Möbel
Behindertengerechtes Bauen

Möbel für Senioren

Uns alle geht es etwas an: Das Alter. Trotz altersbedingter Widrigkeiten möchten die meisten Menschen ihren Alltag selbstständig gestalten und bewältigen. Dabei können sie einerseits durch spezielle Möbel und Geräte unterstützt werden. Andererseits ist es möglich, Wohnungen genauso mit konventioneller Möblierung an Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen.

21 Juni 2016

Häufig berichten Medien von 30-jährigen urbanen Singles. Den Grossteil der Einpersonenhaushalte machen jedoch ältere Leute aus. In diesem Kontext kristallisiert sich die Frage heraus: Welche Möbel für Senioren sollte eine Wohnung beinhalten? Es sind nämlich nicht nur die baulichen Massnahmen und eine gute Ortswahl der Wohnung entscheidend, damit das Leben im Alter sicher ist und erleichtert wird, sondern ebenso Möbel, bei denen es einige Punkte zu beachten gilt.

Möbel für Senioren kaum am Markt zu finden

Die „Möbel für Senioren“ schlechthin werden kaum angeboten. Experten für altersgerechtes Bauen räumen dieser Art Möbeln schlechte Marktchancen ein. Sie lassen aber auch durchklingen, dass grundsätzlich alle Möbel sich für Seniorenhaushalte eigenen, sofern sie vordergründig praktische Eigenschaften mit sich bringen: Blendfreie Oberflächen, gute Griffe zum Beispiel und vor allem robuste Ausführungen. Allein diese Merkmale genügen, um den Bedürfnissen im fortgeschrittenen Alter gerecht zu werden. Für Menschen mit weitreichenden körperlichen Beeinträchtigungen gibt es darüber hinaus mehrere und unterschiedliche Hilfsmittel.

Wohnzimmer

Stürze sind ein besonderes Risiko für Seniorinnen und Senioren. Diese gilt es ergo zu vermeiden oder zumindest die Gefahren eines eventuellen Sturzes zu verringern. So ist auch eine helle, aber nicht blendende, Beleuchtung grundsätzlich in allen Räumen obligatorisch. Nachstehende Aspekte sollten berücksichtigt werden:

  • Wohnungen nicht vollstellen und Raum lassen.
  • Auf Möbel für Senioren verzichten, die Stürze und Verletzungen herbeiführen können (vorstehende, scharfe Komponenten, Ecken, Kanten)
  • Mobiliar wie Vitrinen Regale an Wänden und bzw. oder am Boden befestigen, damit sie nicht umfallen, wenn sich ältere Menschen daran festhalten.
  • Oft gebrauchte Gegenstände in Reichweite aufbewahren. Das Steigen auf Leitern und Stühle birgt zusätzliche Gefahren, die sich vermeiden lassen.
  • Teppiche fixieren bzw. rutschfestmachen. Auch die Platzierung spielt eine Rolle. Sie sollten so ausgerichtet sein, dass ein Stolpern über die Ränder vermieden wird.
  • Mittelfüssige Tische entfernen. Sie kippen leicht, wenn Menschen sich abstützen.
  • Sessel und Sofas sollten nicht zu weich und nicht zu tief sein. Dieses sollte vor dem Kauf im Geschäft getestet werden.
  • Vorteilhaft sind Stühle und Sessel mit Armlehnen.

Küche

Die Küche ist auch für Seniorinnen und Senioren der Arbeitsplatz zu Hause. Dort wird geschnitten, geschält, angerichtet, gekocht, geputzt, abgewaschen und schliesslich aufgeräumt. Daher ist in diesem Raum eine praktische Einrichtung erforderlich.

  • Spülbecken, Kochfelder, Arbeitsplatte, Ofen, Geschirrspüler und Kühlschrank sollten über eine bequeme Höhe verfügen.
  • Die obersten Fächer der Schränke nicht mit alltäglichen Gegenständen füllen, sondern auch hier auf praktische Erreichbarkeit achten.
  • Schrankfächer und Schubladen sollten, wenn möglich, ganz ausziehbar sein.
  • Küchengeräte erwerben, dessen Bedienung leicht und übersichtlich ist.
  • Kleine Helfer ermöglichen kleinräumige Bewegungen. Diese können fest installierte Dosenöffner oder Schraubdeckelöffner sein.

Schlafzimmer

Möbel für Senioren finden sich eher im Schlafzimmer wieder. Hier ist das Bett bedeutsam. Als besonders komfortabel erweisen sich elektrisch verstellbare Schlafmöglichkeiten. Die günstigsten Varianten kosten 1500 Franken. Allfälligen Bedürfnissen kann jedoch bereits anhand kleinerer Einrichtungen für ältere Leute entsprochen werden.

  • So ist auch im Schlafzimmer ein herkömmliches Bett, das nicht zu tief ist und das Schlafengehen und Aufstehen leichter macht, wichtig.
  • Werden harte Matratzen beim Kauf gewählt, unterstützen sie das Ankleiden beim Sitzen.
  • Häufig getragene Kleider werden praktischerweise im Schrank auf der mittleren Höhe untergebracht.
  • Die Halswirbelsäule kann mittels Nackenkissen entlastet werden.
  • Nachttische, die eine ausziehbare Tischfläche haben, geben eine weitere Ablagemöglichkeit.
  • Auf Bewegungen reagierende Nachtlichter unterstützen das nächtliche Aufsuchen des WC, wenn sie an den unteren Steckdosen angeschlossen werden.

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