nicola_padinatos Geschrieben June 1, 2023 Melden Share Geschrieben June 1, 2023 Hallo zusammen, ich stehe vor Beginn meines Einfamilienhausbaus und habe einige Schwierigkeiten in der Planungsphase. Ursprünglich lief alles nach Plan, jedoch bei der ersten Budgetsitzung lieferte das Architektenteam uns eine zweite Kostenzusammenstellung (nach dem Vorprojekt). Hierbei mussten wir feststellen, dass die Kosten um etwa 150.000 CHF höher sind als gedacht. Ca. 30.000 CHF davon haben wir uns selbst zuzuschreiben, da wir uns eine hochwertige Küche und Badezimmer ausgewählt haben. Die restliche Überschreitung sehen sie in den zusätzlichen Massnahmen zum Hochwasserschutz, obwohl wir sie bereits bei der ersten Besprechung über dieses Problem aufgeklärt hatten. Nach einem weiteren Gespräch haben wir vereinbart, Einsparungen bei anderen Bereichen, zum Beispiel beim Innenausbau, vorzunehmen, um das Budget wieder auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Jedoch war das heutige Treffen ernüchternd, denn wir erfuhren, dass die Installationen im Sanitärbereich nicht im Budget einkalkuliert wurden und um weitere 30.000 CHF teurer sind. Das ist schon frustrierend, da wir uns für dieses Architekturbüro wegen ihrem Ruf im Punkt "Budgetkontrolle/Einhaltung" entschieden haben, wobei wir uns einen Mehrpreis im Vergleich zu anderen Büros leisten mussten. Müssen wir nun nur noch Einsparungen machen oder wäre es auch angemessen, wenn der Architekt uns entgegenkommen würde und ebenfalls im Budget abstriche machen würde? Unsere Einsparungen sind schon ausgereizt und trotzdem kommen wir massiv teurer weg, weil sie z.T. unsauber gearbeitet haben. Ich bitte um eure Meinungen und Erfahrungen diesbezüglich. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben June 1, 2023 Melden Share Geschrieben June 1, 2023 Es ist wirklich ärgerlich, wenn beim Hausbau unerwartete Kosten auftreten. Denn die meisten Menschen haben ein begrenztes Budget und können es sich nicht leisten, viel mehr zu bezahlen, als sie geplant haben. Deshalb ist es wichtig, dass man von Anfang an mit dem Architekten über das Budget spricht und sich darüber einig wird. Doch was passiert, wenn sich im Laufe der Planung herausstellt, dass das Budget nicht ausreichend ist? Eine solche Situation hatte auch ich schon einmal erlebt, als ich mein Haus gebaut habe. Zunächst hatten wir ein Budget von 500'000 CHF festgelegt. Doch als wir mit der Planung begannen, stellte sich heraus, dass unsere Wünsche und Vorstellungen von einem Haus viel teurer waren als gedacht. Der Architekt zeigte uns jedoch schnell, dass es auch günstigere Alternativen gab, die unseren Anforderungen entsprachen. So konnten wir das Budget um 20'000 CHF reduzieren und dennoch unser Traumhaus bauen. Doch nicht immer ist es so einfach, unvorhergesehene Kosten zu vermeiden. Oftmals liegt das auch an unklaren Absprachen mit dem Architekten. Zum Beispiel kann es sein, dass der Architekt eine Materialart oder ein Ausstattungsmerkmal vorschlägt, das zwar schön, aber auch sehr teuer ist. In diesem Fall sollte man sich als Bauherr nicht scheuen, den Architekten darauf anzusprechen und nach günstigeren Alternativen zu fragen. Denn letztendlich ist es das Ziel, ein Haus zu bauen, das den eigenen Vorstellungen entspricht, aber auch im finanziellen Rahmen liegt. Ein weiterer Faktor, der zu unvorhergesehenen Kosten führen kann, ist die Wahl des Baugrundstücks. Nicht jeder Baugrund eignet sich für jeden Hausbau. Es kann sein, dass der Boden beschaffen ist oder dass das Grundstück zu klein oder zu gross ist. In diesem Fall sollte man sich vorab ausführlich informieren und gegebenenfalls einen Experten hinzuziehen. Auch hier kann der Architekt oder ein Bauingenieur helfen, die richtige Wahl zu treffen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beim Hausbau immer das Budget im Auge behalten werden sollte. Es ist wichtig, dass man sich von Anfang an mit dem Architekten über die Finanzen verständigt und klare Absprachen trifft. Doch auch im Verlauf der Planung können unvorhergesehene Kosten entstehen. Hier hilft es, flexibel zu bleiben und nach günstigeren Alternativen zu suchen. Letztendlich geht es darum, ein Haus zu bauen, das den eigenen Vorstellungen entspricht, aber auch finanziell machbar ist. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben June 1, 2023 Melden Share Geschrieben June 1, 2023 Ich kann mich der Meinung von @FWinkler nur anschliessen. Ein professioneller Architekt kann solche Fehler nicht machen und auch nicht unbedacht das Budget überschreiten. Es ist nicht deine Schuld, dass sich die Kosten aufgestaut haben und ich denke, dass das Architekturteam ihren Anteil an der Überschreitung tragen sollte. Wegen dem Sanitärbereich könnte ich dir einen Ratschlag geben, wie wir das bei unserem Hausbau gelöst haben. Wir haben uns für easy-to-clean Toiletten, Bidets und Waschbecken entschieden, da sie langfristig viel weniger Reinigungsaufwand bedeuten und wir damit auch den Installationsaufwand reduzieren konnten. Vielleicht wäre das auch bei dir eine Option. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben June 1, 2023 Melden Share Geschrieben June 1, 2023 Ich hatte dasselbe Budgetproblem bei der Planung meines Strandhauses und am Ende fielen unerwartete Kosten für die Errichtung eines privaten Gästehauses an. Ich denke, es ist wichtig, dass man innerhalb des Budgetrahmens bleibt, aber man sollte auch bedenken, dass Veränderungen immer zusätzliche Schulden verursachen.Bevor du mit dem Architekten sprichst, solltest du dich mit deinem Projektmanager treffen, um das Budget und den Ablauf zu besprechen. Wenn es während des Hauses Probleme gibt, werden sie wahrscheinlich mit dir oder dem Architekten Kontakt aufnehmen. Aber wenn du mit ihnen eine klare und vernünftige Kommunikation hast, sollte alles gut gehen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...