Fassade
Verputzen

Der richtige Putz für die Hauswand

Soll ein Gebäude einen Aussenputz erhalten, geht es um weit mehr als die Farbe der Fassade. Die Zusammensetzung und die Materialien, die verwendet werden, sollten auf den Untergrund und die Beanspruchung abgestimmt sein.

17 Februar 2015

Dauerhafter Pflegefall

Eine geputzte Hauswand gilt als pflegeleicht: ist der Putz einmal dran, kann er immer wieder gestrichen werden. Doch ganz so ist es nicht, denn Fassaden aus Putz müssen aller paar Jahre erneuert werden. Bilden sich Risse oder der Putz bröckelt sogar, wird es allerhöchste Zeit. Beim Ausbessern oder sogar neu Verputzen sollte aber das richtige Material Verwendung finden.

Die Folgen von Fehlern bei der Auswahl

Greift man zum falschen Putz, sind die Ergebnisse meist schneller da als gedacht. Das Material haftet nicht, Moose und Flechten verunstalten die neue Wand, oder die Farbe hält nicht gut. Der sogenannte Baustellenmörtel ist immer noch in vielen Köpfen d a s Material zum Ausbessern. Doch er darf nicht mehr zum Einsatz kommen. Nachfolger sind viele verschiedene Materialien, die je nach Putzfläche und Haus ausgewählt werden.

Der Unterschied

Prinzipieller Unterschied zwischen den Putzen ist der mineralische und der Kunststoffputz. Mineralisches Material kann fast überall eingesetzt werden. Er ist diffusionsoffen und gibt die Feuchtigkeit wieder nach aussen ab. Wer gern ein altes Haus nach entsprechenden Gesichtspunkten sanieren will, kann mit Reinkalkputzen oder hydraulischen Kalkputzen arbeiten, denn diese sind natürliche, altbewährte Stoffe, die auch heute wieder gern eingesetzt werden.

Der Kunstharzputz

Sogenannte Kunstharzputze sind im Aussenbereich gut zu verarbeiten, weil sie schnell haften und die Farben bleiben lange schön. Doch bei Feuchtigkeit platzen sie schnell wieder ab. Abzuraten ist, wenn Kunstharzputz auf mineralischen Putz aufgetragen werden soll. Ist hier der alte Putz nicht gut entfernt, fällt der neue schnell wieder von der Wand.

Vor-und Nachteile

Fast jeder der Putze hat Vor-und Nachteile. Ist das Material recht grob, hält der Putz beim Verarbeiten gut. Allerdings hat eine grobe Struktur an der Wand den Nachteil, Schmutz gut aufzunehmen. Ist der Feinputz glatt verarbeitet, sieht er ebenmässig aus. Dafür neigt er schneller zur Bildung von Rissen.

Das Klima entscheidet mit

Will man die richtige Wahl treffen, ist es unbedingt nötig, das Klima mit zu bedenken. Denn es ist entscheidend für den richtigen Putz. Ist es sehr feucht, setzen die mineralischen Materialien leicht Flechten und Algen oder Moose an. Ein Kunststoff-oder Silikatputz macht sich hier besser. Der Untergrund muss ebenfalls beachtet werden.

Ausbessern oder abhacken und neu putzen?

Die Frage stellt sich immer wieder. Eine grobe Faustregel sagt: Sind mehr als 25 % des alten Putzes nicht mehr in Ordnung, lohnt das Ausbessern nicht mehr und es sollte neu geputzt werden.

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