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Wintergarten Fundament

Ein Wintergarten braucht ein tragfähiges Fundament. Dieses muss im Prinzip die gleichen Anforderungen erfüllen wie bei einem klassischen Hausanbau. Es muss Lasten aufnehmen, eine Sperre gegen aufsteigende Nässe haben und eine Wärmedämmung besitzen. Letzteres ist bei Kaltwintergärten entbehrlich, sollte aber im Zuge der Arbeiten am Fundament nach Möglichkeit mit eingebracht werden.

20 August 2015

Die Art des Fundamentes

Das Fundament kann als Streifenfundament ausgeführt sein, welches nur unter den Wänden sitzt. Besser ist eine gegossene Bodenplatte in ganzer Grösse des Anbaus. Damit sich die Lasten möglichst gleichmässig verteilen, wird in die Bodenplatte eine Stahlarmierung eingegossen. Für die Planung des Fundamentes sollte – auch wenn der Wintergarten selbst errichtet wird- ein Statiker oder Bauingenieur zu Rate gezogen werden. So muss beispielsweise das Fundament eine sogenannte Frostschürze erhalten, damit kein Wasser unter die Bodenplatte läuft.

Fundament der Terrasse nutzen

Oft entsteht ein Wintergarten dort, wo bislang die Terrasse war, bzw. diese soll überdacht und mit Wänden versehen werden. Doch Experten raten davon ab, das Fundament der Terrasse für den Wintergarten zu nutzen. Denn das Wintergarten Fundament hat anderen Anforderungen gerecht zu werden. So hat der Terrassenboden in aller Regel keine Wärmedämmung, keine Sperre gegen die aufsteigende Feuchtigkeit und auch nicht die erforderliche Tragfähigkeit. Zudem hat für ablaufendes Regenwasser die Terrasse ein Gefälle, was für den Boden im Wintergarten stört.

Das Wintergarten Fundament und seine Versorgungsleitungen

Je mehr der Wintergarten ein Teil der Wohnung sein soll, um so mehr Versorgungsleitungen sind auch nötig. Diese können in aller Regel im Fundament verlegt werden. So zum Beispiel die Heizungsverbindungen oder sogar eine Fussbodenheizung, und eventuell auch Wasser und Abwasser, je nach Nutzung.

Fundament mit Perimeterdämmung

Das Fundament sollte eine Wärmedämmung enthalten. Für einen Wohnwintergarten ist dies ohnehin unumgänglich, aber auch für einen nicht immer genutzten und nicht beheizten Wintergarten ist dies von Vorteil. Mit der Perimeterdämmung wird die Bodenplatte von unten her gedämmt, denn so können Wärmeverluste am besten verhindert werden. Eine zusätzliche Dämmung im Zuge der Estrichverlegung ist dennoch möglich. Im ausgehobenen Fundament wird dafür ein Kiesbett aufgeschüttet und verdichtet. Darauf kommen eine entsprechende PE-Folie und die Dämmschicht aus XPS-Platten. Darüber wird die Bodenplatte gegossen. Wie dick diese sein sollte, wird der Statiker aufgrund der Bauplanung angegeben haben. In diesem Zuge wird auch die Frostschürze gegossen, da diese beiden Teile zusammen aushärten sollen.

 

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