Fenster
Holzfenster Lack

Holzfenster streichen: So geht es!

Holzfenster sind ein wunderschönes Bauelement im eigenen Haus – allerdings braucht es regelmässige Pflege und den einen oder anderen Anstrich im Laufe der Jahre. Mit ein paar Tipps gelingt der Anstrich auch dem erfahrenen Heimwerker.

25 Juli 2018

Ohne den schützenden Lack sind auch die hochwertigsten Holzfenster Wind und Wetter ausgesetzt und werden im Laufe der Jahre morsch. Das muss nicht sein, denn Lasuren oder Lacke lassen sich vergleichsweise leicht erneuern. Wer ein wenig handwerkliches Geschick hat, der kann die Reparatur auch selbst vornehmen.

Die Vorbereitung der Holzfenster

  • Bevor es an den eigentlichen Anstrich geht, sollten Sie das Fenster inklusive des Rahmens erst einmal reinigen. Das lässt sich zunächst grob mit einem Besen und danach mit einem haushaltsüblichem Reiniger zuverlässig erledigen. Falls Sie eine genauere Anleitung zur Fensterreinigung benötigen, schauen Sie gerne in unseren Ratgeberartikel „Wie werden Fensterrahmen wieder schön?“.
  • Das gereinigte Fenster hängen Sie dann am besten aus, so dass Sie sich den Zustand des Holzes auch im inneren Teil des Rahmens und des Fensters anschauen können. Auf zwei Böcken gelagert, lässt sich das Fenster gut von allen Seiten aus erreichen und begutachten.
  • Falls nötig, sollten auch die Fenstergriffe abmontiert werden.
  • Um ein sauberes Endergebnis zu erhalten und die Scheibe nicht zu beschädigen, sollten Sie das Glas und die Silikondichtungen am Fenster mit einem Krepppapier abkleben.

Der Anstrich eines Holzfensters

Holzfenster benötigen mehr als einen schnellen, zusätzlichen Anstrich. Die Vorarbeiten sind im Grunde das A und O. Ist das Holz nicht genügend vorbereitet, hält die neue Farbe nicht und der Lack oder die Lasur blättern schnell wieder ab.

Was also ist zu tun?

  • Sieht der alte Anstrich noch gut aus und hat nur hier und da kleine Stellen zum Ausbessern, können Sie diese mit einem sehr feinen Schleifpapier anschleifen, um eine glatte Fläche zu erzeugen.
  • Etwas mehr Aufwand gibt es mit Fenstern, bei denen der Lack schon auf grossen Flächen abplatzt oder sogar das Holz an der einen oder anderen Stelle beschädigt ist. In diesem Fall muss das Holz, wo Risse oder Dellen entstanden sind, der Lack zuverlässig abgeschliffen oder mit einem Spachtel entfernt und mit Spachtelmasse ausgebessert werden. Denn gibt es sogar in passenden Farbtönen im Baumarkt.
  • Überprüfen Sie ebenfalls die Dichtungen. Sind sie defekt, könnte zwischen Dichtung und Verglasung Feuchtigkeit eintreten und dem Holz schaden. Dann besser erst die Dichtungen erneuern.

Tipp: Gehen Sie beim Abschleifen besonders sorgsam vor und stellen sicher, dass sich keine Kanten oder Unebenheiten auf dem Fensterrahmen befinden. Genau diese Kleinigkeiten sind später auch mit der neuen Farbe sichtbar.

  • Beim eigentlichen Anstrich sind in aller Regel mehrere Schichten nötig, um das Fenster deckend zu versiegeln. Neben einer ersten Grundierung können eine oder mehrere Schichten aufgetragen werden. Dazu sollten Sie immer darauf achten, dass Sie Lack oder Lasur nach dem ersten Anstrich immer erst gründlich trocknen lassen. Denn der Lack zieht sich beim Trocknen zusammen. Dann erst kann der nächste Anstrich erfolgen.
  • Um ein optimales Ergebnis sicherzustellen, empfehlen manche Fachfirmen einen Zwischenschliff zwischen den Lackierungen. 5 bis 6 Stunden braucht ein Acryllack übrigens, bis er getrocknet ist, Kunstlacke benötigen etwas mehr Zeit.

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Womit streiche ich ein Holzfenster?

Holzfenster lassen sich entweder mit einem Lack oder einer Lasur streichen. Eigentümer, welche die Lasur des Holzes behalten möchten und sich einen natürlichen Anstrich wünschen, verwenden am besten eine Lasur. Wurde das Fenster beim Originalanstrich dagegen mit einem farbigen Lack gestrichen, sollten Sie den gleichen Farbcode und – wenn möglich – die gleiche Kennung verwenden.

Wie oft muss ich ein Holzfenster streichen?

Heutige Holzfenster sind deutlich pflegeleichter als Sie vielleicht glauben mögen. Dennoch braucht auch das beste Fenster irgendwann einen neuen Anstrich. Übrigens ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Materialien wie Fenstern aus Kunststoff. Haben die einmal ihre Lebensdauer hinter sich, müssen sie meistens komplett erneuert werden.

Wie oft Sie ein Holzfenster streichen müssen, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel den klimatischen Bedingungen, in denen sich das Gebäude befindet, ob Fenster in geschützter Lage liegen – zum Beispiel unter einem breiten Hausüberstand – oder welche Oberflächenverfahren beim ersten Anstrich genutzt wurden. Lasuren müssen in aller Regel alle zwei Jahre erneuert werden. Beim deckenden Acryllack haben Sie deutlich länger Zeit. Allerdings ist der Anstrich hier auch aufwendiger.

Tipp: Pflegen Sie Ihre Fenster nach der regelmässigen Reinigung mit etwas Pflegemilch, die Sie in jedem Baumarkt oder im Fachhandel erwerben können. Dabei legt sich ein kleiner Schutzfilm über das Holz und schützt es vor Staub oder anderem Schmutz. So verlängern Sie die Lebensdauer der Farbe.

Benötigte Materialien

• Pinsel
• Kreppband
• Schleifpapier
• Lack

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[…] Die Nachteile liegen vor allem in dem sehr hohen Pflegeaufwand, da Holzfenster im Gegensatz zu den Kunststofffenstern weder die Sonneneinstrahlung noch Wind und Wetter auf Dauer besonders gut wegstecken. Sie müssen in regelmässigen Abständen neu gestrichen werden, was je nach Anzahl der Fenster erstens aufwendig und zweitens nicht ganz billig ist. Mehr zum Thema Holzfenster streichen finden Sie in diesem Artikel. […]