nicola_padinatos Geschrieben May 25, 2023 Melden Share Geschrieben May 25, 2023 Hallo zusammen, ich und mein Partner planen den Kauf unseres ersten Eigenheims. Wir haben das passende Grundstück gefunden und die GU hat bereits drei positive Referenzen erhalten, was uns sehr beruhigt. Da das Haus noch gebaut wird, haben wir genug Zeit, um uns auf den Einzug vorzubereiten. Wir haben bereits 20% Eigenmittel für die Hypothek angespart und sind beide 100% berufstätig. Daher ist die Tragbarkeit gegeben. Die Hypothek wird knapp über einer halben Million CHF liegen, was für uns möglich ist. Es gibt jedoch einen Punkt, der uns beschäftigt: Wir planen, während der Bauzeit unser erstes Kind zu bekommen und mit Kind in unser neues Zuhause einzuziehen. In diesem Fall werde ich voraussichtlich für 1-2 Jahre zu Hause bleiben und nur zu 50% arbeiten. Mein Partner verdient zwar gut, aber wenn ich nicht arbeite, könnte es sein, dass die Tragbarkeit der Hypothek gefährdet ist. Unsere Bank - UBS - sagt derzeit, dass alles gut aussieht und wir keine Schwierigkeiten haben sollten, die Hypothek abzuzahlen. Aber was passiert, wenn sich unsere Finanzsituation ändert, bevor das Haus fertiggestellt ist? Z.B. wenn die Zinsen steigen oder wir wegen einer Schwangerschaft unser Einkommen reduzieren. Es ist geplant, das Haus in Tranchen zu finanzieren, und die letzte Tranche könnte genau in dem Moment fällig werden, in dem wir unser Kind erwarten. Was ratet ihr uns? Wir sind sehr unsicher, was wir tun sollen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 25, 2023 Melden Share Geschrieben May 25, 2023 Hallo Nicola, ich verstehe gut, dass ihr euch Sorgen macht. Eine Schwangerschaft und ein Kind bringen immer finanzielle Unsicherheiten mit sich. Eine Möglichkeit, eure finanzielle Belastbarkeit zu verbessern, ist das Erwerben eines Eigenheims. Allerdings gibt es hierbei Einiges zu beachten. Eine Hypothek ist eine Art Kredit, der von der Bank gewährt wird, um ein Haus oder eine Wohnung zu finanzieren. Die Rückzahlung dieser Hypothek erfolgt in monatlichen Raten, die Zinsen und Tilgung enthalten. Die Höhe der monatlichen Rate hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Höhe des Kredits, der Laufzeit und dem Zinssatz. Ein fester Zinssatz bedeutet, dass die monatliche Rate während der gesamten Laufzeit konstant bleibt. Ein variabler Zinssatz hingegen kann sich während der Laufzeit ändern, je nachdem wie sich der Referenzzinssatz entwickelt. In der Regel ist der variable Zinssatz zu Beginn der Laufzeit niedriger als der feste Zinssatz. Allerdings ist die monatliche Rate bei einem variablen Zinssatz unsicherer, da sie sich ändern kann. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es bei einigen Banken auch Möglichkeiten gibt, eine Zinsobergrenze zu vereinbaren, um sich gegen zu hohe Zinssätze abzusichern. Um euch ein Beispiel zu geben: Nehmen wir an, dass ihr ein Haus oder eine Wohnung für 500'000 CHF kaufen würdet und dafür eine Hypothek aufnehmt. Bei einem festen Zinssatz von 2% würde eure monatliche Rate bei einer Laufzeit von 20 Jahren etwa 2'739 CHF betragen. Bei einem variablen Zinssatz von 1,25% würde die monatliche Rate bei etwa 2'368 CHF liegen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der variable Zinssatz jederzeit steigen kann, was die monatliche Rate erhöhen würde. Allerdings ist es auch möglich, dass er sinkt, was eure monatliche Rate wiederum reduzieren würde. Ich würde euch daher empfehlen, eine Bank zu suchen, die eine Hypothek mit einem variablen Zinssatz anbietet und euch beraten lassen. Hierbei könnt ihr eure finanzielle Situation und eure Bedürfnisse besprechen und ein passendes Angebot erhalten. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass eine Hypothek mit einem variablen Zinssatz durchaus Vorteile hat, und euch die Finanzierung eures Traumhauses oder eurer Traumwohnung erleichtern kann. Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen und wünsche euch viel Erfolg bei der Verwirklichung eures Eigenheims. MfG, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 25, 2023 Melden Share Geschrieben May 25, 2023 Hallo Nicola, Ich würde euch raten, für den Fall eines unerwarteten Ereignisses einen Notfallfonds einzurichten. Ich habe gelesen, dass es bei der Finanzierung eines Eigenheims empfehlenswert ist, mindestens drei bis sechs Monate Arbeitslosigkeit, Krankheit oder eine andere finanzielle Belastung zu berücksichtigen. Wenn ihr also finanzielle Schwierigkeiten habt, könnt ihr auf diesen Notfallfonds zurückgreifen. Das gibt euch zusätzliche Sicherheit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ihr die Hypothek auch in schwierigen Situationen weiterhin stemmen könnt. Ich hoffe, das hilft euch weiter. Herzliche Glückwünsche zum Kauf eures zukünftigen Eigenheims! Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 25, 2023 Melden Share Geschrieben May 25, 2023 Lieber Nicola, Ich würde gerne auf die von dir angesprochene Reisezeit eingehen. Wenn euer Arbeitgeber eine Flexibilität im Hinblick auf die Arbeitszeiten hat, könntet ihr eure Arbeitszeiten aufeinander abstimmen, um die Reisezeit zu reduzieren. Auch wenn es vielleicht schwierig ist, einen neuen Job zu bekommen, jobsharing oder eine Telearbeitsoption könnten ebenfalls eine Option sein. Mein Arbeitgeber bietet zum Beispiel beides an, aber das hängt natürlich vom Unternehmen selbst ab. Es ist auf jeden Fall lohnenswert, die Möglichkeiten mit eurem Arbeitgeber zu besprechen und zu sehen, welche Optionen es gibt. Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Ideen geben. Viel Glück für eure Zukunft zu dritt. Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...