mischfinanzierung zu entscheiden. Aber vor der Aufnahme der Hypothek solltest Du dich darüber informieren, ob das Bauland noch intakt ist und ob alle im Kaufvertrag aufgeführten Leistungen erbracht wurden. Es ist nicht auszuschliessen, dass es Nachforderungen von Lieferanten oder Handwerkern gibt. Du solltest auch unbedingt die Bodenrichtwerte im Blick behalten und dies in deinem Budget berücksichtigen.

Freundliche Grüsse,

Nessio

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Liebe Gemeinschaft,

nur weil ein Versicherer keine Hypothek für Bauland vergibt, bedeutet das nicht, dass keine Finanzierungsmöglichkeiten für den Kauf vorhanden sind. Wenn man als Kunde eine Pensionskasse hat, kann man diese auch als Geldquelle für den Kauf von Bauland nutzen. Es besteht die Möglichkeit, ein Vorkaufsrecht zu erwerben, d.h. die Pensionskasse erwirbt das Bauland und verkauft es an den Käufer zu einem Nominalpreis. Der Vorteil hierbei ist, dass man zum Zeitpunkt des Kaufs keine Hypothek aufnehmen muss, sondern nur einen Kredit bei der Pensionskasse bekommt. Dieser wird dann in monatlichen Raten zurückgezahlt und ist in der Regel mit einem niedrigeren Zinssatz besetzt als eine Hypothek.

Viele Grüsse,

Stephan

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