FWinkler Geschrieben May 26, 2023 Melden Share Geschrieben May 26, 2023 Liebe Forummitglieder, ich bin vor kurzem in eine neue Nachbarschaft gezogen und habe festgestellt, dass mein Nachbar unser Haus zu nah gebaut hat - knapp 20 cm weniger als der vorgeschriebene 4 Meter Grenzabstand. Ich habe dies dem Architekten gemeldet, der es an den Geometer weitergeleitet hat. Jetzt werden wir eine Sitzung haben, um die Angelegenheit zu klären. Ich wollte mich hier erkundigen, ob jemand von euch Erfahrungen gemacht hat und was man in solchen Fällen tun kann. Mir wurde vom Hauseigentümerverband geraten, dies nicht einfach abzutun, aber ich bin mir nicht sicher, was eine angemessene Entschädigung in meinem Fall wäre. Mein Haus hat eine Breite und Tiefe von je 12 Metern. Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge! FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 26, 2023 Melden Share Geschrieben May 26, 2023 Hallo FWinkler, Ich kann mich gut in deine Situation hineinversetzen, da mir vor 2 Jahren etwas Ähnliches passiert ist. Ich hatte damals das gleiche Problem mit meinem Nachbarn. Unser beider Grundstücke waren nicht exakt vermessen worden und so kam es zu einer Überlappung von 20 cm. Doch anstatt uns in einem Rechtsstreit zu verwickeln oder uns gegenseitig anzufeinden, schlug ich meinem Nachbarn vor, diese 20 cm von mir zu kaufen, um dann eine Mauer aufzustellen. Mein Nachbar stimmte dem Vorschlag zu und wir konnten die Angelegenheit ohne Streit und ohne Gerichtsverfahren lösen. Ich denke, dass dies eine gute Lösung für ähnliche Situationen ist. Wenn man nämlich versucht, eine solche Angelegenheit gerichtlich zu klären, können die Kosten sehr schnell hoch werden und es kann Jahre dauern, bis eine Entscheidung getroffen wird. Zudem könnte ein gerichtliches Verfahren das Verhältnis zwischen den Nachbarn dauerhaft belasten. Doch nicht nur in Nachbarschaftsstreitigkeiten kann sich eine solche Lösung als praktikabel erweisen. Auch bei Problemen mit Behörden oder Unternehmen kann man versuchen, solche Angelegenheiten auf eine Einigungsbasis zu bringen. Meistens ist es nämlich einfacher und schneller gemeinsam eine Lösung zu finden, anstatt sich in einer rechtlichen Auseinandersetzung zu verstricken. Dabei sollte man aber immer bedenken, dass man bei Verhandlungen fair und respektvoll bleiben sollte. Man sollte sich nicht gegenseitig unter Druck setzen und immer offen für alternative Lösungsvorschläge sein. Ich hoffe, meine Erfahrung kann dir dabei helfen, eine gute Lösung für dein Problem zu finden. Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 26, 2023 Melden Share Geschrieben May 26, 2023 Hallo FWinkler, Ich hatte ein ähnliches Problem mit meinem Nachbarn und konnte eine Einigung über eine finanzielle Entschädigung erreichen. Es handelte sich um eine Summe von CHF 3.000. Aber diese Summe kann unterschiedlich sein, abhängig von der Grösse und der Lage des betroffenen Grundstücks. Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 26, 2023 Melden Share Geschrieben May 26, 2023 Hallo FWinkler, Ich hatte eine ähnliche Erfahrung wie du und habe den Hauseigentümerverband konsultiert. Der Vertreter empfahl mir, einen Mediator zu engagieren, um eine alternative Lösung zu finden und die Beziehung zu meinen Nachbarn zu stärken. Ich kann dies nur empfehlen, da es vielen Menschen schwer fällt, über ihre Probleme zu sprechen oder Kompromisse einzugehen. Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...