nicola_padinatos Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Hallo zusammen, Ich interessiere mich für die tatsächliche Rendite, die ein Mehrfamilienhaus abwirft, insbesondere nach Abzug aller Kosten. Ich besitze ein 18-Wohnungen-Mehrfamilienhaus im Zürcher Unterland, das einen Bruttoertrag von 500.000 CHF pro Jahr generiert. Ich möchte wissen, wie viel davon am Ende des Jahres tatsächlich übrig bleibt. Ich habe von Planern, Banken und Beratern viele allgemeine Angaben erhalten, die mich mehr verunsichern als aufklären. Ich suche nach einem detaillierten Beispiel, das alle Kosten, inklusive Hypothekarzinsen, Verwaltungskosten, Steuern usw. berücksichtigt. Könnt ihr mir helfen? Viele Berater, Architekten und Banken scheinen sich ausschliesslich für ihr eigenes Geschäft zu interessieren und nicht für meine Rendite. Sie behaupten zwar, dass jeder Fall rentabel sei, aber ich bin skeptisch. Vielleicht erwähnen sie einfach keine Verluste? Ich würde mich sehr über eure Einschätzungen und Erfahrungen freuen. Vielen Dank. Herzliche Grüsse, Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Hallo Nicola, Ich kann verstehen, dass Du Dich über die finanzielle Seite eines Immobilieninvestments frustriert fühlst. Es kann schnell schwierig werden, den Überblick über die verschiedenen Kosten zu behalten. Als jemand, der selbst Mehrfamilienhäuser zur Miete besitzt, kann ich Dir vielleicht ein paar Tipps geben, die Dir helfen können, Deine Kosten besser im Blick zu behalten. Zunächst einmal wäre es hilfreich, eine Liste aller Einnahmen und Ausgaben für Dein Mehrfamilienhaus zu erstellen. Diese kannst Du dann ganz einfach in eine Excel-Tabelle übertragen, um die Berechnungen durchzuführen. Hier sind einige Beispiele für Posten, die auf Deiner Liste auftauchen könnten: Einnahmen Mieteinnahmen Garagen- und Parkplatzmieteinnahmen Vermögenseinkünfte (z.B. aus Zinsen oder Kapitalerträgen) Ausgaben Betriebskosten (z.B. Strom, Wasser, Heizung, Müllabfuhr) Instandhaltung und Reparaturen (z.B. Maler- und Sanierungsarbeiten) Verwaltungsaufwand (z.B. Buchhaltung, Vertragsmanagement) Immobiliensteuern Zins- und Tilgungskosten (falls Du ein Darlehen aufgenommen hast) Versicherungen (z.B. Haftpflicht- oder Gebäudeversicherungen) Sobald Du diese Liste erstellt hast, kannst Du anfangen, alle relevanten Kosten aufzulisten. Du solltest Dir auch überlegen, wie Du diese Kosten in der Tabelle aufteilen möchtest. Zum Beispiel könntest Du die Instandhaltungskosten in Einzelkosten aufteilen, um zu sehen, wo Du am meisten Geld ausgibst. Ich empfehle Dir ausserdem, ein paar Annahmen zu treffen, um Deine Berechnungen zu vereinfachen. Du könntest zum Beispiel davon ausgehen, dass Deine Einnahmen und Ausgaben pro Monat gleich bleiben oder dass Du jedes Jahr eine bestimmte Summe für Reparaturen einsparen möchtest. Sobald Du Deine Liste und Deine Annahmen festgelegt hast, kannst Du alles in einer Excel-Tabelle aufschreiben und mit den Berechnungen beginnen. Hier ist ein Beispiel: Berechnungsbeispiel: Mieteinnahmen: 5.000.000 CHF Betriebskosten: 2.000.000 CHF Zinskosten: 1.750.000 CHF Verwaltungskosten: 200.000 CHF Reparaturfonds: 150.000 CHF Versicherungen: 100.000 CHF Immobiliensteuern: 600.000 CHF Wenn wir all diese Zahlen addieren, erhalten wir eine Gesamtkostenzahl von 9.400.000 CHF. Das bedeutet, dass das Mehrfamilienhaus insgesamt 600.000 CHF an Nettoeinkommen generiert. Ich hoffe, dass Dir diese Tipps helfen werden, Deine Kosten besser im Blick zu behalten. Wenn Du weitere Fragen oder Bedenken hast, zögere nicht, mich zu kontaktieren. Viele Grüsse, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Hallo Nicola, Ich kann deine Bedenken nachvollziehen. Ich besitze auch ein Mehrfamilienhaus in Zürich und weiss, wie schwer es sein kann, sich einen Überblick über die Rendite zu verschaffen. Um eine realistische Renditeberechnung zu erhalten, ist es wichtig, realistische Daten für deine Kosten zu verwenden. Das Ko/Nu-Verhältnis ist zwar tatsächlich schlecht, aber es gibt immer noch Möglichkeiten, die Mieteinnahmen zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken. Zum Beispiel könntest du prüfen, ob eine Solaranlage auf dem Dach des Mehrfamilienhauses sinnvoll wäre. Oder du könntest überlegen, ob du die Betriebskosten durch Verhandlungen mit den Energieversorgungsunternehmen senken kannst. Auch eine gute Verwaltung kann helfen, die Kosten niedrig zu halten. Aber am allerwichtigsten ist es, dass du ein realistisches Bild von deinen Einnahmen und Ausgaben entwickelst. Lass dich dabei nicht entmutigen, sondern bleibe am Ball! Ich bin mir sicher, dass du mit der Zeit die optimale Vorgehensweise für dein Mehrfamilienhaus finden wirst. Liebe Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Hallo Nicola, Ich verstehe deine Frustration bezüglich der Berater und Banken, die anscheinend nur ihre eigenen Interessen im Blick haben. Ich denke, dass es wichtig ist, bei der Wahl der Berater und Banken, auf ihr Geschäftsmodell zu achten. Wenn sie hauptsächlich von Provisionen oder Verkaufsprovisionen abhängen, ist es wahrscheinlicher, dass sie nur ihr eigenes Interesse im Auge haben. Allerdings denke ich auch, dass nicht alle Architekten, Berater und Banken so sind. Es gibt viele bessere Alternativen, bei denen du und deine Ziele im Mittelpunkt stehen. Meine Erfahrung ist, dass es wichtig ist, die richtigen "Partner" zu finden, um ein erfolgreiches Investment zu machen. Auf jeden Fall ist es lobenswert, dass du dich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Du wirst definitiv erfolgreich sein und eine rentable Investition tätigen, wenn du alles sorgfältig und realistisch planst. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei! Beste Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...