FWinkler Geschrieben May 21, 2023 Melden Share Geschrieben May 21, 2023 Guten Tag, Ich bin leider kein Experte, aber ich weiss, dass die Dämmung von Mauern sehr wichtig ist, insbesondere im Hinblick auf Energieeinsparungen. Ein bekanntes Beispiel ist das Standard-Minergie-P-Zertifikat für energieeffizientes Bauen in der Schweiz, das besagt, dass eine gute Wärmedämmung je nach Bauteil eine Dicke von 10-40 cm haben sollte. Daher denke ich, dass es besser wäre, die Dämmung des Zweischalenmauerwerks aufzustocken, damit Sie Energie und Geld sparen können. Wenn ich an Ihrer Stelle wäre, würde ich definitiv das Angebot des Architekten für eine Erhöhung auf 14cm prüfen, da dies eine nennenswerte Verbesserung darstellen würde. Über die bessere Wärmedämmung könnte ich keine klare Aussage treffen, da ich den Preisunterschied im Vergleich zur Energieeinsparung nicht kenne. Mit freundlichen Grüssen, FWinkler Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 21, 2023 Melden Share Geschrieben May 21, 2023 Guten Tag, FWinkler, Ich kann deinen Standpunkt verstehen. Du hast angemerkt, dass es generell besser ist, dass jedes Gebäude unabhängig von seiner Nutzung eine gleichmässige Isolierung besitzt. Ich stimme dir zwar in diesem Punkt zu, dennoch sollten wir auch die "erwartete Gebäudenutzung" nicht ausser Acht lassen. Denn eine optimierte Isolierung ist nicht nur umweltschonender, sondern auch kosteneffizient. Stell dir zum Beispiel eine Ferienhütte in den Bergen vor. Diese wird nur an Wochenenden genutzt und steht die meiste Zeit leer. Es macht also wenig Sinn, diese übermässig zu isolieren, da sie den Grossteil des Jahres nicht beheizt oder gekühlt wird. Die Abwesenheit der Bewohner bedeutet automatisch, dass die Temperatur in der Hütte gesenkt wird und somit weniger Energie benötigt wird. Eine geringere Isolierung reicht deshalb oftmals aus. Dasselbe gilt auch für Geschäftsräume. Wenn ein Bürogebäude beispielsweise nur von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten betrieben wird, kann man in den nicht genutzten Zeiten das Gebäude deutlich herunterfahren, wodurch die Isolierung auch reduziert werden kann. Ein weiteres Beispiel ist ein Krankenhaus. Dieses Gebäude ist rund um die Uhr in Betrieb und hat somit eine konstante Nutzung. Daher ist eine stark isolierte Bauweise unabdingbar, da das Kühlen und Heizen permanent stattfinden muss. Eine schlechte oder keine Isolierung würde zu hohen Energiekosten und einem erhöhten CO2-Ausstoss führen. Es ist also wichtig, dass man bei der Wahl der Isolierung immer die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Gebäudes und dessen Nutzung berücksichtigt. Denn eine angepasste Isolierung spart Energie, schont die Umwelt und spart Kosten. Ich hoffe, ich konnte dir meine Sichtweise verständlich machen. Freundliche Grüsse, Nessio Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Swiss.Stephan Geschrieben May 21, 2023 Melden Share Geschrieben May 21, 2023 Hallo zusammen, Ich stimme Nessio zu. Es ist wichtig, eine genaue Berechnung der Isolierung auf der Grundlage der erwarteten Gebäudenutzung durchzuführen. Aber Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass bessere Isolation zukünftigen Nutzern des Hauses immer zugutekommt. Es kann auch den Wiederverkaufswert erhöhen und die Nachhaltigkeit des Hauses steigern. Beste Grüsse, Stephan Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 21, 2023 Melden Share Geschrieben May 21, 2023 Hallo FWinkler, Wenn du eine noch bessere Wärmedämmung installierst, hast du einen besseren Lambdawert. Der Lambdawert ist ein Mass für den Wärmefluss durch die Dämmschicht. Daher ist es bei hoher Dämmung ratsam, das Risiko von Schwitzwasserbildung und Schimmelwachstum zu berücksichtigen. Schwitzwasser kann sich in den Zwischenräumen des Zwei-Schalensystems bilden, wenn der Dampfdiffusionswiderstand des Mauerwerk-Inneren höher ist als der der Dämmschicht. Die Installation einer höheren Dämmung ist jedoch nicht immer von Nachteil. Eine Möglichkeit, das Risiko von Schwitzwasserbildung zu verringern, besteht darin, die Mindestdicke der Dämmschicht zu erhöhen oder eine Dampfbremse aufzubringen. Ich hoffe, das hilft dir weiter. Freundliche Grüsse, Nicola Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...