Nessio Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Hallo zusammen, unser Grundstück hat eine leichte Neigung, die bis zu 1,2 m gemäss den Bauvorschriften erlaubt ist. Ich suche nach Ratschlägen von Personen, die auch Geländeanpassungen durchgeführt haben und mir Tipps zur Berechnung der Baunebenkosten geben können. Wir müssen auf drei Seiten eine Blocksteinmauer (Hangsicherung) bauen und auf den anderen beiden Seiten ist unbebautes Land und die Hecke des Nachbarn. Ein Expertenteam wird das Gelände zudem noch bewerten/untersuchen. Laut dem Bauunternehmen, das wir engagiert haben, muss Humus hinzugefügt werden, da der ausgegrabene Boden nicht ausreichen wird. In der Kostenaufstellung, die wir für unseren Banktermin benötigen, wurden CHF 120.000 für Baunebenkosten und Umgebung eingeplant. Ich frage mich, ob diese Summe ausreicht. Was meint ihr? Unsere Umgebung soll anfangs einfach sein, mit einem Rasen, einigen Büschen und Pflanzen sowie einem Sitzplatz und Gehweg. Unser neues Grundstück liegt an einem Hang, daher stellt sich auch die Frage, wie man das Grundstück am besten erschliesst. Es ist unmöglich, direkt von der Strasse auf das Grundstück zu gelangen, es muss eine Möglichkeit gefunden werden, das Grundstück an das Kanalnetz anzuschliessen. Entweder über die Entwässerung des Nachbargrundstücks oder durch den Einbau einer Pumpe, die zusätzliche Kosten verursachen würde. Hat jemand Erfahrungen mit ähnlichen Problemen, die sie/Ihr teilen könnt? Ich wäre dankbar für jeden Ratschlag! Liebe Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Hey Nessio, Ich freue mich, dass du an einem ähnlichen Projekt arbeitest wie wir letztes Jahr. Ich kann dir von unseren Erfahrungen berichten, um dir eine bessere Vorstellung davon zu geben, was bei der Umsetzung auf dich zukommen könnte. Zunächst einmal mussten wir auch eine Hangmauer bauen, um das Gelände zu stabilisieren. Wir haben uns dafür entschieden, eine Stützmauer aus Betonsteinen zu errichten, da diese eine lange Lebensdauer haben und robust gegenüber den Kräften sind, die auf sie einwirken. Die Materialkosten allein betrugen etwa CHF 50.000, und wir haben noch einmal CHF 30.000 für die Arbeitskosten budgetiert. Insgesamt haben wir also CHF 80.000 für die Mauer eingeplant. Ein weiteres Problem, das wir lösen mussten, war die Anpassung des Geländes. Da der Hang sehr steil war, mussten wir etwa ein Viertel des Geländes abtragen, um eine gerade Fläche zu erhalten. Dies war keine leichte Aufgabe und erforderte den Einsatz schwerer Maschinen und Spezialwerkzeugen. Wir haben uns für einen Bagger entschieden, der CHF 15.000 pro Woche kostete. Insgesamt haben wir also CHF 45.000 für das Abtragen des Geländes und die Anpassung des Niveaus ausgegeben. Eine weitere Herausforderung war die Entwässerung. Da das Grundstück Hanglage hat, war es wichtig, eine effektive Entwässerungslösung zu finden, um Überschwemmungen zu vermeiden und das Fundament der Mauer zu schützen. Wir konnten uns nicht auf das Nachbargrundstück verlassen und mussten daher eine Pumpe in unserem Budget von CHF 20.000 einplanen. Diese hat sich als gute Investition erwiesen, da sie unser Gelände auch bei starken Regenfällen trocken hält. Zusätzlich haben wir CHF 25.000 für die Umgebung ausgegeben. Dies umfasste die Erstellung einer Terrasse und eines gepflasterten Weges, um den Zugang zum Haus zu erleichtern. Wir haben uns für Steinplatten entschieden, da diese langlebig und pflegeleicht sind. Ich hoffe, dass dir diese Informationen bei deinen Berechnungen helfen. Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung. LG, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Hi Nessio, Ich arbeite bei einem Bauunternehmen und kann dir sagen, dass die Baunebenkosten normalerweise 10-15 % der Gesamtbaukosten ausmachen. Wenn ich deine Kosten von CHF 120.000 für Baunebenkosten und Umgebung sehe, würde ich sagen, dass das ein guter Anhaltspunkt ist. Um jedoch genauere Informationen zu geben, müsste man mehr über das Projekt wissen und abwarten, was die Gutachter zu sagen haben. Bezüglich der Erschliessung gibt es viele Optionen, je nach der Bauvorschriften und dem Gelände des Grundstücks. Wenn das Nachbargrundstück über ein höheres Niveau verfügt, könnte man das Kanalsystem auf das Grundstück führen, um eine Pumpe zu vermeiden. Aber das kann nur ein Experte beurteilen. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Grüsse, Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Hey Nessio, Ich habe mich neulich mit einem Freund unterhalten, dessen Grundstück ebenfalls an einem Hang liegt. Er musste eine Pumpe installieren, da eine Entwässerung über das Nachbargrundstück nicht erlaubt war. Es gibt einige Dinge, die du bei dem Einbau einer Pumpe beachten solltest, wie z.B. zusätzliche Wartungskosten. Auch wenn die Mehrkosten von rund CHF 30.000 im Vergleich zu einer anderen Lösung wie ein Pumpensystem über das Nachbargrundstück nicht zu hoch scheinen mögen, solltest du unbedingt die Vor- und Nachteile abwägen. Liebe Grüsse, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...