Nessio Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 Hallo zusammen, Ich habe ein kleines Problem mit dem Abrechnen der Nebenkosten für unsere Mieterin. Wir vermieten eine kleine Wohnung in unserem Einfamilienhaus und heizen mit einer Wärmepumpe, einem Holzofen sowie Solarenergie. Ich kann die Stunden der Wärmepumpe in kWh umrechnen und so die ungefähren Kosten für die Wärmepumpe ausweisen. Der Holzofen beheizt einerseits unser Wohnzimmer und liefert andererseits überschüssige Energie in den Boiler (Kosten des Holzeinkaufs teilen?). Wie kann ich nun die Kosten aufteilen? Soll ich die Kosten auf die Quadratmeterzahl aufteilen oder gibt es andere Möglichkeiten? Ich frage mich auch, ob die Tatsache, dass unsere Familie aus vier Personen (zwei Erwachsene, zwei Kleinkinder) besteht, die Kostenverteilung beeinflusst. Ich freue mich auf eure Antworten! Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 Hallo Nessio, ich kann dir ein paar Tipps zur Abrechnung von Nebenkosten in Mietwohnungen geben. Für die Aufteilung der Kosten ist die m²-Methode eine praktische Lösung. Hierbei teilst du die Gesamtkosten durch die Wohnfläche und multiplizierst den errechneten Wert mit der Wohnungsgrösse der Mieterin. Du kannst jedoch auch die Anzahl der Bewohner:innen berücksichtigen, indem du den Wohnflächenverbrauch jeder Person einberechnest. Dazu kannst du beispielsweise einen bestimmten Betrag pro Verbraucher festlegen. Um das Ganze an einem Beispiel zu verdeutlichen, nehmen wir an, dass der Gesamtverbrauch in einem Haus 1000 CHF beträgt und die Wohnfläche insgesamt 100 m² ausmacht. Der Preis pro m² ergibt sich dann zu 10 CHF. Wenn die Mieterin eine Wohnung mit 50 m² bewohnt, ergibt sich eine Summe von 500 CHF (50 m² x 10 CHF/m²). Wenn die Mieterin jedoch einen zusätzlichen Bewohner bei sich zuhause hat, solltest du dessen Verbrauch ebenfalls berücksichtigen. Dazu könntest du einen zusätzlichen Betrag von 50 CHF für jeden weiteren Bewohner festlegen. Wenn du möchtest, kannst du auch die Verbräuche der einzelnen Mieterinnen und Mieter genauer erfassen. Hierfür solltest du individuelle Zähler für Strom, Gas und Wasser anbringen und die Verbrauchswerte regelmässig ablesen. Alternativ kannst du auch Pauschalbeträge für diese Nebenkosten festlegen und diese zusammen mit den anderen Kosten auf die Mieterinnen und Mieter umlegen. Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten, um die laufenden Kosten zu senken. Hierfür kannst du beispielsweise energiesparende Massnahmen ergreifen, wie eine bessere Wärmedämmung der Fassade oder den Einbau von Energiesparlampen. Auch der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter oder Gasanbieter kann sich lohnen. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Tipps weiterhelfen. Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 Servus Nessio, Da jedes Einfamilienhaus einmalig ist, glaube ich, dass es am besten ist, die Kosten auf der Basis der tatsächlichen Verbrauchsmessung aufzuteilen. Wenn du beispielsweise einen eigenen Wasserzähler installierst, zahlst du nur für das Wasser, das du verbrauchst. Der Gaszähler kann auch nützlich sein, um die Kosten für Heizung und Warmwasser aufzuteilen. Dies erfordert jedoch eine Vorabkostenbelastung für den Mieter / die Mieterin, um diese Zähler zu installieren, aber langfristig sollte dies eine gerechtere Lösung sein. Ich hoffe, dass hilft dir! Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 Hi Nessio, Ich habe einen Vorschlag zur Berücksichtigung von Schwankungen bei Nebenkosten. Wie wäre es, ein System zu erstellen, bei dem Mieter:innen einen Vorauszahlungsbetrag bezahlen können und dann einmal im Jahr ihre tatsächliche Nutzung und die Kosten abgerechnet werden? Ich verstehe, dass dies nicht für alle Mieter:innen geeignet sein wird, aber für solche, die gerne planen und variierende Nebenkosten vermeiden möchten. Dies könnte auch die Aufteilung von Nebenkosten zwischen Mieten mit unterschiedlicher Nutzung und verschiedenen Bedürfnissen erleichtern. Was denkst du darüber? Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...