Immer mehr Schweizer Bauträger arbeiten mittlerweile mit Fertighausherstellern zusammen. Die einzelnen Hausanbieter stellen ihre Haustypen mit Exposé, Ausstattungsmerkmalen und zumeist einer Preisliste im sogenannten Hauskatalog vor.
Aber funktioniert die Auswahl aus dem Hauskatalog wirklich so einfach? Dieser Artikel geht der Frage auf den Grund und erklärt, worauf geachtet werden muss.

Abbildung 1: Ein Hausbau will geplant werden – Hauskataloge helfen dabei. Doch wie sind diese genau zu lesen?
Ein großer Vorteil von Fertighäusern gegenüber Massivhäusern ist die schnelle Bauzeit. Viele sehen in der raschen, standardisierten Errichtung aber auch fehlende Individualität und seelenloses Wohnen. Dabei kann ein Fertighaus immer häufiger individualisiert werden. Bauherren haben etliche Möglichkeiten. Einige der Optionen sind im Preis enthalten, andere kosten einen Aufpreis:
Generell sollte beim Sichten eines Hauskatalogs genau hingeschaut werden, welcher Preis angegeben ist. Es können auch nicht alle Bereiche des Hauses individualisiert werden. Zu bedenken ist, dass im Katalog nur der Preis für das eigentliche Haus angegeben ist. Die etwaige Unterkellerung und freilich die Bodenplatte sind nicht enthalten und müssen vom Hauskäufer selbst in Auftrag gegeben werden.
Man kennt sie aus Wohnungsanzeigen: Kryptische Abkürzungen, die den ungeübten Leser verwirren. Glücklicherweise halten sich viele Anbieter in Hauskatalogen mit Abkürzungen zurück, dennoch gibt es welche:
Wer sich wundert, dass die Gesamtwohnfläche nicht direkt mit der Addition der einzelnen Quadratmeterzahlen der Räume übereinstimmt, der darf beruhigt aufatmen. Es wird immer ein bestimmter Prozentsatz Nutzfläche eingerechnet, zudem gibt es ungefähr 3 Prozent mögliche Abweichung.
Der Kauf eines Hauses aus dem Hauskatalog ist eine bequeme, einfache und auch sichere Angelegenheit. Die Baukosten sind fest, der Bau schreitet schnell voran und dank der Musterhäuser, die nahezu jeder Anbieter bereitstellt, kann das eigene Haus gar schon vor dem Bau besucht werden. Den Besuch dieser sogenannten Musterhausparks sollten potenzielle Bauherren übrigens unbedingt nutzen, denn es ist wesentlich einfacher, individuelle Entscheidungen zu treffen, wenn man sich gerade in dem jeweiligen Haus befindet. Trotzdem geht auch diese Art des Hausbaus nicht ohne Überlegungen und Prüfungen einher:
Neben diesen Punkten muss freilich die Finanzierung auf sicheren Beinen stehen. Glücklicherweise kommen, sobald das Fertighaus erst einmal bestellt ist, keine ungeahnten Kosten mehr auf den Bauherren zu. Dafür sollte bei der Zusammenstellung des Fertighauses genau kalkuliert werden:
Generell sollte einzig ein Haus gewählt werden, welches mit einem Zertifikat versehen ist. Dieses dient als Wertbescheinigung und ist im Fall eines eventuellen Verkaufs von besonderer Wichtigkeit.

Abbildung 2: Während des Baus müssen Bauherren zudem für Sicherheit rund um die Baustelle sorgen.
Die Auswahl aus dem Hauskatalog ist angenehm und einfach. Dennoch sollte niemals ein Haus rein aus dem Katalog heraus bestellt werden. Wann immer es möglich ist, ein Musterhaus aufzusuchen, sollten Bauherren diese Chance nutzen. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Häuser einmal virtuell zu besuchen. Online stellen die Hersteller die einzelnen Musterhäuser oft im 3D-Rundgang vor, wodurch der eigene Eindruck des Hauses noch einmal verstärkt werden kann. Wie teuer das ausgesuchte Haus letztendlich wird, hängt von den gewählten Ausstattungen und etwaigen Sonderleistungen ab. Je individueller gebaut wird, desto teurer ist das Fertighaus.
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