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Nessio

Indirekte Amortisation der Säule 3a: Versicherung oder Bank?

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Hallo zusammen,

ich würde gerne eine Diskussion über die indirekte Amortisation der Säule 3a eröffnen. Ich persönlich habe mein 3a-Guthaben an die Bank verpfändet und bin immer noch am Überlegen, ob eine Versicherungslösung für mich von Vorteil wäre. Letztere bietet mir eine gemischte Lebensversicherung 3a, die sowohl Versicherungsschutz als auch einen Sparanteil gewährleistet. Ich war immer skeptisch gegenüber Versicherungen und 3a-Kapital und habe deshalb bisher immer getrennt zwischen Versichern und Sparen bei der Bank gewählt. In letzter Zeit habe ich aber festgestellt, dass diese Lösung, insbesondere im Vergleich mit dem neuen Versicherungsgesetz von 2007, einige Vorteile bietet.

Ich frage mich jedoch, ob ich bei meiner Überlegung etwas übersehen habe. Was sind eure Meinungen, Erfahrungen und Überlegungen zu diesem Thema?

Ich freue mich auf eure Inputs!

Liebe Grüsse

Nessio

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Hallo Nessio,

bei der indirekten Amortisation der Säule 3a über eine Versicherung statt einer Bank gibt es verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, um Vor- oder Nachteile zu bewerten.

Ein wichtiger Faktor ist das Alter des Einzahlers. Bei jüngeren Personen kann sich die Versicherung oft mehr lohnen als bei älteren. Der Grund dafür liegt darin, dass Versicherungen höhere Prämien erheben, je höher das Risiko ist, dass die Versicherten in naher Zukunft sterben oder invalid werden. Daher werden ältere Personen oft höhere Prämien zahlen müssen, um eine ähnliche Rendite wie bei einer Bank zu erzielen.

Eine Versicherung kann sich auch lohnen, wenn man höhere Renditen erwirtschaftet. Da Banken bei einer indirekten Amortisation der Säule 3a Rückzahlungen anbieten, die steuermindern wirken, kann dies ein höheres Ergebnis erzielen als eine Versicherung.

Ein Beispiel: Ein 30-jähriger Einzahler hat CHF 50'000 in der Säule 3a angespart und kann wählen, ob er dieses Geld bei der Bank oder einer Versicherung indirekt amortisieren will. Die Bank bietet einen Zinssatz von 2%, die Versicherung garantiert 1,5%. Wenn er sich für eine Hypothekenamortisation bei der Bank entscheidet, wird er nach 10 Jahren CHF 21'325 an Gesamtzinsen gezahlt haben und eine Hypothekarschuld von CHF 39'408 haben. Wenn er das 3a-Guthaben bei der Versicherung einzahlt und zusätzlich von einem Steuervorteil von 30% profitiert, hat er nach 10 Jahren eine Kombination aus Spar- und Versicherungsbeiträgen von CHF 64'170. Er kann CHF 12'672 für die Tilgung von Hypothekenkrediten verwenden und hat gleichzeitig eine Todesfallleistung von CHF 51'498. Eine indirekte Amortisation über eine Versicherung kann daher für Personen lohnenswert sein, die keine Hypothek aufnehmen oder keine Rückzahlungen von Banken erhalten können.

Es gibt jedoch auch Nachteile, die beachtet werden sollten. Zum Beispiel können bei einer Versicherung hohe Gebühren und Kosten anfallen, die die Rendite reduzieren. Auch das Risiko des Kreditgebers kann bei einer Versicherung höher sein als bei einer Bank.

Es hängt also von den individuellen Umständen ab, ob eine indirekte Amortisation der Säule 3a über eine Versicherung oder eine Bank die bessere Wahl ist. Es empfiehlt sich, verschiedene Optionen zu vergleichen und zu prüfen, welches Angebot die besten Bedingungen bietet.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Gruess

FWinkler

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Hallo Nessio,

es kommt bei der indirekten Amortisation der Säule 3a wirklich darauf an, was du dir erhoffst und welche Vorteile du erlangen möchtest.

Ich selbst habe mich dafür entschieden, mein 3a-Kapital bei der Versicherung zu hinterlegen, um von der garantierten Rendite sowie vom Versicherungsschutz profitieren zu können. Ich schätze auch, dass ich so, insbesondere in der aktuellen Niedrigzinsphase am Markt, zumindest eine zufriedenstellende Rendite erziele. Natürlich gibt es auch gewisse Nachteile bei der indirekten Amortisation bei einer Versicherungslösung wie hohe Verwaltungskosten. Trotzdem denke ich, dass dies eine lohnenswerte Option für mich darstellt, auch mit Blick auf langfristigen Sparhorizont.

Stephan

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Hallo Nessio,

Ein Aspekt, den du noch berücksichtigen könntest, wenn du dich entscheidest, das 3a-Kapital bei der Versicherung zu hinterlegen: Was genau passiert mit deinem Kapital, wenn du stirbst? Bei einer Bank am man das 3a-Kapital trotz Pfandvertrag zurück, wenn man stirbt. Bei einer Versicherung jedoch wird das Kapital tatsächlich in eine Police umgewandelt. Bei der Bezahlung dieser Police fallen oftmals Steuern und Gebühren an. Deshalb empfehle ich, dass du dies auch in Betracht ziehst, wenn du dich für eine indirekte Amortisation durch eine Versicherung entscheidest.

Liebe Grüsse,

Nicola

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