Finanzen & Recht
Villa in Lugano

Ferienhaus in der Schweiz kaufen – mit was ist zu rechnen?

Ein Ferienhaus in der Schweiz kann für viele Menschen interessant sein. Für den eigenen Urlaub, als Rückzugsmöglichkeit im Alltag, oder auch als Investment, wenn es darum geht, dass Häuser vermietet werden und darüber Einnahmen generiert werden können. Fakt ist, dass alle EU Bürger in der Schweiz ein Haus kaufen dürfen, wenn sie es als Erstwohnsitz melden.

31 Mai 2015

Wenn das Ferienhaus in der Schweiz als Zweitwohnsitz genutzt werden soll, sind die Bestimmungen je nach Kanton sehr unterschiedlich. Zum Teil ist es ohne Probleme möglich, einen Zweitwohnsitz in der Schweiz zu kaufen – zum Teil nur unter bestimmten Bedingungen und unter Einhaltung von Auflagen (Quelle: Ch.ch). Sollten Bürger z.B. aus Russland eine Immobilie kaufen wollen, so dürfen die Behörden im Kanton selbst entscheiden, ob dies möglich ist, oder nicht.

Was kostet ein Haus in der Schweiz? – Quadratmeterpreise in der Übersicht

Die Quadratmeterpreise sind in der Schweiz sehr unterschiedlich. Vor allem die Toplagen wie Genf und Lausanne, aber auch Skigebiete und Promitreffpunkte wie St. Moritz sind sehr gefragt. Hier ist es möglich, dass der Preis pro m² Wohnfläche auf bis zu 12’000 – 15’000 Franken steigt. Auch in Davos sind die Preise je m² Wohnfläche häufig im Bereich von über 10’000 Franken. Wer es etwas preiswerter möchte, der kann außerhalb der Toplagen mit Preisen von bis zu 3’000 Euro je m² rechnen. Zum Kauf kommen natürlich wie auch in Deutschland noch Gebühren, bzw. Nebenkosten, die aber prozentual betrachtet niedriger sind. Wem die Schweiz einfach zu teuer ist, der findet in Norditalien ebenfalls attraktive Immobilien in den Bergen – zum Beispiel am Gardasee (Infos zu Gardaseeimmobilien), der bei vielen deutschen Urlaubern sehr gefragt ist und mit dem Auto, aber auch per Flugzeug und Bahn bestens erreicht werden kann.

Grunderwerbssteuer in der Schweiz bis 4%

Wie auch in Deutschland gibt es in der Schweiz eine Grunderwerbssteuer. Diese ist abhängig davon, wo eine Immobilie gekauft wird. Die Kantonen bestimmen die Steuer selbst – sie liegt in der Regel zwischen 1 und 4% des Kaufpreises einer Immobilie. Zusätzlich kommen noch Gebühren für das Grundbucht und etwaige Eintragungen hinzu. Diese liegen bei 0,3 bis etwas über 1% des Kaufpreises. Unter dem Strich sind die Gebühren damit niedriger, als es vielerorts in Deutschland der Fall ist, wo die einzelnen Bundesländer bis zu 6,5% als Gebühr nehmen.

Vor dem Kauf einer Immobilie in der Schweiz sollten natürlich die Preise verglichen werden. Auch hier gibt es nicht nur regionale Unterschiede, sondern Grundstücksgröße, Lage und erst Recht der Zustand der Immobilie tragen erheblich dazu bei, wie sich der Preis gestaltet.

TEILEN:

Kommentar verfassen