Swiss.Stephan Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo zusammen, ich bin Stephan und beschäftige mich derzeit mit dem Thema Eigenheimfinanzierung. Nach einigen Beratungsgesprächen mit meiner Bank bin ich etwas verunsichert über die tatsächlichen Anforderungen, die ich erfüllen muss. Mein Bankberater hat mir geraten, dass bei einem Eigenkapitalanteil von 20% mindestens ein Viertel davon aus Cash bestehen muss. Was bedeutet das genau? Darf z.B. nur 3/4 des Eigenkapitals aus der Pensionskasse stammen, wenn ich den Rest aus einer Säule 3 Vorsorge beziehe? Ich habe mein Vorsorgekonto ebenfalls bei dieser Bank. Ich möchte gerne herausfinden, was ich mir leisten kann, bevor ich mit der Suche beginne. Hat jemand Erfahrung oder hilfreiche Tipps? Ich danke euch im Voraus für eure Informationen und Ratschläge. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
FWinkler Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Stephan, du hast eine Frage zur Finanzierung von Eigenheimen gestellt und ich gebe dir hier eine ausführlichere Antwort. Banken verlangen üblicherweise einen gewissen Anteil an Eigenkapital bei der Finanzierung von Eigenheimen. Dies gibt ihnen mehr Sicherheit, da du als Kreditnehmer somit ein Teil des finanziellen Risikos trägst. Cash, also liquide Mittel, sind in diesem Zusammenhang von Vorteil, da du im Notfall schnell darauf zugreifen und die Bank zufriedenstellen kannst. Wenn du also beispielsweise ein Eigenheim kaufen möchtest, das einen Wert von CHF 500'000 hat und du eine Eigenkapitalquote von 20% benötigst, um die Finanzierung zu erhalten, musst du CHF 100'000 Eigenkapital aufbringen. Davon sollten mindestens 25% in Cash vorhanden sein, also CHF 25'000. Dieser Betrag kann jederzeit für unvorhergesehene Kosten eingesetzt werden, da es als Eigenkapitalersatz gilt. Wenn du beispielsweise ein grösseres Reparaturproblem hast, kannst du auf dieses Cash-Konto zugreifen, ohne die Finanzierung zu gefährden. Die restlichen 75% des Eigenkapitals, also CHF 75'000 in unserem Beispiel, können aus verschiedenen Quellen stammen. Eine übliche Möglichkeit ist, das Geld aus der zweiten und dritten Säule zu beziehen. Dies beinhaltet die Pensionskasse und die Säule 3a, die als steuersparende Massnahmen für die Altersvorsorge dienen. Du kannst auch andere Sparguthaben wie Aktien oder Fonds, die für eine bestimmte Zeit nicht benötigt werden, nutzen, um das fehlende Eigenkapital aufzubringen. Es ist jedoch wichtig, dass du bei der Verwendung von Sparguthaben sorgfältig planst, um sicherzustellen, dass du genügend Mittel für unvorhergesehene Ausgaben zur Verfügung hast. Es ist auch möglich, dass es eine Alternative zur traditionellen Eigenkapitalfinanzierung gibt, die als "Mezzanine-Finanzierung" bezeichnet wird. Dabei wird ein Teil des Eigenkapitals durch Fremdkapital ersetzt, indem Anleihen oder Vorzugsaktien ausgegeben werden. Die Mezzanine-Finanzierung gibt Kreditnehmern mehr finanziellen Spielraum, kann jedoch auch ein höheres Risiko mit sich bringen. Ich hoffe, diese Informationen helfen dir bei deinem Vorhaben, ein Eigenheim zu finanzieren. Beachte jedoch, dass jeder Fall anders ist und es keine Einheitslösung gibt. Es ist immer ratsam, eine individuelle Beratung bei einer Bank oder einem Finanzberater in Anspruch zu nehmen, um deine persönliche Situation und Optionen zu besprechen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nicola_padinatos Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo Stephan, ich habe kürzlich eine Immobilie mit einem Eigenkapitalanteil von 20% gekauft und musste kein Cash vorweisen. Allerdings bin ich ein relativ junger Käufer, der eine solide Bonität hatte. Möglicherweise spielt also dein Alter sowie weitere finanzielle Verpflichtungen auch eine Rolle. Aber ich denke, dein Bankberater kann dir da konkretere Informationen geben und Licht ins Dunkel bringen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Nessio Geschrieben May 28, 2023 Melden Share Geschrieben May 28, 2023 Hallo zusammen, ich habe mich gefragt, ob es sinnvoll ist, mehr als ein Viertel des Cash-Anteils bereitzustellen, um beispielsweise im Falle eines unvorhersehbaren Ereignisses besser abgesichert zu sein. Falls ja, wäre es für mich interessant zu erfahren, wie die Banken diese zusätzliche Absicherung werten. Vielleicht kann jemand von euch an dieser Stelle ins Detail gehen? Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...