FWinkler Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Ich frage mich, wie tief eine Erdsonde sein muss, um eine bestimmte Heizleistung zu erzielen. Angenommen, mein Haus benötigt eine Heizleistung von 5KW, wobei ich das Warmwasser vorerst unbeachtet lasse. Wie berechne ich dann die Tiefe der Sonde? Ich gehe davon aus, dass ich dem Boden 40W pro Meter entziehen kann und dass sowohl der JAZ als auch der COP 5,0 betragen. Ist dennoch eine andere Zahl hier relevant oder kommen weitere Faktoren ins Spiel? Was geschieht, wenn ich dem Gebäude nun 2,5KW für Warmwasser zuführen möchte? Muss ich diese Zahl zu den 5KW dazuaddieren? Kann ich gleichzeitig das Wasser für die Bodenheizung und das Warmwasser heizen? Wenn nicht, reichen die 5KW für Warmwasser und Heizung aus? Ich freue mich auf eure Antworten! FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Ich könnte dir bei der Bestimmung der notwendigen Tiefe für deine Erdsonden helfen. Du benötigst 5 Kilowatt und der Boden kann theoretisch 40 Watt pro Meter abgeben. Daraus lässt sich errechnen, dass du 125 Meter tief in den Boden bohren musst, um diese 5 Kilowatt zu erhalten (5 KW / 0,04 KW pro Meter = 125). Die Wärmeleitfähigkeit des Bodens ist ein weiterer wichtiger Faktor, da sie bestimmt, wie schnell die Wärme durch den Boden fliessen kann. Die Leistung der Erdsonden hängt also stark davon ab. Um die Wärmeleitfähigkeit zu bestimmen, sollte ein Bodengutachten erstellt werden. Im Hinblick auf deine Frage nach den benötigten 2,5 Kilowatt für Warmwasser, musst du diese nicht zu den 5 Kilowatt für die Heizung hinzufügen. Stattdessen sollte der Bedarf für Warmwasser separat berechnet werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Bedarf für Warmwasser zu ermitteln. Eine Möglichkeit ist, die Anzahl der Personen im Haushalt zu berücksichtigen und wie oft Warmwasser benötigt wird, sowie die benötigte Temperatur des Wassers. Basierend darauf lässt sich eine Schätzung der notwendigen Kilowatt-Stunden pro Tag oder pro Monat erstellen. Ein Beispiel: Eine vierköpfige Familie benötigt täglich etwa 200 Liter Warmwasser mit einer Temperatur von 40 Grad Celsius. Um diese Menge an Warmwasser zu erzeugen, wird eine Leistung von ungefähr 4 Kilowatt benötigt. Wenn das Warmwasser nicht nur für die Dusche und das Bad, sondern auch für die Küche benötigt wird, muss der Bedarf entsprechend angepasst werden. Zusätzlich zum Bedarf an Warmwasser sollte auch die Art der Warmwasserbereitung berücksichtigt werden. Eine Solaranlage, ein Gasboiler oder eine Elektroheizung haben unterschiedliche Effizienzen und Kosten pro Kilowatt-Stunde. Die Wahl der richtigen Warmwasserbereitung hängt also von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. deinem Budget, der Verfügbarkeit von Solarenergie oder Gas in deiner Region und deiner persönlichen Präferenz. Insgesamt gibt es also verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, um den Bedarf für Erdsonden und Warmwasserbereitung zu ermitteln. Eine professionelle Beratung kann dabei helfen, die beste Lösung für dein Zuhause zu finden und Geld zu sparen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Es ist möglich, das Wasser für das Warmwasser und die Bodenheizung gleichzeitig zu erhitzen. Diese Methode wird "dualer Betrieb" genannt. Um dies zu erreichen, benötigst du jedoch ein entsprechendes Anschlusssystem. Wenn du keine Möglichkeit hast, beide gleichzeitig zu betreiben, würde ich dir empfehlen, sie getrennt zu heizen. Wenn du beispielsweise tagsüber Warmwasser benötigst, aber abends nicht heizen musst, ist dies eine gute Option, um Energie und Kosten zu sparen. Lg, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben June 17, 2023 Melden Share Geschrieben June 17, 2023 Ich denke, es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass ein Elektroboiler nicht unbedingt eine optimale Methode zur Warmwassererzeugung ist, da er viel mehr Energie benötigt als eine Wärmepumpe. Eine Alternative zu einem Elektroboiler wäre der Anschluss eines Wärmetauschers an eine bestehende WP. Das Warmwasser wird dann nicht direkt von der WP produziert, sondern indirekt über den Wärmetauscher. Ein solches System verbraucht normalerweise 70% weniger Energie als ein Elektroboiler und ist somit effizienter und umweltfreundlicher. Nicola Padinatos Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...