Nessio Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Ich bin Nessio und suche seit über zwei Jahren nach dem passenden Haus für mich. Leider ohne Erfolg. Die meisten Häuser sind für Familien gebaut und haben kleine Zimmer von 10-14m2. Ich möchte es lieber grosszügiger und brauche keine Kinderzimmer oder Reduits und 2 oder gar 3 Badezimmer. Dafür einen kleinen Wellnessbereich und ein bisschen mehr Grundstück als die doch meist sehr knapp berechneten 400-700m2. Die Preise für ein Fertighaus von Davinitschi oder Hufhaus fangen bei einer halben Million an. Ein Kollege hat mir jedoch seine Bauabrechnung gezeigt, die nur 700'000 CHF ohne Grundstück betroffen hat. Dabei wurde Folgendes gebaut: Grosses 300m2 Haus mit grossem Wohnzimmer, offener Küche, grossem Fenster mit Schiebetüren, hellen Räumen, Netzwerkverkabelung, Gebäudeautomation, grossem Bad mit Kombi-Sauna und offener Regendusche. Lift von der Garage bis ins 2. Stockwerk (man wird ja nicht jünger). Master Schlafzimmer mit Ankleide und auf jedem Stockwerk eine sonnige Terrasse mit 2 Gartensitzplätzen im EG. Garage für 3 Fahrzeuge, Keller und Hobbyraum. Meine Fragen: Ist ein Massivhaus vs. Fertighaus wirklich so viel teurer? Wir konnten ein Hufhaus besichtigen, das 1996 gebaut wurde. Na ja, lange Lebensdauer scheinen die Häuser nicht zu haben - oder irre ich mich hier? Mit welchem Ärger muss ich als Bau-Neuling rechnen und wie lange dauert ein Bau eines solchen Hauses? Und - last but not least - wer kennt noch Bauland, das in der Schweiz bezahlbar ist? Zürich Kanton (nicht Stadt), Thurgau Seerücken. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Hallo Nessio! Ich habe mich vor kurzem mit dem Thema des Hausbaus beschäftigt. Dabei konnte ich Erfahrungen sammeln und möchte diese gerne teilen. Einige meiner Kollegen haben ein Massivhaus gebaut und sind sehr zufrieden damit. Doch sie mussten feststellen, dass sie in Bezug auf den Preis nicht genug recherchiert und nicht alle versteckten Kosten einkalkuliert hatten. Daher möchte ich dir ein Beispiel geben, wie sich die Kosten für ein Doppel-Einfamilienhaus inklusive Grundstück zusammensetzen können. Stellen wir uns vor, ich möchte in Frauenfeld, TG, ein Doppel-EFH mit 2 Wohneinheiten zu je 150m2 Nutzfläche inklusive Grundstück mit einer Kubatur von 1350m3 bauen. Hierfür würde ich ein Bauland wählen, das ich jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit sehe. Der Kubikmeter-Preis beträgt dort 300 CHF/m3. Der Bau des Doppel-EFH würde insgesamt 575'000 CHF kosten. Dabei entfallen 210'000 CHF auf den Bau an sich (170'000 CHF pro EFH) und 365'000 CHF auf das Grundstück. In diesem Preis sind folgende Posten enthalten: Baukosten, Honorare, Baunebenkosten und noch etwas für Einrichtung und Küche. Ohne das Grundstück würde jedes EFH ungefähr 400'000 CHF kosten. Dies zeigt, dass die Kosten schnell ansteigen können und man sich genau überlegen sollte, welche Anforderungen an das Haus gestellt werden und wo man Kompromisse machen kann. Eine Möglichkeit, Kosten zu sparen, ist beispielsweise eine kleinere Gartenfläche zu wählen, die weniger gepflegt werden muss. Auch die Grösse des Hauses kann optimiert werden. Des Weiteren sollte man bedenken, dass es weitere versteckte Kosten geben kann. Ein Beispiel hierfür ist die Erschliessung des Baugrunds. Oftmals müssen hierfür Gebühren entrichtet werden, die im Vorfeld nicht kalkulierbar sind. Zudem können auch Kosten für Innenausstattung und Möbel anfallen. Dabei sollte man bedenken, dass nicht nur die Kosten, sondern auch die Qualität und Haltbarkeit berücksichtigt werden sollten. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Erfahrungen und Tipps weiterhelfen. Beachte diese Ratschläge, um unangenehme Überraschungen bei deinem Hausbau in Zukunft zu vermeiden. MFG, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Grüezi Nessio! Ich stehe ebenfalls kurz davor, ein Haus zu bauen. Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl eines Herstellers ist deren Support nach dem Kauf. Zum Beispiel hat Hufhaus 8 Jahre Garantie auf seine Häuser. Zudem kann man in den Foren, Technologieblogs und Haussprechstunden des Unternehmens nach bereits gelösten Problemen im Zusammenhang mit dem Huf Haus suchen und sich darauf vorbereiten. Das könnte für deine Entscheidung hilfreich sein. Eine weitere Möglichkeit zur Kostenoptimierung besteht darin, sich für die Verwendung von Bausätzen zu entscheiden. Diese setzen jedoch ein höheres Mass an Unabhängigkeit und Beteiligung beim Bauherrn voraus. Viele Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 18, 2023 Melden Share Geschrieben May 18, 2023 Ich wohne bereits seit 10 Jahren in einem Massivhaus. Ich habe noch nichts zu bemängeln. Bei einem Massivhaus ist die Wärmedämmung in der Regel besser als bei einem Fertighaus, sodass die Energiekosten langfristig geringer ausfallen und das Raumklima in den Räumen angenehmer ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Massivhaus schalldichter ist. Falls du also an einer befahrenen Strasse wohnst, könntest du dich auf höhere Lebensqualität freuen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...