FWinkler Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 Gibt es andere Eigentümer von Photovoltaikanlagen, die sich darüber ärgern, dass sie ihre Erträge versteuern müssen? Ich habe eine 10 kWp Anlage auf meinem Einfamilienhaus in Aargau installiert, und ich werde aufgefordert, den Überschuss der Energie, die ich ins Netz einspeise, zu versteuern. Es ist wahr, dass ich eine separate Gutschrift für die Menge an KWh, die ich produziere, erhalte, aber die Steuerbehörden berücksichtigen dieses Einkommen bei der Ermittlung meiner jährlichen Steuerschuld. Dennoch haben Nachbarn mit Speicherlösungen sowie Betreiber von Klein-Anlagen, die genügend Energie verbrauchen, um den ein- und ausgehenden Strom zu kompensieren, kein Einkommen und müssen auch nichts versteuern. Ich finde, dass ich von den Steuerbehörden etwas benachteiligt werde, nur weil ich eine grössere Anlage besitze. Ich verstehe nicht, warum die Behörden nicht Versorger und Verbraucher gegeneinander ausrechnen lassen, anstatt die Einspeisung als eigenständiges Einkommen zu betrachten. Hat jemand dieselben Erfahrungen gemacht? Kann mir jemand sagen, wo ich mich am besten beschweren kann? Natürlich würde ich auch gerne wissen, ob Photovoltaikanlagenbesitzer in der Schweiz im Allgemeinen gezwungen sind, ihre Erträge zu versteuern. Vielen Dank. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 Sehr geehrter Herr FWinkler, Ich teile Ihre Frustration bezüglich der Steuern, die Sie für die von Ihrem Haus erzeugte Energie zahlen müssen. Leider ist es nicht unbekannt, dass dies der Fall ist. Es gibt aber Ausnahmen, die jedoch relativ kompliziert sind. Aus diesem Grund würde ich vorschlagen, dass wir vorerst das bestehende System als akzeptabel betrachten, da es dafür sorgt, dass niemand unverhältnismässig von der Energieproduktion profitiert. Schliesslich zahlen die Schweizer auch alle zusammen für ihre Stromversorgung. Wenn ich ehrlich bin, finde ich Ihre derzeitige Besteuerung vergleichsweise beschränkt und überschaubar im Vergleich zu anderen hier in unserem Land. Ein Freund von mir in Thurgau hat beispielsweise eine Anlage, die 16 kWp erzeugt und zusätzlich auch noch eine kleine Windkraftanlage besitzt. Er muss etwa CHF 2.500 Steuern im Jahr dafür zahlen. Vielleicht hilft Ihnen auch ein Beispiel zum Verständnis der Steuern auf erneuerbare Energien in anderen Ländern. In Dänemark hat man die sogenannte "Grøn check" eingeführt, die von jedem Haushalt bezahlt werden muss, der erneuerbare Energie nutzt. Diese "Grüne Steuer" wird anhand des Stromverbrauchs berechnet und beträgt etwa 2,5 Cent pro kWh. Selbst bei relativ geringem Verbrauch kann das schnell sehr teuer werden! Doch zurück zu Ihrem konkreten Fall: Wenn ich an Ihrer Stelle wäre, würde ich eine temporäre Lösung vorschlagen. Verwenden Sie einen auf Ihre Anlagenabmessungen abgestimmten Speicher, um die Einspeisequote so weit wie möglich zu minimieren, anstatt den Strom ins Netz zu speisen. Dadurch könnten Sie möglicherweise die Steuer auf den Ertrag senken. Ich hoffe, meine Vorschläge helfen Ihnen weiter! Mit freundlichen Grüssen, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 FWinkler, ich verstehe Ihre Problematik. Ich denke, dass die Steuer auf den Ertrag in bestimmten Fällen tatsächlich eine Last für Betreiber von Photovoltaikanlagen darstellt. Obwohl meiner Meinung nach die Solarbranche im vergangenen Jahrzehnt sowohl in puncto Technologie als auch in puncto Integration in die Energiebranche enorme Fortschritte gemacht hat, scheint es, dass wir in unserem Land immer noch ein Problem in Bezug auf die Regelungen im Zusammenhang mit Solaranwendungen haben. Zum Beispiel könnte die Regierung Steuerermässigungen für Photovoltaik-Kleinanlagen einführen, um den Betreibern zu helfen, die ihre Anlagen möglicherweise zur Deckung ihres eigenen Energiebedarfs verwenden. Auf jeden Fall sollte sich die Regierung mit dem Problem befassen und mögliche Optionen prüfen. Ich denke, dass der Schlüssel hier darin besteht, eine ausgewogene Lösung zu finden, die sowohl den Betreibern von Photovoltaikanlagen als auch dem allgemeinen Steuerzahler zugutekommt. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben June 7, 2023 Melden Share Geschrieben June 7, 2023 Hallo FWinkler, ich verstehe, dass Sie frustriert sind, weil Sie Ihre Photovoltaikanlage nicht so rentabel nutzen können, wie Sie es sich gewünscht haben. Ich denke jedoch, dass die Solarbranche auch für kommerzielle und private Zwecke im Jahr 2021 noch relativ unerschlossen ist. Überlegen Sie sich, dass die Verbraucher in Ihrem Land, solange die Steuern standhalten, zögern, teure Anlagen zur Umwandlung von Strom zu kaufen. Ich betrachte den Konsumgütermarkt: Unternehmen wie Tesla oder LG arbeiten derzeit daran, kommerzielle Stromspeicher auf den Markt zu bringen, die auch von Haushalten genutzt werden können, um den durch Photovoltaikanlage erzeugten Strom zu speichern. Ich denke, dass Sie in Zukunft mehr in diese Art von Geräten investieren sollten, um Ihre Einsparungen zu maximieren. Noch etwas: Ich finde es eine gute Idee, wenn Sie Ihren Strom direkt verkaufen könnten. Um Ihre überschüssige Energie jedoch gewinnbringend zu verkaufen, müssen Sie zunächst ein grösseres Netzwerk über Ihre Anlage aufbauen. Versuchen Sie, mehr Menschen anzusprechen oder betreiben Sie in sozialen Medien mehr Marketing. Dies könnte eine Möglichkeit sein, mehr Kunden zu erreichen, und letztendlich das Bewusstsein für Solarenergie in unserem Land stärken. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...