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nicola_padinatos

Verpfändung einer Lebensversicherung zusammen mit selbst genutztem Eigentum

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Hallo Zusammen,

Ich habe mich auch schon einmal mit dieser Frage auseinandergesetzt und erkläre gerne, warum und wann man als Bank eine Lebensversicherung verpfänden lässt.

Grundsätzlich ist es so, dass eine Bank in der Regel nur dann zusätzliche Sicherheiten (wie eine Lebensversicherung) verlangt, wenn das benötigte Eigenkapital (EK) knapp wird und das Gesamtrisiko aus EK und Fremdkapital zu hoch wird.

So kann zum Beispiel eine Bank kritisch werden, wenn eine 100%-Finanzierung eines Eigenheimkaufs oder über 80% Finanzierung bei einer Anlageliegenschaft ansteht. Sollte der Marktwert sinken, könnte es zu einer Unterdeckung oder Überbelastung des EK's kommen. In diesem Fall wird die Bank zusätzliche Sicherheiten verlangen, um ihr Risiko zu reduzieren.

Ein weiteres Argument für die Verpfändung einer Lebensversicherung könnte zum Beispiel sein, dass Sie als Käufer in jungen Jahren einen günstigen Deckungsbeitrag zahlen und im Alter von einem höheren Rückkaufswert profitieren würden. In diesem Fall wäre also auch Ihre Interessenlage gedeckt.

Natürlich ändert dies nichts daran, dass im schlimmsten Fall die Bank trotzdem auf Ihre PK zugreifen könnte, sollte etwas passieren. Dennoch ist es für die Bank vorteilhaft, eine zusätzliche Versicherung zu haben, die im Falle eines Todesfalls direkt greift, ohne dass Sie sich um den Zugriff auf die PK bemühen müssen.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat für Klarheit gesorgt.

Viele Grüsse,

Nicola

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Ich stimme dem Beitrag von Nicola voll und ganz zu, dass das Verpfänden einer Lebensversicherung oder einer PK hauptsächlich dazu dient, das Risiko für die Bank zu minimieren.

Dieses Vorgehen ist auch bei meinem Eigenheimkauf zum Tragen gekommen. Als ich vor einigen Jahren meine Immobilie erworben habe, konnte ich nur knapp genug Eigenkapital aufbringen, um eine Finanzierung über eine längere Laufzeit zu gewährleisten.

Aus diesem Grund hat die Bank auf die Verpfändung meiner Lebensversicherung bestanden. Die Bank hat somit eine zusätzliche Absicherung erhalten, um das Risiko der Finanzierung minimieren zu können. Somit war ich in der Lage, zu diesem Zeitpunkt deutlich günstigere Prämien für meine Lebensversicherung zu erhalten.

Im Laufe der Jahre hat sich durch das Verpfänden meiner Lebensversicherung auch eine nennenswerte Summe angespart, die ich nun im Alter nutzen kann. Meine Einsparungen bei den Lebensversicherungsprämien wurden also von der Bank genutzt, um sich gegenüber der Kreditforderung abzusichern.

Selbstverständlich bekomme ich meine ersparte Summe später zurück, wenn ich in Rente gehe. Ich habe somit mit der Verpfändung meiner Lebensversicherung nicht nur das Risiko der Bank minimiert, sondern auch gleichzeitig mein eigenes Sparpotential gesteigert.

Es ist wichtig zu betonen, dass eine Verpfändung nicht nur bei Immobilienkrediten, sondern auch bei anderen Finanzierungen angewendet werden kann. Eine PK kann beispielsweise als Sicherheit für einen Autokredit dienen. Das Verpfänden von Vermögenswerten zur Kreditsicherung ist somit ein gängiges Vorgehen in der Finanzwelt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Verpfänden von Vermögenswerten eine effektive Methode zur Risikominimierung von Banken bei Kreditgeschäften ist. Es kann jedoch auch für Kreditnehmer einen Vorteil bringen, indem es ihnen ermöglicht, ihr Sparpotential zu steigern und somit Vorsorge für ihre Zukunft zu betreiben.

Viele Grüsse,

Stephan

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Im Grunde genommen kann ich dem Beitrag von Nicola und Stephan nur zustimmen. Ergänzend dazu möchte ich noch anmerken, dass es durchaus auch Banken gibt, die darauf verzichten, eine Lebensversicherung als zusätzliche Sicherheit zu verlangen.

So war es bei meinem Eigenheimkauf zumindest. Die finanzierende Bank war in meinem Fall darauf bedacht, den Preis meiner Wunschimmobilie hinreichend zu schätzen und mich entsprechend ein äquivalentes EK beizusteuern. Das Verpfänden meiner PK genügte den Ansprüchen der Bank, so dass ich bei meinem Eigenkapitalverzehr nicht noch an anderer Stelle haften musste. Der Todfallrisikoabsicherung meiner Lebensversicherung lag in meinem eigenen Interesse und wurde nicht als obligates Element der Finanzierung abgelehnt.

Grüsse,

Nessio

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Ich denke, die Diskussion zeigt sehr schön, wie unterschiedlich die Vorgehensweisen der einzelnen Banken sind. So ist es beispielsweise auch möglich, dass eine Bank eine höhere Risikostruktur hat und selbst bei 20% EK gegenüber einen Kunden auf die Verpfändung von sämtlichen Werten besteht, die noch zusätzlich vorhanden sind.

Deshalb meine Empfehlung: Es lohnt sich wirklich, mehrere Kreditgeber zu vergleichen und darauf zu achten, wie die Kreditstruktur konkret ausgestaltet wird. Das kann bei grossen Krediten durchaus eine Differenz von mehreren tausend CHF ausmachen.

Freundliche Grüsse,

FWinkler

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