Swiss.Stephan Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo zusammen, Ich plane gemeinsam mit meinem Mann, das Haus meiner Eltern zu übernehmen. Das Haus ist noch mit einer Hypothek von etwa 400.000 CHF belastet. Meine Mutter schlägt vor, mir das Haus mit der Hypothek zu "schenken". Aber ist das auch die beste Lösung für uns? Ich habe einige Fragen und Bedenken und wäre dankbar für eure Hilfe und Expertise. Wie kann die Übernahme am besten geregelt werden? Benötigen wir Eigenkapital, um das Haus zu übernehmen? Was passiert, wenn meine Mutter ins Pflegeheim muss und ich dann für die Kosten aufkommen muss, da sie mir das Haus überschrieben hat? Ich fühle mich bei diesem Thema etwas überfordert und würde mich über Ratschläge und Meinungen freuen. Vielen Dank im Voraus. Viele Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo Stephan, Vielen Dank für deine Anfrage bezüglich der Übernahme eines Hauses. Um eine solche Übernahme am besten zu regeln und mögliche Risiken zu minimieren, empfehle ich, einen Notar hinzuzuziehen, der den Übertragungsvertrag aufsetzt und prüft. Der Notar stellt sicher, dass alle Bedingungen klar und eindeutig formuliert sind und dass beide Parteien gut informiert sind über die möglichen Konsequenzen der Übernahme. Eine mögliche Option ist, dass ihr das Haus zu einem symbolischen Preis übernehmt, um notarielle Gebühren zu sparen. Das hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie der Höhe des Kaufpreises, der Grösse des Vermögens und der Höhe der Hypotheken. Zu beachten ist jedoch, dass dadurch ein höherer Eigenkapitalbedarf entsteht. Wenn das Haus mehr wert ist als die Hypothek, könntet ihr über eine Belehnung des Hauses das fehlende Eigenkapital erbringen. Eine Belehnung bedeutet, dass ihr ein Darlehen aufnehmt und das Haus als Sicherheit dafür dient. Das ist eine Möglichkeit, um den Eigenkapitalbedarf zu decken und das Haus zu erwerben. Ich bin kein Steuerberater, aber um deine Frage zu beantworten, ob es sich bei einer Hausüberschreibung um eine Schenkung handelt: ja, das ist der Fall. In diesem Fall müsstet ihr möglicherweise Schenkungssteuer entrichten. Die Schenkungssteuer hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Höhe des Kaufpreises, der Verwandtschaftsbeziehung zwischen den Parteien und der Lage des Hauses. Um sicher zu gehen, dass ihr keine Steuern hinterzieht, empfehle ich, einen professionellen Steuerberater zu konsultieren. Aus meiner Sicht solltet ihr auch eine vorausschauende Planung für den Fall berücksichtigen, dass ihr das Haus möglicherweise später verkaufen müsst oder verkaufen wollt. Wenn ihr das Haus in Zukunft verkaufen möchtet, solltet ihr darauf achten, dass ihr keine unerwarteten Steuerzahlungen leisten müsst und dass ihr den bestmöglichen Preis für das Haus erzielen könnt. Ich hoffe, das hilft dir weiter. Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung. Viele Grüsse, Nicola Padinatos Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo Stephan, Ich habe in einer ähnlichen Situation vor einigen Jahren einen Notar hinzugezogen. Der Notar hat dann den Übertragungsvertrag aufgesetzt und alle Unterlagen geprüft. Das hat mir ein grosses Stück Sicherheit gegeben, da ich dadurch besser informiert war, welche Risiken und Pflichten ich trage. Ich weiss nicht, welche Steuern bei einer solchen Übertragung anfallen, aber ich würde diesbezüglich auch einen Steuerberater konsultieren. Zu deiner zweiten Frage: Ja, das Haus kann als Eigenkapital angerechnet werden. Jedoch empfehle ich, dafür eine professionelle Beratung bei einer Bank oder einem Finanzberater einzuholen, um die besten Optionen zu finden. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Beste Grüsse, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo Stephan, Ich würde euch dringend raten, euch auch über die Risiken und Verantwortlichkeiten bei einer Hausübernahme gut zu informieren. Denn auch wenn das Haus als Eigenkapital angerechnet werden kann, trägt ihr immer noch die Hauptlast der Hypothek und anderen Kosten. Zum Beispiel müsstet ihr auch für Instandhaltung und Reparaturen sorgen. Es ist wichtige zu überlegen, ob ihr dazu in der Lage seid, insbesondere falls unvorhergesehene Kosten auftauchen – beispielsweise wenn das Dach kaputt geht. Ein Notar könnte euch auch diesbezüglich beraten und möglicherweise weitere Optionen aufzeigen. In jedem Fall empfehle ich, vor einer Übernahme gründlich zu recherchieren und sich von unabhängiger Seite beraten zu lassen. Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg bei eurem Vorhaben. Viele Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...