FWinkler Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo zusammen, ich bin FWinkler und bin sehr enttäuscht von der kürzlichen Kostenschätzung für unser EFH. Wir haben uns für den Bau mit einem Architekten entschieden, da wir mit den Fertighaus-Anbietern in unserer Umgebung unzufrieden waren. Wir haben das Gefühl, dass seit der Erteilung der Baugenehmigung im Mai 2011 nichts mehr vorwärts geht. Aber das ist nicht das Schlimmste: der Architekt hat uns gerade erzählt, dass der ursprünglich angenommene Preis von CHF 614'000.- für das Haus (laut Kostenschätzungsformel SIA, jedoch ohne Angebote) auf ein plötzliches CHF 750'000.- gestiegen ist, ein Aufschlag von mehr als 22%. Das ist eine sehr bittere Pille für uns! Wir gehen davon aus, dass die Kosten ungefähr folgendermassen aufgeteilt sind: BKP 0: Grundstück (bereits vorhanden) BKP 1: Vorbereitungen (CHF 5'000.-) BKP 2: Gebäude (CHF 526'800.-), bestehend aus einem Wohnhaus (750m³ x CHF 610.- = CHF 457'500.-), einer Garage (198m³ x CHF 350.- = CHF 69'300.-), einer unterkellerten Holzrahmenkonstruktion mit Minergie-Standard und Komfortlüftung (nicht zertifiziert). BKP 4: Umgebung (Garten, CHF 35'000.-) BKP 5: Baunebenkosten (Übersetzungen, Honorare, etc., CHF 45'000.-) Ich frage mich, ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder ob ihr Tipps habt, wie man mit dieser Herausforderung umgehen könnte. Wir haben uns wirklich unserem Architekten anvertraut, aber wir fühlen uns verlassen und sind unsicher, wie es weitergehen soll. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 FWinkler, ich kann nachvollziehen, wie stressig es sein kann, wenn der Bau des eigenen Hauses teurer wird als ursprünglich geplant. Vor einigen Jahren habe ich ebenfalls den Bau meines Eigenheims in Angriff genommen und ähnliche Erfahrungen gemacht. Möglicherweise solltest du dich mit deinem Architekten zusammensetzen und die Gründe für den massiven Anstieg der Gesamtkosten erörtern. Besprecht gemeinsam, welche Kostentreiber es gibt und wo Einsparungsmöglichkeiten bestehen. Eine gute Möglichkeit, dies zu tun, ist eine detaillierte Kostenaufstellung, in der jeder Posten genau aufgeschlüsselt ist. Eine Möglichkeit, Kosten zu sparen, besteht darin, bei bestimmten Ausstattungsgegenständen auf günstigere Alternativen zurückzugreifen, die dennoch den Anforderungen entsprechen. Ein Beispiel hierfür sind Sanitärinstallationen. Bei meinem eigenen Hausbau konnte ich hier Kosten einsparen, indem ich mich für ein günstigeres Waschbecken und Armaturen entschied, die dennoch meinen Ansprüchen entsprachen. Ein weiterer Kostentreiber können versteckte Kosten sein, die bei der Planung oft nicht rechtzeitig berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise anfallende Gebühren für die Baugenehmigung, Kosten für Architekten und Gutachter sowie eventuelle Mehraufwendungen für den Aushub oder die Entwässerung des Grundstücks. Auch hier solltest du mit deinem Architekten sprechen und sicherstellen, dass alle anfallenden Kosten vollständig erfasst und kalkuliert wurden. So kannst du mögliche böse Überraschungen später vermeiden. Es ist wichtig zu betonen, dass Kostensteigerungen während des Hausbaus in den meisten Fällen unvermeidlich sind. Es ist jedoch wichtig, diese Kosten im Voraus genau zu planen und zu kalkulieren, um später unnötige Ausgaben zu vermeiden. Durch eine detaillierte Kostenaufstellung und eine genaue Analyse der Ausstattungs- und Planungsoptionen kannst du sicherstellen, dass du am Ende ein Haus bekommst, das deinen Erwartungen entspricht und dabei deinen Budgetvorstellungen entspricht. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo FWinkler! Ich habe auch vor ein paar Jahren ein Haus bauen lassen und meine Baukosten waren zuerst auch höher als erwartet. Wir haben schlussendlich jedoch einige Einsparungsmöglichkeiten gefunden, um alles innerhalb unseres Budgets zu halten. Eine Möglichkeit, um die Kosten zu senken, ist vielleicht, weniger konstruktive Materialien für das Gebäude selbst zu wählen, wie Beton statt Holz. Auch die Fläche des Hauses könnte wenn möglich verkleinert werden, um Platz für einen Garten zu schaffen, anstatt es komplett bebaut zu lassen. Ein weiterer Aspekt, den ich berücksichtigen würde, ist der schwankende Kurs von Bauausrüstung. Es könnte sinnvoll sein, einige Materialien früher im Einkauf zu planen, um Preiserhöhungen zu umgehen. Ich glaube, ein offenes Gespräch mit deinem Architekten und dem Bauunternehmen könnte auch helfen, mehr Klarheit über den Baukosten zu erlangen. Ich drücke die Daumen, dass alles für euch gut kommt! MfG, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Interessant, FWinkler. Meiner Meinung nach gibt es viele Faktoren, die zu dem Anstieg der Baukosten beigetragen haben könnten, die über die Offiziellen Angebote hinausgehen. Hast du zum Beispiel auch Kosten für Ihre spezifische Lage berücksichtigt? Wenn Ihr Grundstück sich beispielsweise in einer bergigen Region mit schwierigem Zugang befindet, könnten Übersetzungen und Transportkosten deutlich höher sein. Ein weiterer Faktor, den ich berücksichtigen würde, ist der Preis für externe Profis, die zusätzlich zum Architekten engagiert werden müssen. Anwälte oder Fachmänner für internationale Vorschriften könnten den Preis erhöhen. Es könnte sinnvoll sein, sich mit dem Architekten zusammenzusetzen und die Konstruktionspläne, um unerwartete Kosten zu minimieren, neu zu bewerten. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...