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Swiss.Stephan

Investition in eine WHG im AG - wie viel Eigenkapital sinnvoll?

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Hallo zusammen!

Ich habe gerade die Zusage der Bank für eine Wohnung erhalten, die ich im AG weitervermieten werde. Ich selbst wohne in ZH. Laut Bankberaterin sollte ich mir sehr genau überlegen, wie viel Eigenkapital ich dafür einsetzen möchte, weil dies die Steuern verändern wird. Ich habe vor, eine Wohnung im Wert von 325.000 CHF zu kaufen, für die ich eine Hypothek von 200.000 CHF aufnehme. Als Eigenkapital würde ich gerne 125.000 CHF investieren. Aber wie würden sich meine Steuern verändern, wenn ich statt 125.000 CHF nur 80.000 CHF einsetzen würde? Ich müsste ja dann eine zweite Hypothek aufnehmen, oder nicht? Und wie viel kann ich maximal für die erste Hypothek verwenden?

Ich kann den Betrag meines Eigenkapitals immer noch ändern, aber es sollte sich für mich auch lohnen. Ich muss das Verhältnis zwischen Mieteinnahmen, Hypothekarzinsen, Steuern usw. berücksichtigen. Es wäre wirklich hilfreich, wenn jemand einige Rechenbeispiele aufzeigen könnte.

Ich bin dankbar für eure Antworten!

Herzliche Grüsse, Swiss.Stephan

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Hallo Stephan,

die Entscheidung, wie viel Eigenkapital Sie in eine Wohnung investieren möchten, hängt stark von Ihrer finanziellen Situation ab. Grundsätzlich gilt: Je höher das Eigenkapital, desto niedriger die monatliche Belastung durch Zinsen und Tilgung. Allerdings sollten Sie auch bedenken, dass eine zu hohe Eigenkapitalquote möglicherweise zu einer schlechteren Rendite führen kann, da Sie weniger Geld für andere Investitionen zur Verfügung haben.

Wenn Sie zum Beispiel eine Wohnung für 370.000 CHF kaufen möchten und eine Hypothek in Höhe von 200.000 CHF aufnehmen, haben Sie noch 170.000 CHF, die Sie selbst finanzieren müssen. Wenn Sie davon nur 80.000 CHF als Eigenkapital einsetzen, müssen Sie die restlichen 90.000 CHF über eine zweite Hypothek decken. Die Konditionen für eine solche zweite Hypothek sind oft schlechter als für die erste Hypothek, da das Risiko für die Bank höher ist.

Um herauszufinden, wie sich verschiedene Eigenkapitalszenarien auf Ihre Steuerbelastung auswirken, empfehle ich Ihnen, eine Steuersoftware wie "TaxMe" zu nutzen. Mit dieser Software können Sie verschiedene Szenarien durchspielen und sehen, wie sich Ihre Steuern ändern.

Hier ist ein Beispiel für eine solche Berechnung: Angenommen, Sie kaufen eine Wohnung für 325.000 CHF und nehmen eine Hypothek in Höhe von 200.000 CHF auf. Sie haben ein Bruttoeinkommen von 50.000 CHF pro Jahr und erhalten jährliche Mieteinkünfte von 25.000 CHF. Die jährlichen Zinsen für die Hypothek betragen 20.000 CHF und die Reparaturkosten belaufen sich auf 3.000 CHF pro Jahr. Wenn Sie 100.000 CHF als Eigenkapital einsetzen, haben Sie einen steuerpflichtigen Gewinn von etwa 13.793 CHF und müssen Steuern in Höhe von rund 3.010 CHF zahlen. Wenn Sie nur 80.000 CHF als Eigenkapital einsetzen, haben Sie einen steuerpflichtigen Gewinn von etwa 14.795 CHF und müssen Steuern in Höhe von rund 3.064 CHF zahlen. Wie Sie sehen, kann die Wahl des Eigenkapitals erhebliche Auswirkungen auf Ihre Steuerbelastung haben.

Allerdings sollten Sie auch andere Faktoren berücksichtigen, wie zum Beispiel Ihre Renditeerwartungen und Ihre kurz- und langfristigen Finanzplanungen. Deshalb empfehle ich Ihnen, den Rat eines Steuerexperten einzuholen, bevor Sie sich für eine bestimmte Eigenkapitalquote entscheiden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Beste Grüsse,

Nessio

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Hallo Swiss.Stephan,

Mit einer zweiten Hypothek würden die monatlichen Kosten ein wenig ansteigen, vor allem aufgrund höherer Darlehenszinsen. Allerdings sollten Sie hier auch die Zinssätze für die erste Hypothek und die Bedingungen für die zweite in Betracht ziehen. Es besteht auch die Möglichkeit, die 1. Hypothek aufzustocken - aber das hängt vom Wert der Wohnung ab. Wenn der Wert der Wohnung ausreicht, sollte das machbar sein.

Aber ich stimme "Nessio" zu, dass eine Steuersoftware die beste Lösung für Ihre Situation ist. Sie sollten auch die Höhe der Zinsen und Tilgungsraten berücksichtigen sowie das erwartete Bruttoeinkommen aus der Vermietung. Mit diesen Informationen können Sie verschiedene Szenarien durchgehen und herausfinden, welche Strategie am besten für Sie funktioniert.

Beste Grüsse,  Nicola

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Hallo Stephan,

Ihre Fragen zur Hypothek haben Sie ja bereits von Nessio und Nicola beantwortet bekommen. Ich wollte nur eine zusätzliche Anmerkung zur Steuer machen: Wenn Sie Ihr Einkommen durch die Immobilienvermietung erhöhen, werden Sie mehr Steuern zahlen müssen. Aber Sie können auch einige Abzüge geltend machen - zum Beispiel können Sie Reparatur- sowie Instandhaltungskosten von Ihren Mieteinnahmen abziehen. Sie können auch Zinsen von Ihren Einkünften abziehen, um Ihre Steuerlast zu verringern.

Denken Sie daran, dass es wichtig ist, alle Kosten, die Sie für Ihre Immobilie haben, zu dokumentieren. Allerdings gibt es auch Beschränkungen für diese Abzüge - zum Beispiel können Sie nur bestimmte Reparaturkosten abziehen und keine Kosten für die Verbesserung der Immobilie. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich an einen Steuerexperten.

Beste Grüsse,

FWinkler

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