Bauplanung & Bauleitung
Baukostenplan BKP

Der Baukostenplan

Eine der wichtigsten Fragen bei einem Bauvorhaben sind die Kosten. Sie sollen möglichst korrekt kalkuliert sein, und müssen durch eine Finanzierungsplanung abgesichert werden. Der sogenannte BKP beinhaltet dabei alle Kosten, die entstehen können. Dazu gehören nicht nur der Erwerb des Grundstückes und die Baukosten, sondern auch Nebenkosten aller Art, wie die Notargebühren oder die Kosten des Architekten.

23 Mai 2015

Ungeplantes kann den Bau erheblich verteuern

Wer einen Neubau oder eine Sanierung plant, sollte auch Dinge einrechnen, wie eine Bauherren-Haftpflichtversicherung oder einen Notgroschen bereithalten, falls es zu ungeplanten Zwischenfällen kommt.

Überraschungen bei Neubauten beziehen sich beispielsweise oft auf den Grundstücksuntergrund. Stösst man hier auf Felsen, müssen Sprengungen bezahlt werden, haben sich seit der ursprünglichen Planung die Grunderwerbssteuern des Bundeslandes erhöht? Ähnliche Dinge können zu höheren Kosten führen, als zunächst geplant war. Bei Sanierungen dagegen sind diese Probleme nicht zu befürchten, dafür gibt es andere. Beispielsweise soll das Dach neu gedeckt werden, und dabei werden Schäden am Dachstuhl festgestellt, ungeplanter Weise müssen Wände trockengelegt werden oder Zu- und Ableitungen der Wasserversorgung sind nicht weiterhin nutzbar. Dies sind nur ein paar Dinge, die dem Bauherrn Sorgen machen können.

Aus diesem Grund sollte der BKP stets reichlich bemessen sein und nicht zu knapp.

Geplante Teuerungen

Einige Teuerungen lassen sich vermeiden, andere nicht. So können zum Beispiel mit Architekten oder manchen Handwerkern Festpreise vereinbart werden. Dann kann hier keine Verteuerung entstehen. Ausserdem sollten Sie Angebote des Handwerkers dahingehend prüfen, ob die angenommenen Aufmasszahlen stimmen können. Grob über den Daumen sollte es realistisch sein, wie viele Meter Abwasserrohr verlegt oder wie viele Steckdosen im Gebäude angebracht werden. Manche schwarze Schafe der Branche schreiben hier bewusst zu wenig ins Angebot in der Gewissheit, am Ende nach Aufmass abrechnen zu können.

Einplanen sollte man Teuerungen, die sich aus den Gegebenheiten ableiten. Entscheiden Sie sich beispielsweise während des Baus für teurere Fenster oder edlere Türen, so führt das zu höheren Kosten, die Sie jedoch von vorn herein mit einem finanziellen Polster einplanen können.

 

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