Garten
Sprinkleranlage

Sprinkleranlage im Garten verlegen – so geht es!

Nach diesem heissen Sommer möchten Sie das Bewässern der Bäume, Sträucher und der Beete im Garten vereinfachen? Dann ist jetzt die beste Zeit, eine automatische Sprinkleranlage im Garten zu verlegen. Wir zeigen, was Sie dazu brauchen und wie es funktioniert.

31 August 2018

Wer von uns Hobbygärtnern hätte sich nicht diesen Sommer im Garten eine automatische Gartenbewässerung gewünscht, die den Garten mit Wasser versorgt. Dabei ist das Verlegen einer solchen Anlage nicht kompliziert und lässt sich in praktisch jedem Garten durchführen. Perfekt ist eine Anlage, die sich komplett und mit allen Bauteilen im Erdreich befindet. Auf diese Weise wird das optische Erscheinungsbild im Garten rund um Beete und Rasenfläche nicht gestört und Sie können zum Beispiel in Ruhe Ihren Rasen mähen.

Die Sprinkleranlage kurz erklärt

Bei einer automatischen Bewässerungsanlage im Garten werden sogenannte versenkbare Sprinkler in den Rasen montiert und untereinander mit Wasserleitungen und einer Steuerung verbunden. Ein zentrales, elektronisches Steuergerät kommuniziert über das unter dem Rasen verlegte Rohrleitungssystem mit Magnetventilen, die sich bei entsprechender Wasserzufuhr öffnen und wieder schliessen. Die versenkbaren Sprenger heben sich durch den Wasserdruck rund 10 Zentimeter über die Rasenoberfläche und bewässern die Umgebung je nach Einstellung. Weil die komplette Anlage im Boden verlegt ist, sorgt sie für keinerlei optische Einschränkungen im Garten.

Die automatische Gartenbewässerung planen

Ohne Frage sollte die Planung einer automatischen Bewässerungsanlage so früh wie möglich begonnen werden. Hobbygärtner, deren Gartenanlage bereits fertig angelegt ist, haben den Vorteil, dass sie sehr genau wissen, wo sie regelmässig Giessen müssen und ihre Bauteile platziert werden sollen. Nachteil: Der nachträgliche Einbau muss besonders sorgsam vorgenommen werden, um den Rasen, Baumwurzeln oder Pflanzen nicht zu beschädigen. Bei der Neuanlage eines Gartens müssen Sie sich dagegen früh festlegen, wohin Beete, Terrasse und Rasenflächen platziert werden sollen, damit die Anlage später auch die richtigen Bereiche versorgt. Dafür lässt sich die Sprinkleranlage aber noch im unfertigen Garten einsetzen, was deutlich einfacher sein kann.

Um eine Anlage zu planen, brauchen Sie heute nicht mehr mit Stift und Papier bewaffnet in den Garten zu gehen. Online-Tools wie das von Gardena helfen dabei, ihre Anlage am PC genauestens zu planen. Viele Modelle sprengen Flächen in einem Radius von 360 Grad. Haben Sie einmal die Grundstücksflächen und Beete eingegeben, hilft Ihnen das Tool bei der optimalen Platzierung der Bauteile. Achtung: Die Anschlussstellen für Wasser und Strom nicht vergessen, in der Planung mit anzugeben!

Tipp: Wem die Planung zu kompliziert ist, geht auf eine Fachfirma zu. Die helfen nicht nur beim Verlegen der Anlage, sondern bringen viel Know-how mit, was Planung angeht.

Vorteile einer Sprinkleranlage

  • Gleichmässige und langsame Bewässerung
  • Von der Tageszeit unabhängiges Giessen
  • Verschiedene Reichweiten möglich
  • Aufwändiges Giessen mit Schlauch nicht mehr nötig
  • Verschiedene Düsenaufsätze möglich
  • Durch Programmierung ist problemloses Giessen auch während einer Abwesenheit möglich
  • Anschluss mehrerer Sprenger an eine Steuerung
  • Weniger Wasserverbrauch als beim herkömmlichem Giessen
  • Regensoren als Ergänzung denkbar

Nachteile einer Sprinkler-Anlage

  • Eher hochpreisige Investition
  • Bei schlechter Planung Über- und Unterwässerung von Pflanzen möglich

Rohre verlegen und Regner einsetzen

Kleinere Bewässerungssysteme können Sie selbstverständlich auch selbst umsetzen. Dazu gehen Sie in folgenden Schritten vor:

  • Rasen kurz mähen und Schnittgut entfernen
  • Alle Bauteile der Anlage laut Planung auf dem Rasen genau auslegen und überprüfen, ob alle Teile ausreichend vorhanden sind.
  • Rohrleitungsgraben laut Planung rund 25 Zentimeter tief ausheben oder so, dass die Regner im geschlossenen Zustand bündig mit der Rasenfläche abschliessen. An den Stellen, wo sich Regner befinden werden, kleine Markierungen zur Erinnerung anbringen.
  • Rohrleitung in den Rohrgraben hineinlegen.
  • Mittel- und Endregler an den gewünschten Stellen durch zusätzliche Anschlüsse und Regneranschlussrohre an der Hauptleitung installieren.
  • Anlage jetzt prüfen und durchspülen.
  • Ein Kiesbett unter den Rohren sorgt für eine Drainage, die zum Beispiel bei der Entwässerung der Schläuche wichtig ist, damit Wasser schneller abfliessen kann.
  • Graben mit Erde und Grassode auffüllen und alles gut festtreten.

Eine anschauliche Anleitung zum Verlegen einer Bewässerungsanlage finden Sie hier.

 

 

Fazit

Eine automatische Bewässerungsanlage zu planen ist durchaus ein Projekt im Garten, das etwas Zeit und Musse in Anspruch nimmt. Doch ist das Sprinklersystem richtig angelegt, nimmt es Ihnen im nächsten Sommer zuverlässig das Giessen ab und bewässert den Garten vor allem dann, wenn es für die Pflanzen optimal ist – nämlich in den frühen Morgenstunden, wenn das Erdreich das Wasser am besten aufnimmt. Falls Sie dazu in unseren Ratgeber hineinschauen wollen: Gerne!

 

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1 Kommentar
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Administrator
8 Jahre zuvor

Wow – echt noch cool dieses Planungstool von Gardena, kannte ich noch nicht!