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Swiss.Stephan

Anschlussfinanzierung bei Auswanderung nach Schweiz

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Hallo Zusammen,

Nächstes Jahr werde ich in die Schweiz auswandern und hoffe, von den steuerlichen Vorteilen zu profitieren. Da ich von zu Hause aus arbeite, bin ich nicht ortsgebunden.

Ich habe eine Frage zu meinen laufenden Krediten hier in Deutschland. Ich besitze gemeinsam mit meinem Partner drei Wohnungen - zwei sind vermietet und eine bewohne ich selbst, die ich auch vermieten werde, wenn ich auswandere. Wir wollen die Wohnungen auch weiterhin als Kapitalanlage für unsere Rente behalten.

Das Problem, das wir jetzt haben, ist, dass unsere Sparkasse uns in drei Jahren keine Anschlussfinanzierung geben würde, wenn wir keinen Wohnsitz in Deutschland haben. Unser Berater bei der Sparkasse hat uns gesagt, dass wir auch einfach einen zweiten Wohnsitz hier haben könnten und es dann aus Sicht der Bank wie gehabt wäre.

Wie sieht das steuerlich aus? Hätten wir dadurch Steuernachteile? Das ist unser Dilemma: Bei einer anderen Bank müssten wir mit einem schlechteren Zinssatz rechnen. Momentan haben wir noch 1,3%. Aktuell sind die Bauzinsen schon bei über 2%. Ich vermute, dass unsere Hausbank uns einen um 0,3-0,4% besseren Zinssatz geben würde, als wenn wir bei einer anderen Bank anfragen würden. Wir sind seit über 20 Jahren bei der Bank.

Ich freue mich auf eure Ratschläge.

LG
Stephan

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Lieber Stephan,

ich verstehe, dass du eine Entscheidung bezüglich deines Kredits bei einer Bank in Deutschland treffen musst, bevor du nach Schweiz umziehst. Es ist ein komplexes Problem, aber ich habe einige Tipps für dich, die dir helfen könnten.

Der erste Schritt wäre, eine detaillierte Aufstellung mit allen Einkünften und Ausgaben zu machen. Das gilt auch für die zukünftigen Ausgaben in der Schweiz. Du solltest dabei besonders auf die zusätzlichen Steuern und Abgaben für ausländische Einkünfte achten. Nehmen wir an, während deines Aufenthaltes in Deutschland hast du ein monatliches Nettoeinkommen von 2.500 Euro und nach deinem Umzug in die Schweiz wird es ungefähr 4.500 CHF sein.

Deine monatlichen Ausgaben in Deutschland betragen im Durchschnitt 2.000 Euro, aber du solltest berechnen, wie viel du in der Schweiz ausgeben wirst, beispielsweise Miete, Lebensmittel, Transport usw. Sobald du eine solche Aufstellung hast, kannst du verschiedene Modelle entwickeln, die verschiedene Szenarien berücksichtigen.

Die Idee hier ist zu berechnen, was passieren würde, wenn du den Kredit bei der bestehenden Bank behältst, und was passieren würde, wenn du zu einer anderen Bank wechselst. Nimm an, dass der Zinssatz bei deiner aktuellen Bank 3,5% beträgt und eine Anschlussfinanzierung nach 10 Jahren möglich ist.

Wenn die Anschlussfinanzierung bei einem anderen Kreditgeber ein höheres Zinsniveau hat, könnte es sinnvoller sein, den Kredit bei der aktuellen Bank zu behalten.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl einer Bank ist die Höhe der Gebühren. Es gibt meistens Verwaltungspauschalen, Bearbeitungsgebühren oder Abschlussprovisionen, die bei der Beantragung eines Kredits anfallen. Hier solltest du sorgfältig prüfen, welche Bank die günstigsten Gebühren bietet.

Am Ende solltest du die verschiedenen Laufzeiten in Betracht ziehen und Modelle für 5, 10 oder 15 Jahre erstellen. Hierbei geht es darum zu sehen, welches Modell am sinnvollsten ist. Stell dir vor, bei der aktuellen Bank beträgt die Zinsbindung 10 Jahre und es gibt eine Anschlussfinanzierungsoption zu einem besseren Zinssatz. Wenn du aber zu einer anderen Bank wechselst, gibt es keine Option für eine Anschlussfinanzierung.

In diesem Fall könnte die Wahl der aktuellen Bank für eine Laufzeit von 10 Jahren die beste Option sein. Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Tipps helfen konnte, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Viele Grüsse,

FWinkler

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Hi Stephan,

Mit deiner Frage stehst du nicht allein da. Ich habe Freunde, die eine ähnliche Situation hatten. Sie haben sich entschieden, die Wohnung in Deutschland zu behalten und diese auch weiterhin zu vermieten. Allerdings haben sie sich für einen Kredit in der Schweiz entschieden, der unter anderem durch den höheren Zinssatz, der bei der deutschen Bank gefordert wurde, gerechtfertigt gewesen ist.

Ciao
Nessio

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Lieber Stephan,

Ich habe einen Freund, der auch in die Schweiz gezogen ist und das Problem mit einem zweiten Wohnsitz in Deutschland gelöst hat. Allerdings hat er auch darauf hingewiesen, dass du das Risiko hast, durch den zweiten Wohnsitz steuerpflichtig zu bleiben. Dabei kann das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland beachtet werden, um Steuern in Deutschland zu vermeiden. Aber ich denke, dass du diesbezüglich mit einem Steuerberater sprechen solltest, um alle Regeln einzuhalten und keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Beste Grüsse,

Nicola

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