nicola_padinatos Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Hallo zusammen, Ich habe eine Frage zum Formular ohne Unterschrift bei der Hypothek. Ich habe die Unterlagen für eine neue Hypothek vorliegen, auf der das Bestätigungsschreiben mit dem ausgemachten Zinssatz bei der Grussformel vom Bank ohne Unterschrift versehen ist. Ich frage mich, warum die Bank ein solches Dokument ohne Unterschrift an den Hypothekarnehmer herausgibt. Obwohl wir der Bank normalerweise vertrauen, macht es uns etwas unruhig, dass da keine Originalunterschrift vorliegt. Wir haben eine Hypothek über CHF 180.000 mit einem Zinssatz von 1.35 % für 10 Jahre abgeschlossen. Wir sind etwas überrascht, dass dieses Dokument keine Unterschrift aufweist, und fragen uns daher, ob die Bank möglicherweise den Zinssatz von sich aus erhöhen könnte. Wir, also die Schuldner, haben bereits mehrere Papiere unterschrieben (z.B. Sicherheitsvereinbarungen und den Darlehensvertrag). Doch der festgelegte Zinssatz von 1.35 % steht nur in der Bestätigung mit der Floskel "Formular ohne Unterschrift". Ist ein "Formular ohne Unterschrift" denn rechtsgültig? Obwohl es offizielles Papier der Bank mit Schriftzug/Logo ist, hat es keinerlei Unterschrift. In dem selben Dokument steht, dass beim Punkt "Amortisationen" die Angabe "vorläufig keine" steht. Wir haben nur diese eine, erste Hypothek (plus eine übernommene Hypothek zu 60.000 CHF). Kann die Bank von uns verlangen, dass wir unsere Hypothek amortisieren? Wir haben Bargeld im Wert von 480.000 CHF bei einem Kaufpreis von 720.000 CHF eingebracht. Danke im Voraus für eure Hilfe. Viele Grüsse, Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Ein Formular ohne Unterschrift kann in den meisten Fällen als rechtsgültig angesehen werden, wenn es von der Bank ausgestellt wurde. In der Regel wird ein solches Formular als offizielle Dokumentation der Bestätigung genutzt, dass eine Hypothek bei dieser Bank abgeschlossen wurde. Es dient zudem als Nachweis für zukünftige Dokumentationsprüfungen seitens der Behörden und Ähnlichem. Die Schweizerische Gesetzgebung verlangt, dass im Durchschnitt innerhalb von 15 Jahren 2/3 der Hypothek amortisiert werden müssen. Bei der 1. Hypothek kann die Bank also eine solche Amortisation verlangen. Wenn Sie zum Beispiel eine Immobilie kaufen möchten, die den Wert von CHF 750.000 hat und bereits CHF 300.000 als Anzahlung geleistet haben, müssen Sie das restliche CHF 450.000 innerhalb von 15 Jahren abzahlen. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen eine Amortisation nicht gefordert wird. Wenn Sie zum Beispiel eine Hypothek nur zur finanziellen Unterstützung nutzen, wie im Falle einer Erbschaft, und nicht zur Finanzierung einer Immobilie, kann eine Amortisation unter Umständen entfallen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Amortisation nicht gleichbedeutend ist mit der Tilgung. Die Tilgung bezieht sich auf die Rückzahlung des Darlehens, während die Amortisation den Rückzahlungsplan inklusive aller Zinsen und Spesen umfasst. Wichtig ist auch, dass ein solches Formular nicht als Beweis für den Abschluss eines Vertrags genutzt werden kann, da es keine Unterschrift enthält. Hierbei geht es lediglich um die Dokumentation, dass eine Hypothek bei der Bank abgeschlossen wurde. Generell sollten Sie bei allen finanziellen Entscheidungen und Verträgen genau prüfen, was vereinbart und dokumentiert wurde. So können unangenehme Überraschungen vermieden werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass ein Formular ohne Unterschrift von einer Bank in der Regel rechtsgültig ist und als Nachweis für den Abschluss einer Hypothek dient. Die Amortisation kann je nach Situation von der Bank verlangt werden, es gibt jedoch auch Ausnahmen. Ein genaues Verständnis der Gesetzgebung und der vertraglichen Vereinbarungen ist in diesem Bereich besonders wichtig. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Hallo Nicola, Ich hatte auch schon einmal ähnliche Gedanken bezüglich der Hypothek. Es fühlt sich ein bisschen wie ein Sprung ins kalte Wasser an, wenn das Dokument ohne Unterschrift vorliegt. Aber nach einer kleinen Recherche kann ich dir versichern, dass es in Ordnung ist. Wenn es sich um ein Dokument ohne Unterschrift handelt, bedeutet dies nur, dass das betreffende Dokument nicht unterschrieben werden muss, um als offiziell akzeptiert zu werden. Im Falle einer Hypothek kann es vorkommen, dass nicht immer jede Vereinbarung unterschrieben werden muss. Die Bestätigung, dass Sie eine Hypothek bei der Bank abschliessen, dient als Nachweis. Sie haben ausserdem andere Dokumente wie den Darlehensvertrag und die Sicherheitsvereinbarungen unterschrieben, die den Zinssatz und die Bedingungen der Hypothek festlegen. Viele Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 24, 2023 Melden Share Geschrieben May 24, 2023 Hallo Nicola, Ich habe Ihren Beitrag gelesen und würde gerne etwas zum Thema Amortisation hinzufügen. Wenn Sie sich für ein Hypothekendarlehen entscheiden, verpflichten Sie sich, die ausstehende Schuld zurückzuzahlen, wie in der Sicherungsvereinbarung oder im Hypothekenvertrag festgelegt. Die Amortisation von Darlehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Immobilien oder dem Bau von Eigenheimen unterliegt der Regulierung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Daher muss die Bank die Höhe der Amortisation anhand der von der FINMA vorgeschriebenen Kriterien berechnen. Wenn Sie jedoch am Ende der Laufzeit der Hypothek eine Schuld haben, haben Sie zwei Möglichkeiten: Die Kreditinstitute können entweder eine Verlängerung der Hypothekationsdauer gewähren oder eine Verlängerung durch eine neue Hypothek arrangieren. Ich hoffe, das hilft dir weiter. Schöne Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...